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Langzeittest | Evoc Patrol Serie

Flexible und vielseitige Tourenrucksäcke

21.11.2017

Mit der Patrol Serie hat Evoc Rucksäcke im Programm, welche in den Größen 32, 40 und 55l praktisch den gesamten Tourenbereich abdecken. Während sich der „kleine“ 30l Patrol gut auf ausgedehnten Tagestouren macht, kann man mit dem mittleren 40l Modell nicht nur sehr materialintensive Aktionen, sondern z.B. auch mehrtägige Touren mit Winterraumübernachtungen angehen. Der Patrol 55l ist dann schon für Campingtouren oder sehr lange Unternehmungen mit viel Material zu empfehlen.

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Lea Hartl
Lorenzo Rieg
terrainKaunertal

Mit der Patrol Serie hat Evoc Rucksäcke im Programm, welche in den Größen 32, 40 und 55l praktisch den gesamten Tourenbereich abdecken. Während sich der „kleine“ 30l Patrol gut auf ausgedehnten Tagestouren macht, kann man mit dem mittleren 40l Modell nicht nur sehr materialintensive Aktionen, sondern z.B. auch mehrtägige Touren mit Winterraumübernachtungen angehen. Der Patrol 55l ist dann schon für Campingtouren oder sehr lange Unternehmungen mit viel Material zu empfehlen.

Ein Großteil der PowderGuide Redaktion liebt die durchdachten, vielseitigen und dauerhaften Patrol-Rucksäcke unseres langjährigen Partners Evoc und verwendet diese seit Jahren zum Tourengehen. Vorgängerversionen des "kleinen" Patrol 32 und des mittleren Patrol 40 haben schon getestet, jetzt nehmen wir den relativ neuen, großen Patrol 55 zum Anlass, nach vielen Ski-Stunden eine Bilanz über die gesamte Serie zu ziehen.

Erster Eindruck und Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen

Bei der Patrol-Serie handelt es sich prinzipiell um klassische Toploader mit Deckeltasche, wobei diese zweigeteilt ist und über ein wattiertes Fach außen (etwa für die Skibrille) und ein wasserdichtes Wertsachen- oder Kartenfach innen verfügt. Alle Patrol Modelle bieten allerdings auch Zugriff auf das Hauptfach über einen Reißverschluss - ein Feature, das wohl niemand, der es einmal bei einem Rucksack kennengelernt hat, jemals wieder missen möchte, da man z.B. nicht jedes Mal den gesamten Rucksack ausräumen muss um an die Steigeisen ganz unten heran zu kommen.

Das Fach für Sicherheitsausrüstung ist außen angesetzt und über einen Reißverschluss zugänglich, außerdem haben alle Modelle eine stabile seitliche Skibefestigung, eine vertikale Snowboardbefestigung mit Metallhaken, die sich natürlich auch vorzüglich zur Befestigung von anderem Material eignet, eine kleine aufgesetzte Tasche am Hüftgurt, eine praktische Außentasche seitlich, etwa für eine Trinkflasche oder die Felle, sowie eine Helmhalterung, die entweder hinten am Rucksack oder oberhalb der Deckeltasche angebracht werden kann. Natürlich sind auch Pickelhalterung, Brustgurt, doppelter Verschluss des Hauptfaches oben durch Kordelzüge mit Tankas, ein Fach für eine Trinkblase und sonstige übliche Details vorhanden.

32l Version
Die kleinste Version verfügt als einzige über 2 Pickelhalterungen, ist sonst aber bis auf die Größe mit der 40l Version identisch. Da er sich gut komprimieren lässt, kann der Rucksack trotz der 32l gut im Skigebiet zum Freeriden eingesetzt werden, allerdings liegt der Schwerpunkt des Einsatzzwecks natürlich auf Touren. Für praktisch sämtliche Arten von Tagestouren sollten auch Tourengeher die gerne viel Material einpacken gut klar kommen, selbst für Mehrtagestouren mit Hüttenübernachtungen ist der Rucksack zu gebrauchen, wenn man nicht allzuviel mitnimmt.

40l Version
Die Version mit 40 Litern Volumen ist sowohl für ausgedehnte Tagestouren mit hohem Materialbedarf, als auch für Mehrtagestouren mit Hüttenübernachtungen, auch als Selbstversorger oder in Winterräumen, bestens geeignet. Man bekommt wirklich viel in den Rucksack gepackt, dabei sitzt er aber sowohl im Aufstieg als auch während der Abfahrt noch top am Körper und dank des seitlichen Zugriffes kommt man auch gut an weiter unten verstautes Material.

55l Version
Im Unterschied zu den kleineren Modellen hat der Patrol 55 keinen Seitenzugriff, dafür kann das Rückenpanel mit einem Reißverschluss geöffnet werden, was gerade bei dem großen Rucksack den Zugang zu weit unten verstauten Sachen nochmals erleichtert. Zudem ist das Tragesystem mit mehr und stärkeren (herausnehmbaren) Metallstreben ausgeführt, um auch größere Lasten verhältnismäßig gut transportieren zu können. Als letzten prinzipiellen Unterschied hat der Patrol 55 ein zusätzliches Reißverschlussfach für Kleinteile außen am Fach für die Sicherheitsausrüstung. Aufgrund seiner Größe ist der Patrol 55 natürlich vor allem für lange Unternehmungen, auch mit Zelt oder eben richtig viel und schwerem Gepäck, gemacht.

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Auch mit vollgepacktem Rucksack (hier das Vorgängermodell zum aktuellen Patrol 40l) und Ski auf dem Rücken ist man noch bequem unterwegs add_circle
Lea Hartl
Lorenzo Rieg
terrainCorralco, Chile
Auch mit vollgepacktem Rucksack (hier das Vorgängermodell zum aktuellen Patrol 40l) und Ski auf dem Rücken ist man noch bequem unterwegs

Tester und Testbedingungen

Durch die Tatsache, das praktisch die gesamte PowderGuide Redaktion die eine oder andere Version der Patrol-Rucksäcke, teils seit mehreren Jahren, zum Skitourengehen verwendet, konnten nicht nur sämtliche denkbaren Bedingungen abgedeckt, sondern neben der Performance der Patrol Rucksäcke auch die Dauerhaftigkeit und Haltbarkeit getestet werden. Dabei waren die Rucksäcke nicht nur in den verschiedenen Bergregionen Europas, sondern auch in Nord- und Südamerika und dem tiefsten Zentralasien im Einsatz. Hier wäre auch gleich anzumerken, dass man die Patrols alle auf verschiedene Rückenlängen einstellen kann, was den Tragekomfort deutlich erhöht.

Testbericht

Alle Rucksäcke der Patrol Serie sind sehr gut zu bepacken. Sowohl von oben als Toploader als auch durch den Seitenzugriff kommt man auch während der Benutzung jederzeit gut an den gesamten Inhalt des jeweiligen Rucksacks. Das Fach für die Notfallausrüstung ist, vor allem bei den Versionen mit 40 und 55 Litern, recht geräumig und fasst neben Schaufel, Sonde, Erste-Hilfe-Paket und Biwaksack z.B. auch leicht noch die Felle. Auch die Fächer im Deckel sind gut zugänglich und zweckmäßig. Als besonders beliebt hat sich in unserem Langzeittest die seitliche, offene Außentasche erwiesen. Natürlich kann man hier auch mal kurz die Felle oder eine Sonnenbrille reinstecken, allerdings verwenden sie die Mitglieder der PowderGuide Redaktion meistens für die berühmte PowderGuide-Trinkflasche. Der Vorteil hierbei ist, dass man jederzeit etwas trinken kann, ohne dabei den Rucksack absetzen zu müssen (ok, erfordert zugegebenermaßen eine kleine Verrenkung beim Wegstecken der Flasche), was bei längeren Aufstiegen schon ganz nett ist. Auch die kleine Tasche am Hüftgurt ist nützlich, hier kann man gut Kleinigkeiten wie Müsliriegel, Kompass, Helmkamera, GPS o.ä. verstauen und hat diese so ebenfalls stets griffbereit.

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Lea Hartl
Lorenzo Rieg
terrainKaunertal

Sämtliche Patrols sitzen toll am Rücken und erlauben eine gute Lastübertragung auf die Hüfte. Auch die Schultergurte sitzen angenehm und lassen sich gut einstellen. Während man die kleinen Patrols mit richtig viel Zuladung (voll gepackter Rucksack mit Ski und Skischuhen außen dran) dann doch etwas überladen bekommt, ist der Patrol 55 hier besonders zu loben: das Tragesystem ist wirklich solide und ermöglicht es, auch schwere Lasten über längere Zeit zu tragen. Natürlich wird bei dieser Größe das Tragesystem auch am meisten beansprucht, schließlich wird der voll gepackte Rucksack für eine Mehrtagestour mit Campingequipment, eine lange Skidurchquerung oder ähnliches schon recht schwer. Hierzu sollte auch gleich erwähnt werden, dass bei den aktuellen Modellen der Serie die Deckel angenäht sind, das Volumen lässt sich also nur begrenzt nach oben erweitern.

Dank der zahlreichen Befestigungsmöglichkeiten außen an den Rucksäcken können Ski und Snowboard genauso wie Eisgeräte oder eine extra Jacke oder ein Seil schnell und sicher außen am Rucksack angebracht werden. Die Metallschließe der Querriemen für die Snowboardbefestigung tendieren allerdings dazu, sich im unbelasteten Zustand beim Skifahren von selbst zu lösen. Im beladenen Zustand halten sie aber gut.

Durch den körpernahen Schnitt der Rucksäcke, gepaart mit der nicht allzu ausgeprägten Polsterung, ergibt sich ein sehr guter Sitz der Rucksäcke am Körper während der Abfahrt. Gerade bei den großen Modellen merkt man hier: die sind aufs Skifahren und Snowboarden ausgelegt!

Fazit

Evoc bietet mit der Patrol Serie Rucksäcke für alle ernsthaften Skitouren, welche die Last gut auf die Hüften bringen und sowohl in Aufstieg und Abfahrt gut am Körper sitzen. Durch die verschiedenen angebotenen Größen kann man sich den richtigen Rucksack für die eigenen Vorhaben auswählen, den man dann weder überladen, noch leer durch die Weltgeschichte tragen muss. Auch die Haltbarkeit überzeugt im Dauereinsatz.

Vor- & Nachteile

+Tragen sich allesamt gut, sowohl im Aufstieg als auch in der Abfahrt

+Zahlreiche nützliche Fächer und Taschen

+Zusätzlicher Zugriff auf das Hauptfach über Reißverschluss an der Seite bzw. Rückseite

-Deckel angenäht (bei den aktuellen Modellen), somit wenig erweiterbar

Details

UVP: €190.- (32l Version), €210.- (40l Version), €230.- (55l Version)
Gewicht: 1600g (32l Version), 1700g (40l Version), 1850g (55l Version)
Air Circulation System
Fach für Mobiltelefon
Kletterequipementschlaufe
Hüftgurttasche
Trinksystemaufnahme
Schlüsselclip
Kartenfach
Helmet Holder Schlaufen
Signalpfeife
Wasserabweisendes Fach
Schneebrillenfach
Fach für Lawinenausrüstung
Eispickelhalterung
Skihalterung (Vertikal)
Snowboardhalterung
Schneeschuhhalterung

Hier geht es zur Website von Evoc mit weiteren Informationen zum Patrol 32, 40 und 55. Hier könnt ihr den Rucksack in der Version mit 32l, 40l und 55l bei unserem Partnershop Bergzeit.de erwerben.

Diverse Modelle und Generationen der Evoc Patrol Serie wurden uns vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wie wir testen erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

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