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Skiers Cup 2016 | Report

Big Mountain Spektakel in Grandvalira

02.02.2016

Gleich im Anschluss an die Freeride Junior World Championships wurde am gleichen Face die Bigmountain Competition des Skiers Cup durchgeführt. So war es für die Nachwuchsfreerider sicherlich interressant, sich indirekt mit den geladenen Freeski-Pros aus Europa und Amerika zu messen. Diese zeigten im Vergleich zu manchen Juniors gar nicht so unterschiedliche Leistungen, verständlicherweise etwas angepasst an die Bedingungen. Dennoch machten die meisten das Beste aus den Bedingungen  - eine sehenswerte Show. Man merkte den Fahrern vor allem im ersten Durchgang deutlich an, dass sie in den vergangenen Wochen eher bei guten Bedingungen in Nordamerika unterwegs waren und sich fast niemand in den Frühjahrsverhältnissen, wie sie momentan fast überall in Europa vorherrschen, zu größeren Tricks oder riskanteren Linien verleiten ließ. Am Ende des ersten Tages war es Collomb-Pattons Team Europe, das mit 9:7 Punkten die Führung übernahm und Sage Cattabriga-Alosas Amerikaner hinter sich ließ.

Am 2515 Meter hohen Tossa de Caraup erwarteten die Skifahrer immerhin aufgefirnter Schnee und blauer Himmel. Das Ziel für jeden Teilnehmer war klar: Die dreiköpfige Jury mit eindrucksvollen Linien zu überzeugen und in jeder der beiden Runden einen Punkt für das eigene Team zu sammeln. Als Judges fungierten Freeride-World-Tour-Rider Sam Smoothy (NZL), Freeski-Legende Philou Poirier (CAN) und der Franzose Arnaud Rougier.

Highlights Bigmountain - Team America

Erster Heat
Bigmountain-Legende Seth Morrison (USA) legte mit einem gewaltigen Backflip los, den er jedoch leider nicht stehen konnte. Parker White (USA) beeindruckte die Zuschauer mit einem Switch Air und einem weiten Backflip. Auch Tanner Rainville (USA) und Nick McNutt (CAN) ließen sich nicht lumpen und zeigten mehrere Spins und Switch Airs. Team America litt allerdings unter einigen Stürzen, so dass es nach der ersten Runde 3:5 in Rückstand lag.

Zweiter Heat
Team-Captain Cattabriga-Alosa ging auf Nummer sicher und glänzte mit seinem lässigen Style, während Grant Howard (USA) und Logan Pehota (CAN) auf jugendliches Jibbing setzten. Seth Morrison (USA) konnte dieses Mal zwar seinen berühmten Backflip stehen, zog aber gegen Matieu Bijason (sauberer Backflip am selben Spot) dennoch den Kürzeren. Auch Tim Durtschi (USA) gelang ein solider Run, er konnte die Amerikaner aber nicht zurück ins Spiel bringen.

 

Highlights Bigmountain - Team Europe

Erster Heat
Die Dominanz der Europäer begann früh und setzte sich den ganzen Tag über fort. Sie zeigten meist das konstantere und stärkere Riding. Captain Collomb-Patton (FRA) beeindruckte mit weiten Airs, während ihm Fabio Studer (AUT) und Mathieu Bijasson (FRA) mit starken Turns und lässigen Tricks den Rücken freihielten. Marcus Eder (ITA) punktete mit einem Rodeo 540, und Sam Anthamatten (SUI) übersprang ein Double Cliff in einem einzigen Satz.

Zweiter Heat
Mathieu Bijasson (FRA) holte seinen zweiten Punkt gegen Seth Morrison (USA), indem er einen saubereren Backflip sprang als die US-Legende. Sam Anthamatten (SUI) machte sich wieder einmal zum Mann des Tages, als er zwei hohe Cliffs sprang und eine kreative Linie fand. Am Ende stand es 9:7 für die Europäer.

 Replay mit den einzelnen Runs zur Auswahl

Zusammenfassung Big Mountain:


Tag 2 – Backcountry Slopestyle

Auch am zweiten zweiten Wettkampftag dominierten die Europäer. Loïc Collomb-Pattons Team entschied das Duell am Ende deutlich mit 19:13 für sich.

Nach der 7:9-Niederlage im Bigmountain musste Sage Cattabriga-Alosas Team America Vollgas geben, um beim Backcountry Slopestyle den Rückstand wieder aufzuholen. Die Sportler traten wieder in Duellen Mann gegen Mann gegeneinander an, um Punkte für ihren Kontinent zu sammeln. Doch die Bemühungen der Rider aus Übersee blieben vergeblich: Europa siegte 10:6 und geht damit in der ewigen Gesamtwertung aller Skiers Cups 4:2 in Führung.

Zwischen dem Bigmountain und dem Slopestyle Tag hat es bis sehr weit hinauf geregnet, die Bedingungen waren natürlich alles andere als man Ende Januar erwarten würde. Auf den Backcountry-Kickern von Grandvalira mussten alle Rider dennoch ihre Freestyle-Skills beweisen.

Highlights erster Heat
Wolken und Wind sorgten für kalte und ungemütliche Bedingungen, aber die Rider ließen sich davon nicht beeindrucken. Amerikas Team-Captain Sage Cattabriga-Alosa (USA) überzeugte in seinem lässigen Style mit 360s und einem Flatspin. Seth Morrison (USA) und Sam Anthamatten (SUI) lieferten sich ein Backflip-Duell, bei dem der Schweizer den Kürzeren zog. Parker White (USA) legte mit einem 900 Tailgrab die Messlatte hoch, konnte aber den Bio 720 des Franzosen Sam Favret nicht überbieten. Tanner Rainville (USA) übertraf dann Mathieu Bijasson (FRA) mit dem ersten Switch-Air des Tages, einem gewaltigen 540 Mute am Stepdown-Kicker.

 


Highlights zweiter Heat

4:4 stand es zur Halbzeit, aber die Hoffnungen von Team America, doch noch den Sieg zu holen, zerschlugen sich nach einigen Stürzen schnell. Bei den Europäern überzeugte Sam Anthamatten (SUI), der schon beim Bigmountain „MVP“ gewesen war, mit einem spektakulären Run: Cork 720, zwei 360s und ein stylisher Flair am Step-down. Auch Bene Mayr (GER) beeindruckte die Judges mit seinem Cork 720 und Switch 540. Marcus Eder (AUT) legte mit einem weiten Cork 900 Blunt noch einen drauf. Auch wenn Tim Durtschi (USA) und Tanner Rainville (USA) mit Cork 720 Mute und Switch 720 dagegenhielten, konnten sie ihren Kontinent nicht mehr ins Spiel zurückbringen.

Trotz des Wettstreits an den Kickern herrschten beim Skiers Cup wieder gute Vibes und eine kameradschaftliche Atmosphäre, schließlich handelt es sich um einen Show Contest und viele dieser Fahrer sind untereinander befreundet und gehen oft miteinander Skifahren. Der Showdown wurde mit einem Barbecue direkt am Berg abgerundet, bei dem die Europäer ihren Sieg standesgemäß feiern konnten. Heute wurden auch bereits die Team-Captains für den Skiers Cup 2017 bekanntgegeben: Tanner Rainville (USA) führt dann mit der Unterstützung von Parker White (USA) die Amerikaner, Richard Permin (FRA) die Europäer an.

Zusammenfassung Slopestyle: (ist warum auch immer nur auf Facebook zu finden)