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Materialtest | Mammut Barryvox S

Neues Top-LVS von Mammut

26.03.2018

Das Barryvox S folgt bei Mammut auf das beliebte und weitverbreitete Barryvox Pulse. Das Gerät wurde neu entwickelt und ist nicht nur sehr leicht und intuitiv bedienbar, sondern bietet auch eine verbesserte Reichweite und ist zudem sehr kompakt. Wie es sich für ein Profi-Gerät gehört, ist das Barryvox S stark konfigurierbar und verfügt über zahlreiche Sonderfunktionen.

Das Barryvox S folgt bei Mammut auf das beliebte und weitverbreitete Barryvox Pulse. Das Gerät wurde neu entwickelt und ist nicht nur sehr leicht und intuitiv bedienbar, sondern bietet auch eine verbesserte Reichweite und ist zudem sehr kompakt. Wie es sich für ein Profi-Gerät gehört, ist das Barryvox S stark konfigurierbar und verfügt über zahlreiche Sonderfunktionen.

Erster Eindruck & Eigenschaften

Das Barryvox S ist zunächst einmal sehr kompakt, wirkt zudem sehr robust und wird mit einem praktischen Tragesystem geliefert. Die intuitive Bedienung zeigt sich bereits an den großen und klar gekennzeichneten Knöpfen: Ein-, Aus- und Umschalten ist schnell und zuverlässig möglich, Fehler hierbei sind eigentlich kaum vorstellbar.

Doch auch die inneren Werte des Barryvox S beeindrucken. Nicht nur, dass die Suchstreifenbreite von Mammut mit erstaunlichen 70m angegeben wird, auch die konfigurierbaren und einstellbaren Zusatzfunktionen sind durchdacht und praktisch. Beispielsweise kann man im "Profi"-Modus gefundene Sender nicht nur markieren, sondern die Markierung auch wieder aufheben. Sinnvoll finde ich auch die Funktion "Rettungs-Send", welche das Senden des eigenen LVS unterdrückt, im Falle einer Verschüttung durch eine Nachlawine aber die Bewegungslosigkeit des Trägers erkennt und die Sendefunktion wieder aktiviert. Ein Ausschalten des LVS um die Suchenden nicht zu stören ist also nicht mehr nötig. Natürlich verfügt das Barryvox S auch über einen Selbsttest sowie eine Gruppencheck-Funktion.

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Testbericht

Gleich vorneweg, ich habe das neue Barryvox S jetzt seit einer ganzen Weile im Einsatz, allerings glücklicherweise nicht im Ernstfall getestet. Der Testeindruck stammt also vom üblichen Einsatz auf Skitour beziehungsweise beim Freeriden sowie beim Üben der Verschüttetensuche.

Was sich beim alltäglichen Gebrauch am meisten bemerkbar macht, sind die kompakten Maße des Barryvox S. Gerade in Kombination mit dem guten Tragesystem ist es sehr gut zu tragen und trotzdem stets griffbereit. Auch in den Taschen diverser Hosen lässt es sich sehr gut einsetzen. Auch das recht große und sehr gut ablesbare Display fällt schnell positiv auf.

Dank der großen und leicht bedienbaren Knöpfe kann ich das Barryvox S auch gut mit Handschuhen bedienen, was gerade beim, übrigens gut funktionierenden, Gruppencheck o.ä. ganz nett ist.

Wichtig beim Barryvox S, wie auch bei allen anderen LVS, ist, dass man sich vor Gebrauch ein wenig mit dem Gerät auseinandersetzt. So sind beispielsweise die beiden Modi für die Anzeige im Suchmodus doch etwas verschieden. Persönlich finde ich die "Standard"-Einstellung hier etwas ablenkend und habe das Gerät daher auf "Klassisch" eingestellt. Das verwenden der "Pro"-Suche und des "Rettungs-Send" finde ich dafür sehr sinnvoll und habe daher beides aktiviert. Hier kann man aber jeweils einfach überlegen beziehungsweise ausprobieren, welche Funktionen man nutzen möchte und mit welchen Einstellungen man besser klar kommt.

Schaltet man dann auf "Suchen" leitet einen das Barryvox S mit klarer Anzeige (unterstützt durch Tonsignale) zuverlässig zum Sender. Die Suche funktioniert, wie man es beim neuen Top-Gerät erwarten würde, tadellos, ohne Herumspringen und mit schneller Reaktionszeit führt einen das Gerät entlang der Feldlinien. Die Reichweite von über 30m in der ungünstigeren Koppellage erlaubt zudem durchaus breite Suchstreifen, wobei ich persönlich die angegebenen 70m dann doch nicht ganz ausreizen würde. Auch in der Feinsuche überzeugt das Barryvox S durch hohe Genauigkeit und schnelle Reaktionszeiten. Was ebenfalls sehr gut funktioniert ist die Markierfunktion. Etwas komplexer ist das Rückgängigmachen einer erfolgten Markierung, wobei dies in der Praxis natürlich eher weniger relevant ist.

Die Lebensdauer der drei AAA Batterien, die für den Betrieb notwendig sind, kommt mir bisher sehr lange vor.

 

Fazit

Sehr gutes LVS, mit dem man für den hoffentlich nie eintretenden Fall der Fälle gut gerüstet ist. Neben der starken Konfigurierbarkeit und der gut funktionierenden Markierfunktion gefallen die intuitive Bedienung, das sehr gut ablesbare Display und die kompakte Form.

Vor- & Nachteile

+Stark konfigurierbar
+Intuitive Bedienung
+Kompakt

Details

UVP: €379,95

  • Effektive Suchstreifenbreite digital: 70 Meter
  • Empfangsreichweite digital: bis zu 70 Metern
  • Extended Search Range: Erweiterte Empfangsreichweite (analog): bis zu 95 m, erweiterte Suchstreifenbreite (analog): 100 m
  • Kreisförmiges Empfangsfeld: Nahezu gleiche Empfangsreichweite der X- und der Y-Antenne
  • Lithium-fähig: Arbeitet auch mit Lithium-Batterien: Geringere Auslaufgefahr. Standfester bei tiefen Temperaturen. Längere Laufzeit (350 Stunden SEND)
  • Display: Auch mit polarisierten Brillen sehr gut lesbares Display mit Hintergrundbeleuchtung
  • Akustische Benutzerführung: Erlaubt es dem Retter das Lawinenfeld optisch abzusuchen
  • Umkehrfunktion zur Vermeidung von 180-Grad-Suchfehlern
  • Gruppentest mit eindeutigen Handlungsanweisungen
  • Visuelles Interface: Zeigt Distanz, Richtung und Anzahl der Verschütteten
  • Design: Ergonomisches Design, schlag- und bruchfest, mit Handschuhen bedienbar
  • Gerätetests: Automatischer Selbsttest und Funktionstest
  • Smart search interagiert mit den Aktionen des Retters bei der Suche. Dies macht die Suche einfacher und zuverlässiger
  • Mehrfachverschüttung: Signalanalyse und Signaltrennung bei mehreren Verschütteten
  • Verschüttete können in der Verschüttetenliste ausgewählt, markiert (MARK) und auch wieder de-markiert (UNMARK) werden
  • Automatische Sendeumschaltung (Auto Revert): Bewegt sich ein Retter während 4 Minuten nicht, gehen wir von einer Nachlawine aus und das Gerät wechselt in den SEND-Modus (Bewegungssensorgesteuert)
  • Rescue SEND ist eine Schutzfunktion für nicht suchende Retter im Fall einer Nachlawinenverschüttung durch automatisches Umschalten auf SEND, so dass der Retter wieder geortet werden kann
  • Auto guidance: Gerät führt den Retter bei Signalausfällen oder -überlagerungen weiter zum Verschütteten
  • Vitaldaten: 3D Sensor unterstützt den Retter dabei seine Ressourcen auf die Verschütteten mit der höchsten Überlebenschance zu konzentrieren
  • Erweiterte Sucheinstellungen: Individuell konfigurierbare Sucheinstellungen: Pro Suche; die akustische Führung und visuelle Führung; automatische Sende-Umschaltung (Auto-Revert)
  • Alternativer Suchmodus (Analogmodus) hilft beim Lösen anspruchsvoller Suchszenarien
  • Personalisierung: Startbild und Benutzertexte (zum Beispiel Eigentümerinformationen) können personalisiert werden
  • Halterung: Hochfunktionelles Barryvox-Tragesystem inklusive
  • W-Link: Zusätzlicher Kommunikationskanal für bessere Suchperformance
  • Geräteflotte via W-Link managen
  • Updatefähige Software
  • Betriebstemperatur: -25° bis +45° Celsius (-13° bis +113° Fahrenheit

Hier geht es zur Website von Mammut mit weiteren Informationen. Hier könnt ihr das Barryvox S bei unserem Partnershop Bergzeit.de käuflich erwerben.

Dieses Produkt wurde PowderGuide kostenfrei vom Hersteller zum Testen zur Verfügung gestellt. Wie wir testen erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

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