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WetterBlog 13/2015 | Januarrückblick und Aussichten

Sonne, Hochnebel und so weiter …

12.02.2015

Der Januar mag gefühlt relativ winterlich verlaufen sein, die Statistik hat aber keine Gefühle. Der Februar gestaltet sich dagegen aktuell in Berglagen frühlingshaft, während das Tiefland häufig unter einer inversionsbedingten Nebeldecke dahin dümpelt.

Der Januar mag gefühlt relativ winterlich verlaufen sein, die Statistik hat aber keine Gefühle. Der Februar gestaltet sich dagegen aktuell in Berglagen frühlingshaft, während das Tiefland häufig unter einer inversionsbedingten Nebeldecke dahin dümpelt.

Januarrückblick – warm und nass

Die ZAMG stellt in ihrer vorläufigen Monatsbilanz fest, dass der Januar österreichweit um 2,7°C wärmer war als das langjährige Mittel, wobei der hohe Wert vor allem durch die sehr warme Phase um den 10. Januar zu Stande kommt. In Graz und Obervellach wurde mit 21,7°C am 10. Januar die höchste Temperatur des Monats gemessen. Auch der Niederschlag im Januar war in Österreich überdurchschnittlich, allerdings fiel eben nicht nur Schnee sondern auch einiges an Regen, sodass die Schneehöhen bekanntermaßen nicht gerade berauschend sind. 

Die aktuelle Lage

Die Alpen befinden sich seit zwei Tagen in einer gradientschwachen, Omega-artigen Lage, was man am ruhigen, sonnigen Wetter ohne Wind oder sonstige Unannehmlichkeiten erkennt. Da sich kaum ein Lüftchen regt, bleibt bodennahe Kaltluft ungestört und an der Inversionsgrenze bildet sich verbreitet Hochnebel, der sich auf Grund des noch niedrigen Sonnenstands häufig auch im Tagesverlauf nicht auflösen möchte. Darüber ist es strahlend sonnig und frühlingshaft warm.

In diesem Bild des polarumlaufenden Satelliten Aqua sieht man die deutschen Mittelgebirge, sowie am unteren Rand des Bildes Teile der Alpen, aus dem Hochnebel heraus ragen. Die Anströmung kommt aus NW. Durch die Verdrängung der Luft an den Bergen bilden sich darum herum Schwerewellen, die im Bild als kleine Rippel zu sehen sind. Im direkten Lee der Berge kommt es durch Erwärmung der Luft beim Absinken zu Aufheiterungen. 

Man vergleiche das mit dieser Ente im Bodensee: da die beim schwimmen Wasserverdrängt, bilden sich versetzt hinter ihr Wellen.

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Die weiteren Aussichten

Grundsätzlich wird uns das eher ruhige, unspektakuläre Wetter noch eine Weile begleiten, mit einer möglichen Unterbrechung am Wochenende im Westen und Süden, die wir dem Orakel überlassen. Danach deutet sich momentan ein Besuch des Azorenhochs in Mitteleuropa an. Vorbei ist der Winter damit noch nicht automatisch, aber allzu spekulatives Glaskugel schauen ist, wie wir wissen, ebenso müßig wie verfrühte Verzweiflung und Badehoseauspacken.  

Abschließend empfehlen wir allen die es noch nicht gesehen haben einen Besuch auf der SLF Website. Sie freuen sich über einen gelungenen Großversuch (= sie haben eine große Lawine produziert und gefilmt). 

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