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LeseTipp | KURASI: Alpinunfälle 2017 in Österreich

Statistiken des Kuratoriums für Alpine Sicherheit für das Jahr 2017

19.02.2018

Statistische Eckdaten zu Alpinunfällen im Jahr 2017, präsentiert vom österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit und der Alpinpolizei (BM.I): 283 Personen sind 2017 in den österreichischen Alpen tödlich verunglückt, davon 18 auf Skitour, 13 beim Variantenfahren und 27 beim Skifahren/ Snowboarden auf Pisten und Skirouten.

Alpintote nach Disziplin, 2017 und im 10-jährigen Mittel add_circle
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Alpintote nach Disziplin, 2017 und im 10-jährigen Mittel

Statistische Eckdaten zu Alpinunfällen im Jahr 2017, präsentiert vom österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit und der Alpinpolizei (BM.I): 283 Personen sind 2017 in den österreichischen Alpen tödlich verunglückt, davon 18 auf Skitour, 13 beim Variantenfahren und 27 beim Skifahren/ Snowboarden auf Pisten und Skirouten.

Im Jahr 2017 lag die Zahl der Alpintoten mit 283 etwas unter dem 10-jährigen Mittelwert von 295, allerdings gab es 11 tödliche Unfälle mehr als 2016. Auch die Zahl der Verletzten lag mit 7807 um gut 600 höher als im Vorjahr.

Die meisten Alpinunfälle gab es in Tirol, gefolgt von Salzburg. In Vorarlberg ist die Zahl der Toten relativ gesehen niedrig, die Zahl der Verletzten aber recht hoch, was auf „die Wintersportdisziplinen und die große Zahl an Pistenunfällen“ in diesem Bundesland zurück zu führen sei.

53% der 2017 tödlich verunglückten Personen stammten aus Österreich, 30% aus Deutschland und auch die restlichen Verunglückten kamen fast alle aus dem Europäischen Ausland bzw. den Nachbarländern Österreichs. 86% der Toten im Jahr 2017 waren männlich.

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Alpintote in Österreich 1984-2017 add_circle
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Alpintote in Österreich 1984-2017

Die meisten tödlichen Bergunfälle passieren beim Wandern/Bergsteigen: 2017 starben 110 Personen bei der Ausübung dieser Disziplin, davon 41 auf Grund eines internen Notfalls (v.a. Herzkreislaufversagen, v.a. Bei Personen über 50). Unfälle im gesicherten Skiraum sind am zweit-häufigsten (2017: 27 Tote, 10%). Etwa 20% der Alpintoten kamen 2017 nicht bei der Ausübung von Bergsport ums Leben, sondern bei Arbeitsunfällen, bei der Jagd, oder durch Suizid.

Tendenziell sind die Sommermonate am unfallträchtigsten, wobei sich das Maximum in manchen Wintern auf die Monate Februar und März verschiebt. 2017 gab es im August die meisten tödlichen Unglücke.

Die Alpinpolizei registrierte 2017 137 Lawinenunfälle, bei denen 26 Personen starben: 11 beim Variantenfahren, 9 auf Skitour, 2 beim Eisklettern, 2 beim Wandern/Bergsteigen, 1 auf Hochtour und 1 im Straßenverkehr (auf einem Güterweg).

Unfallverteilung auf die Bundesländer 2017 add_circle
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Unfallverteilung auf die Bundesländer 2017

Das Kuratorium für Alpine Sicherheit betreibt in erster Linie Ursachenforschung und Methodenentwicklung mit dem Ziel der Unfallprävention im Bergsport. Sämtliche Alpinen Institutionen Österreichs sind Mitglied im KURASI. Forschungsergebnisse, statistische Auswertungen und Fachbeiträge zu Themen von Lawinenprävention über Rodelunfälle bis zur Analyse von damit zusammenhängenden rechtlichen Fragen und entsprechenden Sommerthemen werden zweimal im Jahr in Magazinform in analyse:berg publiziert. Die aktuelle Ausgabe (Winter 2017/18) kann man hier für 15€ erwerben.

Hier gibt es weitere Eckdaten zu den Unfallstatistiken des Jahres 2017 zum Download.

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