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ContestGeschehen 09 2017/2018 | Das Finale

Die Contestsaison 2017/18 geht am Bec erfolgreich zu Ende

03.04.2018

Die SiegerInnen der Freeride World Tour 2018 (FWT) stehen fest. Beim Xtreme Verbier am relativ gut mit Schnee bedeckten Bec des Rosses im Wallis wurde die Wienerin Manuela Mandl (AUT) Dritte und damit Toursiegerin bei den Snowboarderinnen. Der Sieg in Verbier ging an Marion Haerty (FRA). Bei den Snowboardern gewann Sammy Luebke (USA), der zum dritten Mal hintereinander auch Erster in der Gesamtwertung wurde.

Die SiegerInnen der Freeride World Tour 2018 (FWT) stehen fest. Beim Xtreme Verbier am relativ gut mit Schnee bedeckten Bec des Rosses im Wallis wurde die Wienerin Manuela Mandl (AUT) Dritte und damit Toursiegerin bei den Snowboarderinnen. Der Sieg in Verbier ging an Marion Haerty (FRA). Bei den Snowboardern gewann Sammy Luebke (USA), der zum dritten Mal hintereinander auch Erster in der Gesamtwertung wurde.

Den Sieg bei den Skifahrern holte sich erneut Mickael Bimboes (FRA); Kristofer Turdell (SWE) war schon vor der Veranstaltung als Weltmeister festgestanden. Im Feld der Skifahrerinnen siegte die neue Toursiegerin Arianna Tricomi (ITA) vor Lorraine Huber (AUT) und Eva Walkner (AUT).

Der Tag begann für die Snowboarder mit blauem Himmel, im Laufe des Morgens zogen dann Wolken auf. Der Bec des Rosses (3223 m) empfing die Athleten mit sehr viel Schnee, der allerdings teilweise windverblasen und daher nicht einfach zu befahren war. Die Cliffs waren teilweise etwas niedriger als in den vergangenen Jahren, auch die Landungen und deren Ausläufe wirkten dieses Mal etwas sicherer. Zum Startzeitpunkt der FahrerInnen war die Sicht auf die Konturen im Nordhang oft nicht so einfach. Dennoch nutzen viele FahrerInnen die für den Bec relativ sicheren Verhältnisse für spektakuläre Highspeed Runs und auch mehrere, zum Teil massive, Freestyletricks.

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Snowboard Herren

Elias Elhardt (GER), der erste Starter bei den Snowboardern und Wildcard-Quereinsteiger, glänzte mit einem ebenso flüssigen wie technischen ersten Run auf dem Bec mit mehreren Sprüngen und einem Backside 360. Dieser Auftritt brachte ihm Platz zwei hinter Sammy Luebke, der heute nicht zu schlagen war. Der Amerikaner zeigte einen überragenden Bigmountain-Lauf mit mehreren Drops im exponiertesten Teil des Hanges und holte sich nach Platz eins in Andorra seinen zweiten Saisonsieg. Damit rückte er in der Gesamtwertung noch von Platz vier auf Platz eins vor.

Platz drei ging an Davey Baird (USA) vor Thomas Feurstein (AUT), der zwei 180s und zwei 360s sprang. Gigi Rüf (AUT) erfreute die Zuschauer mit einem großen 360 im Steilhang zu Beginn und einem doppelten Cliffdrop im unteren Bereich, hatte aber in der Mitte des Hangs Probleme mit dem Wind und dem dort etwas verblasenen Schnee. Damit wurde er Sechster. Thomas Feurstein beendet somit seine zweite FWT-Saison mit Platz zwei in der Gesamtwertung, Gigi Rüf wird Vierter hinter Davey Baird (USA).

Ski Herren

Bei den Skifahrern stand Kristofer Turdell (SWE) bereits als Toursieger fest, konnte aber wegen einer Verletzung nicht am Bec starten. Dennoch war der Sieg beim prestigeträchtigsten Big Mountain Contest der Welt heiß umkämpft. Die Athleten zeigten trotz der nicht einfachen Verhältnisse interessante Runs. Mickael Bimboes (FRA), der Sieger des vierten FWT-Events in Fieberbrunn, überzeugte die Jury mit einem extrem hohen Cliffdrop im steilsten Hangbereich und holte sich damit den Sieg. Zweiter wurde der 19-jährige Craig Murray (NZL), der zwei weite 360s an sehr hohen Cliffs in den Hang setzte. Knapp dahinter auf Platz drei landete Markus Eder (ITA), der einen 360 sowie einen Nosebutter 360 zeigte. In der Gesamtwertung reihen sich damit Markus Eder und Mickael Bimboes hinter Turdell ein.

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Freerideworldtour / D. Daher

Snowboard Damen

Die Damen starteten dieses Mal nicht am Petit Bec, sondern auf der linken Schulter des  großen Bec, am Beginn des „Dogleg Couloirs“. Bei den Snowboarderinnen ging der Sieg an Titelverteidigerin Marion Haerty (FRA), der ein flüssiger und souveräner Lauf mit zahlreichen Sprüngen gelang, man sah ihrer unbeschwerten Line an, dass sie die Gesamtwertung nur gewinnen konnte, falls Manuela Mandl einen Fehler machen sollte. Sie hatte quasi nichts zu verlieren und konnte voll angreifen. Zweite wurde Anna Orlova (RUS). Manuela Mandl (AUT) zeigte einen in ihrer Situation völlig nachvollziehbaren, kontrollierten, fehlerlosen Run mit mehreren kleineren Sprüngen und sicherte sich damit den Gesamtsieg in ihrer zweiten FWT-Saison. „Ich bin sehr glücklich, dass ich beim Xtreme auf dem Podium stehe, und noch glücklicher, dass ich den Weltmeistertitel gewonnen habe“, sagte Manuela Mandl. „Es war ein harter Tag, weil es schwierig war, einen kalkulierten Run zu zeigen. Ich konnte nicht alles riskieren und habe mich eher für eine sichere Linie entschieden, um den Titel nicht zu gefährden.“

Ski Damen

Hart umkämpft war der Wettbewerb bei den Skifahrerinnen. Arianna Tricomi (ITA) fuhr trotz etwas flachem Licht sehr flüssig und setzte eine ganze Serie von Sprüngen in den Hang. Das bedeutete den Sieg in Verbier und damit auch den ersten Platz in der Gesamtwertung. Trotz konstant guter Ergebnisse von Tricomi blieb der Titelkampf bis zum Ende ein Kopf an Kopf Rennen zwischen ihr und Eva Walkner. Platz zwei sicherte sich Titelverteidigerin Lorraine Huber (AUT), die einen technischen Lauf mit zwei hohen Cliffdrops zeigte. Dritte wurde Walkner, die zwei hohe Sprünge und einen doppelten Cliffdrop stand, aber Abzüge bei der Kontrolle erhielt. In der Gesamtwertung beendet sie die Saison auf Platz zwei vor Lorraine Huber.

Während die Freeride World Tour damit für 2018 abgeschlossen ist, findet kommendes Wochenende in Obergurgl (AUT) das Finale der europäischen Qualifier Serie statt. Dort stehen die Gesamtsieger noch nicht fest und es wird sicherlich hart um die wenigen Aufstiegsplätze in die Tour gekämpft. Hier geht es zum aktuellen Ranking.

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