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WetterBlog 13 2018/19 | Wöchentlich grüßt das Westwetter

Groundhog day, Januarrückschau, heiter bis wolkig

06.02.2019

Eine kleine Hochdruckbrücke hat sich zwischen ein Tief über Skandinavien und eins in der Ägäis geschoben und sorgt derzeit im Alpenraum für sonniges Hochdruckwetter. Am morgigen Donnerstag zieht eine kleine Störung durch, die den Westalpen den ein oder anderen Schneeschauer und dem Osten einige Wolken bringt.

500hPa Geopotential und Bodendruck, Mittwoch 6.2.2019. Hochdruckbrücke über dem Alpenraum. add_circle
meteociel.fr
500hPa Geopotential und Bodendruck, Mittwoch 6.2.2019. Hochdruckbrücke über dem Alpenraum.

Eine kleine Hochdruckbrücke hat sich zwischen ein Tief über Skandinavien und eins in der Ägäis geschoben und sorgt derzeit im Alpenraum für sonniges Hochdruckwetter. Am morgigen Donnerstag zieht eine kleine Störung durch, die den Westalpen den ein oder anderen Schneeschauer und dem Osten einige Wolken bringt.

Der Freitag sieht wieder ziemlich sonnig aus und auch am Wochenende geht das „heiter bis wolkig mit Tendenz zu heiter“ Spiel mehr oder weniger unverändert weiter. Am Montag gibt es dann Chancen auf Schnee im Süden, aber das ist noch unsichere Zukunftsmusik.  Großräumig gesehen bleiben die kalten Luftmassen zwischen NO-Kanada und Grönland für unser Wetter entscheidend. Die ständige Zufuhr von kalter Polarluft in den Westatlantik regt dort – wie schon letzte Woche besprochen – die Tiefdrucktätigkeit an und sorgt für eine kräftige, zonale Strömung, die uns mal sonnigere, mal nassere Westwettervariationen bringt.

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Die Januartemperatur in Berglagen der Alpennordseite über 1000 m seit Messbeginn 1864. Die rote Linie zeigt das 30-jährige gleitende Mittel, die grüne Linie die Januarnorm 1981‒2010 von -5.1 Grad. add_circle
MeteoSchweiz
Die Januartemperatur in Berglagen der Alpennordseite über 1000 m seit Messbeginn 1864. Die rote Linie zeigt das 30-jährige gleitende Mittel, die grüne Linie die Januarnorm 1981‒2010 von -5.1 Grad.

Januar Rückblick

Der Januar 2019 war in den Bergen so kalt wie lange nicht. Die ZAMG stellt fest: in den „hochalpinen Gipfelbereichen“ Österreichs war es 3.6 °C kälter als im Schnitt. Einen kälteren Januar gab es zuletzt 1987. In den Niederungen war es wärmer, besonders im Osten des Landes. Die größten positiven Temperaturabweichungen im Januar wurden in den Tallagen Kärntens gemessen (zwischen 1 und 3 °C wärmer als im langjährigen Mittel). Die zahlreichen Nord- und Nordwestwetterlagen brachten bekanntermaßen viel Niederschlag, allerdings vor allem nördlich des Hauptkamms. Bayern und Baden-Württemberg waren ebenfalls kälter als im Schnitt und geschneit hat es dort auch, wie wir wissen.

Das Muster „kalte Berge, milde Täler, Schnee im Norden, trocken im Süden“ findet sich, wenig überraschend, auch in der Schweiz. Die MeteoSchweiz vermeldet: „Der Januar 2019 war in Berglagen der Alpennordseite der kälteste seit mehr als 30 Jahren. Die Alpensüdseite registrierte hingegen regional einen der mildesten Januarmonate seit Messbeginn.” Besonders ausgeprägt war in der Schweiz der Niederschlagsgradient zwischen Staulagen im Norden und den südlichen Landesteilen. Regional wurden im Süden nur 10 bis 15% der normalen Niederschlagsmengen gemessen, während es im Norden bis zu 230% waren.

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Groundhog Day

Am vergangenen Samstag war es endlich wieder soweit: Am weltweit höchsten meteorologischen Feier- und persönlichem Lieblingstag des WetterBlogs krochen Waldmurmeltier Punxsutawney Phil und seine Kollegen aus ihren Erdlöchern, um den weiteren Verlauf des Winters vorher zu sagen. Böse Zungen würden behaupten, sie wurden von alten Männern mit albernen Hüten aus selbigen Löchern gezerrt, beziehungsweise mit Käse und gelben Rüben bestochen. Wie dem auch sei, die Frage aller Fragen lautet: haben sie ihre Schatten gesehen? (Ja = 6 weitere Wochen Winter, Nein = Frühling kommt). Winterfreundliche Prognose gab es dieses Jahr unter anderem von Milltown Mell II., Shubenacadie Sam und General Beauregard Lee. Punxsutawney Phil, Staten Island Chuck, Buckeye Chuck, Wiarton Willie, Balzac Billy und Pierre C. Shadeaux (Nutria/ Biberratte) favorisieren hingegen die baldige Ankunft des Frühlings.

Punxsutawney Phil, nach wie vor der berühmteste Langfristprognostiker unter den Nagetieren, lebt den Rest des Jahres mit seiner Frau Phyllis in einem Zoo in Punxsutawney. Er übt seinen Beruf seit 1886 aus und ist 132 Jahre alt. Meist liegt er mit seinen Prognosen daneben.

Hier die diesjährige Prognose in bewegten Bildern:

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