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Contestgeschehen 5 2019 | FWT Kicking Horse

Etwas Neuschnee und Livestreamprobleme in Kanada

07.02.2019

Da freut man sich den ganzen Tag auf den für die arbeitende sowie skifahrende Bevölkerung Mitteleuropas perfekt getimten Livestream der Freeride World Tour und dann hat - nicht zum ersten Mal - die Übertragung mit starken Problemen zu kämpfen.

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www.freerideworldtour.com | D. Daher
Tanner Hall
terrainKicking Horse, BC

Da freut man sich den ganzen Tag auf den für die arbeitende sowie skifahrende Bevölkerung Mitteleuropas perfekt getimten Livestream der Freeride World Tour und dann hat - nicht zum ersten Mal - die Übertragung mit starken Problemen zu kämpfen.

Wenn man zwischen Youtube- und Facebookstream hin und her wechselte, hat man zumindest das meiste sehen können. Dennoch fragt man sich, warum die Unterbrechungen bzw. fehlenden Stücke immer ausgerechnet bei den spektakulärsten Stellen der Runs vorkamen und kaum beim Zieleinlauf oder zwischen den Runs.

In der Zwischenzeit gibt es ein Replay des Events ohne die beschriebene Problematik und auch die einzelnen Runs zum separat durchklicken:
 

Nach dem gelungenen Saisonauftakt in Japan ging es für die FWT FahrerInnen in Kicking Horse, BC (Kanada), um die begehrten Punkte. Bei generell etwas weniger Schnee, vor allem im Vergleich zum Vorjahr, aber dennoch einer guten Neuschneeauflage, hatten die TeilnehmerInnen einige Möglichkeiten sich an dem kurzen (324hm) südost-Face von den KonkurrentInnen abzuheben.

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www.freerideworldtour.com | D. Daher
terrainKicking Horse, BC

Snowboard Damen

Im oberen Teil des Hangs war der Schnee sehr verblasen und zum Teil auch mit Sharks gespickt. Ab der Mitte war das meiste dann gut gefüllt und alle Landungen sehr weich, für manche FahrerInnen fast zu weich. Der Auftakt in Kicking Horse gehörte den Snowboarderinnen. Gleich als erste Starterin fuhr Titelverteidigerin Manuela Mandl (AUT), die im oberen Teil des Hangs einen hohen Sprung in den erwähnten Tiefschnee nicht sauber stehen konnte und dafür Punktabzüge erhielt. Mit 60 Punkten landete die Wienerin auf Platz drei. Den Sieg holte die FWT-Weltmeisterin von 2017, Marion Haerty (FRA), die mit zwei Sprüngen und schnellen Turns begann, dann einen technischen Abschnitt überwand und 71,33 Punkte erhielt. Der zweite Platz ging an Wakana Hama (JPN), die auch mit dem tiefen, weichen Schnee in den Landungen zu kämpfen hatte.

Ski Damen

Die Lines der Ski-Damen konzentrierten sich hauptsächlich auf den zentralen Bereich des Faces. Da die Lines oft sehr ähnlich gewählt waren, entschied bei den Skifahrerinnen die Weite der Sprünge und die Sauberkeit der Landungen über die Reihenfolge am Podium. Jacqueline Pollard (USA) holte gleich beim zweiten Event ihrer ersten FWT-Saison einen Sieg: Die Amerikanerin überzeugte die Jury mit ihrem geschmeidigen Stil und ihrer kontrollierten Abfahrt in der Falllinie. „Es war ein wunderschöner Tag“, schwärmte Jacqueline Pollard. „Wir sind sehr glücklich, hier sein zu dürfen. Am Gipfel herrschte eine super Atmosphäre, ich hatte einfach Spaß! Mein Bruder hatte mir gesagt, ich solle Selbstvertrauen zeigen. Ich habe auf ihn gehört, und das hat funktioniert!“ Titelverteidigerin Arianna Tricomi (ITA) fuhr in gerader Linie durch einen der steilsten und technischsten Abschnitte des Hangs zu einem hohen Air, den sie sicher landete, was ihr Platz zwei einbrachte. Dritte wurde Hazel Josie Birnbaum (USA) mit einem fehlerlosen Lauf und einem sauber gelandeten Double.

Snowboard Herren

Victor De Le Rue (FRA), diese Saison mit einer Wildcard auf der FWT dabei, holte sich bei seinem zweiten Auftritt mit einer kreativen Linie und einem lässigen Backside 360 seinen ersten FWT-Sieg. „Ich hatte meine Linie schon im Kopf, aber der erste Sprung war viel höher als erwartet, und danach war ich so schnell, dass ich meine Linie in letzter Sekunde ändern musste“, berichtete Victor De Le Rue. „Mein Run war ziemlich flüssig, obwohl ich am letzten Felsen fast gestürzt wäre. Daher freue ich mich sehr!“ Der dreifache FWT-Weltmeister Sammy Luebke (USA) beeindruckte die Judges mit einem FS 360 von der Wechte und einem perfekt ausgeführten Double und wurde Zweiter vor Blake Hamm (USA), der eine originelle Linie fand und einen Double sowie einen weiteren Air stand. Platz sechs ging an Thomas Feurstein (AUT), der einen 180 und zwei 360s in den Hang setzte und damit direkt vor Gigi Rüf (AUT) landete. „Mein Run lief nicht so gut“, bedauerte Gigi Rüf. „Ich hatte eine harte Landung nach meiner Double-Line zu Beginn, daher fiel es mir schwer, mich bei der restlichen Abfahrt zu konzentrieren, ich war irgendwie abgelenkt.“

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www.freerideworldtour.com | D. Daher
Craig Murray
terrainKicking Horse, BC

Ski Herren

Die Ski Herren nutzten das Contestface etwas anders als die vorangegangenen Kategorien. Es teilte sich in zwei Lager auf: Zum einen versuchten ein paar Fahrer ihr Glück auf der looker's left Seite des Hangs. Vergangene Saison war dieser Teil komplett mit Schnee bedeckt. Heuer ergaben sich durch die niedrige allgemeine Schneehöhe einige neue Möglichkeiten: Tanner Hall (USA) sprang dort beispielsweise mit einem 360 über ein double, stand ihn perfekt. Leider beinhaltete seine Line sonst nicht viel mehr, was dem „Ski Boss“ damit einen Platz im Mittelfeld einbrachte. Markus Eder und Craig Murray wählten den gleichen Sektor und zeigten ebenfalls Freestyle Element. Murray würzte seinen Run gleich am Anfang mir einem 360. Sowohl Murray als auch Eder fuhren dann mit schnellen Turns ohne Zögern auf das „Hauptfeature“ zu, um dort einen Flatspin 360 (Murray) bzw. einen Cork 360 (Eder) zu zeigen. Für Craig Murray war es der Sieg, Eder wurde zweiter. „Ich glaube, mein Flat 360 hat vielen Leuten gefallen, er hat sich auch supergut angefühlt und ich bin damit sehr glücklich“, sagte Craig Murray. „Alles lief nach Plan und ich war sehr zufrieden. Das war ein fantastischer Tag hier in Golden, BC.” Wenn man die erwähnten drei Fahrer und deren Scores betrachtet, kann man diesmal das Judging sehr gut nachvollziehen.

Das zweite Lager der Fahrer konzentrierte sich eher auf den Mittelteil des Faces, hier konnte Logan Pehota (CAN) mit zwei 360s und einem großen Schlusssprung am meisten überzeugen und kam als dritter mit aufs Podium. Aber wahrscheinlich fehlte hier oft der „Wow“-Effekt, denn auch für den eigentlich perfekten Run von Kristoffer Turdell, gespickt mit einem Backflip sowie einem 360 und einem massiven Air zum Schluss, reichte es nicht fürs Podium.

In etwas mehr als zwei Wochen steht der dritte Tourstopp in Fieberbrunn an! Dort wird voraussichtlich jemand von PowderGuide vor Ort sein und berichten.

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