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Lesetipp | SLF Winterflash

Kurzzusammenfassung der Saison 2021/22 in der Schweiz

12.04.2022

Der skifahrerische Winter ist noch nicht vorbei, neigt sich aber doch langsam dem Ende zu. Das erkennt man unter anderem daran, dass es bereite erste Saisonrückschauen gibt, so zum Beispiel vom SLF.

Gefahrenstufenverteilung vom 1.12.2021 bis am 11.04.2022 in den Schweizer Alpen. Mit Gefahrenstufe 4 (gross) wurde an 14 Tagen gewarnt. add_circle
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Gefahrenstufenverteilung vom 1.12.2021 bis am 11.04.2022 in den Schweizer Alpen. Mit Gefahrenstufe 4 (gross) wurde an 14 Tagen gewarnt.

Der skifahrerische Winter ist noch nicht vorbei, neigt sich aber doch langsam dem Ende zu. Das erkennt man unter anderem daran, dass es bereite erste Saisonrückschauen gibt, so zum Beispiel vom SLF.

Der SLF “Winterflash” fasst Eckdaten zu Schnee, Wetter und Lawinen zusammen und stellt eine Art vorläufige Kurzversion des im Herbst erscheinenden Jahresberichts dar.

Wenig Schnee, viel Sturm

Wie wir alle wissen, war der Winter 2021/22 nicht übermäßig von Schnee gesegnet. In der Schweiz war vor allem der Süden extrem trocken. Im Norden waren die Schneemengen in hohen Lagen meist leicht unterdurchschnittlich, in tiefen Lagen ebenfalls sehr unterdurchschnittlich. Schneefälle im November legten den Grundstein für ein Altschneefundament, das im Frühwinter für sehr heikle Bedingungen sorgte. Zum Jahreswechsel wurden mit Regen bis weit über 2000m und sehr hohen Temperaturen Nasschneelawinen ein saisonal unpassendes Thema. Auch die Schwachschichten im Altschnee waren in dieser Phase wieder vermehrt auslösbar.

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Anfang Februar gab es im Norden relativ ergiebige Niederschläge und in Folge viele trockene Lawinen bei großer (Stufe 4) Lawinengefahr. Regen bis in hohe Lagen und die ungünstige Altschneedecke trugen neben Neu- und Triebschneeproblemen zur heiklen Lawinensituation bei. Im März gab es kaum Niederschlag, dafür aber ein markantes Saharastaubereignis. Der Wintereinbruch Anfang April ließ die Lawinengefahr erneut steigen und brachte nach der langen, sehr frühlingshaften Phase eine Rückkehr zu winterlichen Verhältnissen. Die Schneelage bleibt dennoch sehr unterdurchschnittlich.

Klimatologisch sticht vor allem die geringe Schneehöhe ins Auge. Die Kombination aus wenig Niederschlag und meist hohen Temperaturen sorgte vor allem am Alpensüdhang für eine außergewöhnlich schlechte Schneeausbeute.

Lawinenunfälle mit Todesopfern im Winter 2021/2022, Stand 11. April 2022. Insgesamt ereigneten sich acht Unfälle mit jeweils einem Todesopfer und zwei Unfälle mit jeweils zwei Todesopfern. Ein Unfall ereignete sich im Dezember 2021, einer im Januar, acht im Februar, keiner im März und bisher keiner im April 2022. Ein Unfall ereignete sich bei Gefahrenstufe 2 (mässig), sieben bei Gefahrenstufe 3 (erheblich) und zwei bei Gefahrenstufe 4 (gross). add_circle
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Lawinenunfälle mit Todesopfern im Winter 2021/2022, Stand 11. April 2022. Insgesamt ereigneten sich acht Unfälle mit jeweils einem Todesopfer und zwei Unfälle mit jeweils zwei Todesopfern. Ein Unfall ereignete sich im Dezember 2021, einer im Januar, acht im Februar, keiner im März und bisher keiner im April 2022. Ein Unfall ereignete sich bei Gefahrenstufe 2 (mässig), sieben bei Gefahrenstufe 3 (erheblich) und zwei bei Gefahrenstufe 4 (gross).
Lawinen im Winter 2021/22

Die kritischsten Lawinenperioden wurden im Dezember und im Februar verzeichnet, wobei es im Februar mit erheblichem Abstand die meisten Unfälle mit Personenbeteiligung gab. An 38% der Tage im Winter 21/22 wurde Gefahrenstufe 2 ausgegeben. Stufe 1 und 3 gab es jeweils an 30% der Tage. Vom ersten Oktober 2021 bis zum 11. April 2022 wurden 145 Lawinen mit Sach- oder Personenschaden gemeldet, davon waren 116 “Personenlawinen”. Es gab 12 Todesopfer. Alle waren im ungesicherten Gelände unterwegs, 7 auf Touren und 5 im Variantengelände. Die Lawinen- und Opferzahlen liegen statistisch unter dem langjährigen Durchschnitt.

Link zum Winterflash

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