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TourenTipp | Pierriers d'Arpette

Viele Möglichkeiten für steile Nordabfahrten

29.03.2021

Für kleine und größere Freeridtouren im Nordsektor ist das Val d‘Arpette im Unterwallis gut bekannt. Dennoch findet man auch Wochen nach dem letzten Schneefall in den überwiegend nordseitigen Hängen und Rinnen Powder, der vermutlich selten komplett verspurt wird.

Für kleine und größere Freeridtouren im Nordsektor ist das Val d‘Arpette im Unterwallis gut bekannt. Dennoch findet man auch Wochen nach dem letzten Schneefall in den überwiegend nordseitigen Hängen und Rinnen Powder, der vermutlich selten komplett verspurt wird.

Die bekannteste und meistbefahrenen Abfahrt ist sicher die Nordrinne, die direkt von der südseitig liegenden Cabanne d‘Orny über den Col d‘Arpette auf 2942 m erreicht wird. In direkter Nachbarschaft befinden sich aber die Aigulles Tourelles, Aiguelles d’Arpettes, Aiguille du Glacier Rond und die Pointe d’Orny, welche mit vielen weiteren, moderat steilen, gut zu erreichenden Nordabfahrten locken.

Aufstieg & Abfahrt

Vom Parkplatz des Col de Champex auf 1597 m erreicht man in einem gemütlichen Zustieg zuerst über die Piste und dann durch das Val d`Arpette in einer guten Stunde beziehungsweise in 4 km und 500 hm den Kessel Perriers d`Arpette, der den genannten Lines zu Füssen liegt. Die Talabfahrt aus dem Skigebiet trifft auf den Aufstieg vom Parkplatz und man könnte dadurch wenige Höhenmeter sparen. Abgesehen von der tollen Aussicht aus dem Skigebiet auf weitere interessante Nordwände lohnt das hinsichtlich der gewonnenen Höhenmeter aber kaum, da man mit Liftunterstützung schlussendlich auf etwa 1700 m die Felle aufzieht. Eine einfache Bergfahrt kostet 17Chf.

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Es gibt eine südseitige Zustiegsroute aus dem Skigebiet zur Hütte über den Wanderweg. Diese war allerdings in den letzten Jahren aufgrund der Exposition und dem ausgesetzten Teil zu Beginn nach Lawinenabgängen nicht mehr vorhanden beziehungsweise aufgrund des erheblichen Risikos nicht begehbar.

Ist man einmal inm Kessel angekommen, möchte man am liebsten eine der Abfahrten nach der anderen machen. Wir haben erstmal eine gemütliche Pause in der Februarsonne gemacht und uns die Nordwände angeschaut. Das Potential ist selbst in einer ganzen Woche kaum auszuschöpfen, und so suchten wir sehr sorgfältig aus. Außerdem stand bei diesem feinen angerichteten Buffet schon fest, dass es tags darauf eine Wiederholung geben musste.

Wir haben uns an einem Wochenende am Samstag nach ein paar Runden im Gebiet mit einer Variante vom Punkt 2820 m nördlich der Aiguilles d‘Arpette und Sonntag nach direktem Zustieg mit der Nordostvariante der Aiguille du Glacier Rond vergnügt. Die Abfahrten sind neben den Klassikern etwas kürzer, dafür steiler und weniger befahren. Die Eindrücke, welche man hier mit geringem Aufwand sammelt, sind schwer zu beschreiben. Es fühlt sich jedenfalls großartig an in diesem Paradies spielen zu dürfen.

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Swisstopo

Bis zur Abfahrt sind wir in unseren gewählten Lines inklusive Pause etwas unter drei Stunden gegangen, davon etwa 45min als Bootpack im Couloir. Die Abfahrten sind alle so zwischen 35 und 45° steil, je nachdem, welche man sich aussucht. Hochmotivierte machen hier sicherlich noch die ein oder andere mehr.

Die Überschreitung des Col des Escandies im Zustieg über den Combe des Escandies ist ein weiterer Klassiker. Die Aussicht auf den westlich liegenden Gletscher ist sicher lohnenswert und sobald die Bedingungen passen, werde ich mir das auch noch anschauen.

Informationen

Schwierigkeit (5-Stufige Skala): ***

Exposition: N-NO

Beste Jahreszeit: Januar - März

Anfahrtsbeschreibung: Von Martigny im Rhonetal ins Val de Bagnes, in Vallettes nach Champex-Lac abzweigen.

Die PowderGuide TourenTipps sind allgemeine Beschreibungen von Touren die uns subjektiv gut gefallen. Sie beziehen sich NICHT auf die aktuellen Verhältnisse. Lest den Wetter- und Lawinenlagebericht und richtet euch bei eurer Tourenplanung danach.

 

 

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