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PowderAlarm

PowderAlarm 13 2017/18 | Die wilde 13

Frohes neues Powderjahr!

01.01.2018

Wie angekündigt, ist es nun soweit. Wir sind mitten in der Achterbahn und es geht auf den Megalooping zu. Ullr schickt Staffel um Staffel an feuchtmilder und feuchtkühler Luft aus Westen gegen die Alpen und es scheppert gewaltig. Einen Lichtblick gibt es in punkto Schneefallgrenze, denn diesmal müsste es inneralpin besser aussehen als zuletzt. Also eventuell weniger Kotzen und mehr Freude bei unserer wilden Fahrt!

Nach dem Regen ist vor dem Regen bei Ullrs Achterbahn. add_circle
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Nach dem Regen ist vor dem Regen bei Ullrs Achterbahn.

Wie angekündigt, ist es nun soweit. Wir sind mitten in der Achterbahn und es geht auf den Megalooping zu. Ullr schickt Staffel um Staffel an feuchtmilder und feuchtkühler Luft aus Westen gegen die Alpen und es scheppert gewaltig. Einen Lichtblick gibt es in punkto Schneefallgrenze, denn diesmal müsste es inneralpin besser aussehen als zuletzt. Also eventuell weniger Kotzen und mehr Freude bei unserer wilden Fahrt!

Zeitraum und Gebiete

Dieser Alarm gilt bis Donnerstag Abend bzw. Freitag Morgen im Osten des Alarmgebiets. Womit wir bei dem Gebiet wären: es erstreckt sich von den Hautes Alpes in Frankreich bis zum Arlberg, also im Wesentlichen alles, was bei West eingedeckt wird, wobei der Kern vom nördlichen Wallis bis in die Hautes Alpes liegt.

Östlich des Arlbergs kann in den kälteren Nordwestphasen in Staulagen auch am Alarm von 30cm entlang geschrammt werden, insgesamt lohnt es dort aber weniger.

Wind

Da wir mit der Achterbahn in den Ullr-Megalooping einfahren, ist unsere Fahrt enorm schnell. Es stürmt und stürmt und stürmt. Über der Baumgrenze will aber eh niemand sein bei wahrscheinlicher Alarmstufe 4-5. Ich bin mir sogar recht sicher, dass einige Gebiete zu bleiben werden. Eventuell wird es Richtung Freitag etwas ruhiger.

Immerhin kommt wieder alles bis zum Hauptkamm, oder darüber hinaus und ganz ins Wallis. Letztes mal hatte Zermatt fast am meisten Neuschnee (und das von Westen!).

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Schneefallgrenze

Erst mal ein Eigenlob: Ich hatte letztes mal tatsächlich die niedrigere Grenze inneralpin in Frankreich gesehen. Sonst Niemand! Bevor ich aber jetzt größenwahnsinnig werde: das war nur Glück, denn im Wallis und Aosta hat esweit hoch geregnet.

Diesmal wird es etwas besser, denn es wird nicht ganz so warm, so dass man mit einiger Sicherheit sagen kann, dass es im Wallis, in Frankreich z.B. im Pelvoux und eventuell auch im Aostatal ab 1100-1500m bei Schnee bleiben könnte. Sonst schwankt die Grenze zwischen 600m und 2000m, wobei auch im Norden das meiste ab 1800m als Schnee kommen sollte. Was dafür spricht, sind die nur kurzen Wärmeeinschübe und, dass es wohl im Passniveau bei 0° bleibt, so dass es die Wärme inneralpin schwerer hat.

Die Mengen

Werden kaum richtig zu messen sein wegen des Orkans oben, aber ab 2000m kommen ungefähr folgende Mengen bis Do/Fr Nacht, im Kern bis Do Abend.

Vom Arlberg bis ins Wallis 60-100cm, nach Westen hin eher mehr als im Osten. Wenig Überraschungspotential, da es lange schneit und immer wieder warm wird, so dass es sich massiv setzt. Positiv: das wird eine tolle Lage Basis(nicht dass wir das nicht schon hätten) aufgrund der hohen Dichte. Im Kern werden es 100-150cm Schnee sein.

Irgendwo in Frankreich oder im westlichsten Unterwallis können es auch bis zu 180cm oder 2m werden. Der Schneedeckenzuwachs sollte bei 60-80% dieser Summen liegen, da es hier über drei Tage gemessen schneit und recht warm wird zwischendrin. Ich denke also nicht, dass irgendwo 2m mehr Schneedecke als vorher liegen, ausser in Rinnen und Mulden. Bei der starken Strömung kann es aber im Westen massiv stauen, also was weiss ich...

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Wo soll ich hin?

Tricky ist das Ganze. Aber da es ohnehin nicht aufreisst bis Freitag, heisst das Zauberwort hohe Bäume im Westen. Zuerst wird es morgen (am 2.1.) dort ganz nett mit kaltem Pulver, vor allem in Frankreich und dem Unterwallis. Wo es am meisten Neuschnee gibt, kann man auch in tiefere Bäume.

Denn denkt dran: Unter dem Neuschnee ist alles hartgefroren unter 2000-2200m. Dann kommt der Schneefallhammer mit stark schwankender Grenze und ihr solltet euch einen Spot mit hohen, oder sehr inneralpinen Bäumen im Wallis oder Frankreich suchen, denn beim Aostatal sehe ich es eher 50/50, dass es da bei Schnee unter 1600m bleibt. Der Spot kann auch am Hauptkamm sein.

Interessanter wird, was die Nordalpinen machen sollen, denn der 3.1. ist dort in den Bäumen ein Totalausfall, aber ab dem Nachmittag schneit es wieder bis weit runter und wird im Osten erst im Laufe des 4.1. wieder warm, so dass man im Norden das Powderfenster früh morgens nutzen kann.

Am Freitag und Samstag wird es im Norden sehr warm, es sollte aber mal aufreissen, so dass ihr da oben ganz entspannt gucken könntet.

Mittelfrist

Es wird am Wochenende warm im Norden und gibt wohl im Süden einen Alarm. Danach ist alles offen, aber es scheint so als wäre die schlimmste Wärme dann vorbei. Daumen drücken und Ullr preisen, dass es diesmal (und in Zukunft) auch tiefer bei Schnee bleibt.

Powder to the People!

Euer Orakel

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Kommentare
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ansi512 02.01.2018 | 11:10 Uhr

Besser spät als nie ,-) Hier das Tippspiel zum Alarm!

https://www.powderguide.com/community/forum/post//tippspiel-9-kernzonenstationen-lecreuleuse.html