Suche

Touren/Resorts

Tourentipp | Hochalter-Runde

Mini-Aufstieg mit guten Powderchancen

31.12.2016

Die Hochalterrunde in Kühtai bietet mit Liftunterstützung eine steile Nordabfahrt mit nur 150 Höhenmetern Anstieg. Ein zweites Auto ist von Vorteil - eine einwandfreie Lawinenlage obligatorisch.

Die Hochalterrunde in Kühtai bietet mit Liftunterstützung eine steile Nordabfahrt mit nur 150 Höhenmetern Anstieg. Ein zweites Auto ist von Vorteil - eine einwandfreie Lawinenlage obligatorisch.

Aufstieg und Abfahrt

Vom Parkplatz der Hochalterbahn im 2020m hoch gelegenen Skigebiet Kühtai geht es die ersten knapp 500hm mit Liftunterstützung rauf, alternativ ist natürlich auch ein Anstieg über die Piste möglich. In Kühtai sind die Parkplätze für jedermann frei benützbar. Von der Bergstation quert man – vorbei an den Lawinenverbauungen - direkt nach Osten raus zum Fuße des Gipfelhanges des Hochalter. Jetzt stellt sich nur der 150 Höhenmeter-Gipfelaufschwung als Hindernis für eine wunderbare Abfahrt in Richtung Klammbachtal in den Weg. Dieser ist meist derart stark abgeblasen, dass man die Ski tragen kann bzw. muss. Aufzufellen rentiert sich bei der Strecke allerdings sowieso kaum. Über den grasigen, steilen Hang gelangt man zur Messstation des Tiroler Lawinenwarndienstes am Gipfel oder man bleibt gleich die paar Meter drunter auf der Schulter zwischen Hochalter und Mugkogel.

Von hier startet nämlich die Abfahrt über nordexponiertes Steilgelände bis zu einer Wasserfassung im Nachbartal. Der Lawinenlage sollte hier besonderes Augenmerk geschenkt werden, da der Schnee des Gipfelhanges auf der Aufstiegsseite meist in die gegenüberliegenden Nordhänge verfrachtet wird und diese Abfahrtshänge für Skifahrerlawinen prädestiniert sind. Dafür ist das Gelände weitläufig und man kann mit wenig Queren oft noch unverspurte Bereiche erwischen. Sobald man den Talboden erreicht hat, geht der weitere Verlauf talauswärts – normalerweise skiers-left vom Bach.

Anzeige
Anzeige

Es besteht auch die Möglichkeit auf der rechten Talseite zu fahren, allerdings strotzen die vom Mugkogel herabziehenden Hänge oft von spontanen Lawinen. Egal welche Variante man wählt: Am Ende steht man zwischen den beiden Lawinengalerien auf der vom Sellraintal kommenden Straße nach Kühtai. Entweder man hat dort am Parkstreifen (ebenfalls kostenlos) vorher ein zweites Auto abgestellt, man probiert's mit Autostoppen zurück ins Skigebiet oder ist gut getimed und steigt dort in den nächsten Skibus nach Kühtai ein – Bushaltestelle vorhanden.

Anzeige

Informationen

Besondere Gefahren: Lawinengefahr gilt hier ausgesprochenes Augenmerk. Die Abfahrtshänge sind in Steilheit, Exposition, Größenordnung genau im Bereich der meisten tödlichen Lawinenunglücke. Außerdem sind vor allem die ersten hundert Meter der Abfahrt häufig Triebschneegefüllt!
Maximale Steilheit: 37° Exposition: Aufstieg: S, Abfahrt: N
Höhenmeter Start und Gipfel: 2.020 m | 2.670 m
Höhenmeter bergauf und bergab: ca. 650m | 150 m bei Fahrt mit der Hochalterbahn
Dauer: 2 Stunden
Anfahrtsbeschreibung: Inntalautobahn Richtung Innsbruck, erste Ausfahrt westlich von Innsbruck „Kematen/Sellrain", in Kematen der Beschilderung Richtung Sellrain folgend und über das Sellraintal bis nach Kühtai (Passhöhe)
Adressen: www.kuehtai.info
Busfahrplan von Innsbruck nach Kühtai: Fahrplanlinie 4166

  • keyboard_arrow_left vorherige
  • nächste keyboard_arrow_right