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Powdermania 2012 | Woche 9/13

Backcountry, die Wärme, der Regen und die Flucht in den Norden

03.03.2012

Es hat sich bereits letzte Woche angekündigt, und so trieb uns der Frühlingsbeginn tatsächlich zur Flucht in den Norden nach Furano und Kurodake. Eine beschwerliche Reise die wir aber nciht bereut haben.

Montags gab es gleich eine Fortsetzung vom Prachtsonntag mit viel gutem Schnee weit abseits der Pisten. Die steigenden Temperaturen versprachen jedoch nicht viel Gutes.

Dienstag und Mittwoch waren für mich zwei Tage Planung für unseren Trip in den hohen Norden Japans angesagt. Währenddessen haben meine Kollegen ein paar Touren unternommen, und dabei von nicht so gut bis super gut über alles zu berichten gewusst.

Donnerstag um unchristliche 5 Uhr früh war es dann Zeit, die Reise nach Hokkaido anzutreten. Erst einmal 3,5 Stunden Autofahrt bis Niigata, wo wir unser Auto plus fünf Insassen auf die Fähre verfrachtet haben. Dann 18 Stunden auf der Fähre, die man nur mit viel Schlafen, viel Bier und guten Filmen auf dem Notebook gut überstehen kann. Ankunft um 4 Uhr früh und gleich weiter ins Skigebiet Furano, wo wir um kurz nach 8 Uhr die ersten Powderturns gezogen haben. Samstag direkt gleich nochmal Furano, da es noch so viel unverspurten, super leichten Schnee hatte. Der Schnee hier im Norden ist mit Sicherheit der Beste, den man finden kann.

Wir gönnen uns etwas Luxus und haben uns in das ski in ski out Prince Hotel eingebucht. Geniales Hotels, mit Sicherheit das bequemste Bett seit Weihnachten mit einen kuscheligen Federbett wie zu Hause, ein Frühstücksbuffet, welches größer nicht sein könnte, und die Gondel gleich vor der Türe. Wer mal hierher kommt, sollte unbedingt im Prince Hotel nach einem Pauschalangebot fragen. Die machen Deals, da kann nicht mal ein günstiges Hostel mithalten. Für unter 70 Euro gibt es hier einen Skipass, eine Nacht im Doppelzimmer, freier Zutritt zum Onsen, all-you-can-eat Frühstückbuffet, gratis Internet, gratis Shuttleservice vom Flughafen, etc. uvm. Das klingt jetzt wie Werbung, aber das muss einfach erwähnt werden… Genial günstig wie sonst nirgends.

Sonntags fuhren wir dann in das knapp drei Stunden entfernte Kurodake. Ein Gebiet, das mehr für den Sommertourismus bekannt ist, jedoch für Freerider ein Traum sein soll. Abschließend können wir das nicht beurteilen, da wir nur wenig Schnee vorfanden und zudem die gesamte Schneedecke aus zuckerartigem Schnee bestand und damit jegliche Abfahren fast unmöglich waren. Das war zwar ein totaler Reinfall, aber das Potential des Resorts konnten wir erkennen. Mal auf die Liste für nächstes Jahre setzten und dann nochmals testen.

Die kommenden Tage versprechen Pulverschnee, zumindest in kleinen Mengen und mit etwas Glück etwas mehr davon. Wir bleiben noch eine Wochen in Hokkaido und fahren in ein paar bekannte, aber auch ein paar neue Gebiete.

Land und Leute

Zu den Fragen der letzten Woche

CharlyBrown: Es sind deutlich weniger Touristen in Japan als vor einem Jahr. Fukushima ist ein Desaster für den Tourismus. Speziell Hokkaido leidet durch bis zu 50% weniger Touristen. Der mediale Katastrophen-Hype ist für den Bescherrückung verantwortlich. Denn Hokkaido ist sehr weit weg vom AKW und die Messwerte sind so tief wie nie zuvor oder zumindest nicht höher als sonst. Nächstes Jahr soll es wieder besser werden. Ganz schlimm trifft es die Gebiete, die näher beim AKW sind und diese kämpfen mit drohendem Konkurs.

Knut Romantische Liebesgeschichten: Schön wär’s, hier läuft nix, gar nix und die Japanerinnen sind nicht gerade locker drauf, wenn es um einen Ferienflirt geht. Heiraten dann schon eher… J

Tobi: Cooles Interview mit Miles Clark! In Woche 10 gibt es wieder ein paar Bilder mit ihm. Wir sind in Hokkaido wieder ein wenig gemeinsam im Schnee unterwegs gewesen.

Wer weitere Fragen hat einfach schreiben…

Weitere Bilder aus Woche 9 in der Gallerie