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ContestGeschehen 05/2020 | Montafon, Contests in Deutschland und FWT Andorra

Schwierige Bedingungen an der kleinen Heimspitze

19.02.2020

Im fünften ContestGeschehen in dieser Saison geht es um den 4* FWQ im Montafon, außerdem blicken wir zurück auf die Youngstars Challenge in Oberstdorf und nach vorne zum 1* FWQ am Hochfelln sowie zum bevorstehenden FWT Stopp in Andorra.

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OpenFaces | A. Vigl
terrainSilvretta Montafon

Im fünften ContestGeschehen in dieser Saison geht es um den 4* FWQ im Montafon, außerdem blicken wir zurück auf die Youngstars Challenge in Oberstdorf und nach vorne zum 1* FWQ am Hochfelln sowie zum bevorstehenden FWT Stopp in Andorra.

4* FWQ Montafon

Am vergangenen Samstag fand im Montafoner Skigebiet Silvretta Nova der für die FWT Qualifikation wichtige 4* Qualifier statt. Der Wettbewerb neben dem 4* in Obergurgl einer der beiden entscheidenden 4* Qualifier im deutschsprachigen Raum, der dadurch mittlerweile sämtliche Topfahrer aus Europa und Ozeanien anzieht.

Heuer wurde wieder wie gewohnt von der kleinen Heimspitze gestartet. Das Face besteht aus drei Stufen bzw. Terrassen. Das Gelände ist eher konvex und ist von oben nur schwer einsehbar. Diese Herausforderung, gepaart mit relativ viel Neuschnee, mussten die FahrerInnen heuer bewältigen. Der am Tag zuvor gefallene Schnee machte es den TeilnehmerInnen nicht leicht, die zum Teil großen Sprünge zu stehen, so setzten einige ihrer Landung noch einen Purzelbaum hinterher, oder trafen versehentlich ein altes Bombhole. Die 40cm, die mit etwas Wind gefallen waren, gepaart mit schnell steigenden Temperaturen, ließ die großen Airs für die meisten sehr einladend erscheinen. Das erste große Cliff, direkt nach dem Start, das die meisten FahrerInnnen versuchten zu springen, klappte vor allem nur bei den ersten StarterInnen. Später landeten die meisten in den mittlerweile freigelegten Steinen und stürzten. Das große Cliff am Ende wurde auch einigen Teilnehmern zum Verhängnis, hier musste man dosiert abspringen, um die Landung im richtigen Winkel zu erwischen. Auf Grund dieser Problematik kamen vor allem bei den Ski Herren viele der Top Fahrer nicht ohne gröberen Fehler ins Ziel. Eine etwas defensivere Linienwahl um die großen Cliffs, die die Mehrheit versuchte zu springen, zahlte sich diesmal für manche aus.

Neben den Runs der SiegerInnen ist Solan Dejouy’s Line hervorzuheben. Bei den Ski Männern war der Franzose fast der einzige, der sich eine individuelle Line gesucht hat und mit dem Transfer Hit über das kleine Couloir für die spektakulärste Action des Tages sorgte. Leider ging ihm beim letzten Sprung vor dem Ziel die Bindung auf, was ihn wahrscheinlich den Sieg kostete. Solans Run findet ihr hier im Replay:

Der Schwede Mans Fors Källstrand setzte sich mit einem weit gesprungenen 3er und zwei weiteren sauberen Drops knapp gegen den Franzosen Mael Ollivier durch. Auf dem dritten Rang konnte sich der Österreicher Sebastian Hiersche mit einem 3er im oberen Teil, einem weiten Drop im felsigen mittleren Abschnitt und einem insgesamt soliden sowie risiko-dosierten Run einreihen. Mael Ollivier konnte durch den zweiten Platz im Monatafon seine knappe Führung in der FWQ Gesamtwertung ausbauen.

Bei den Snowboarderinnen sicherte sich Claire McGregor aus Neuseeland den Sieg und baut durch ihren dritten Sieg bei einem 4* Event in dieser Saison die Führung in der Gesamtwertung uneinholbar aus. Linda Schmitter (SUI) und Maria Kuzma (NZL) belegten Platz zwei und drei.

Mit kontrollierten, flüssigen Turns und einigen weiten Drops setze sich bei den Ski Damen die Polin Zuzanna Witych durch und konnte damit ihre derzeitige Führung in der EURASIA Qualifier Wertung ausbauen. Megane Betend aus Frankreich nahm als Zweitplatzierte wertvolle Punkte mit, gefolgt von der derzeit im Overall Ranking auf Position 2 gelisteten Eva Battolla aus der Schweiz.

Eine exakte Linienplanung am Vortag brachte dem deutschen Vorjahreszweiten Timm Schröder heuer den erhofften Sieg bei den SB Herren. Er setzte sich mit viel Airtime, einem 360 und einem sehr flüssigen Lauf klar gegen Benjamin Evens aus Neuseeland durch. An dritter Stelle reihte sich Ex Freeride World Tour Fahrer Ludovic Guillot-Diat aus Frankreich ein.

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OpenFaces | S. Marko
terrainSilvretta Montafon

Youngstar Challenge und Ride & Style

Etwas übersehen wurde von uns die Youngstars Challenge in Oberstdorf, der größten Nachwuchscontest im Bereich Freeride und Slopestyle für Kids zwischen 9-18 Jahren in Deutschland. Er besteht aus einer Freeride und einer Slopestyle Veranstaltung und man kann auch für die Freeride Junior Tour Punkte sammeln. Der Contest fand bereits Mitte Januar statt. Hier haben wir das Video Recap vom Freerideteil für euch:

Ein weiterer Contest in Deutschland ist der 1* FWQ Ride & Style Contest am Hochfelln im Chiemgau. Eigentlich wäre der Wettbewerb für kommendes Wochenende geplant gewesen, er musste aber aufgrund der momentan schlechten Schneelage 2 Wochen nach hinten, auf den 6. Und 7.3.2020, verschoben werden. Die Registrierung für den 1* Einsteiger Event ist noch bis 04.3. möglich.

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FWT | J.Bernard
terrainAndorra
Die Freerideworldtour in Andorra

Nach den beiden Events in Hakuba und Kicking Horse gastiert die FWT 2020 nun in Europa. Und mit dem dritten Tourstopp in Andorra wird es in der Gesamtwertung richtig spannend: Vom 28. Februar bis 4. März 2020 geht es in Ordino Arcalís für die weiblichen und männlichen Freeskier und Snowboarder um wichtige Punkte für die Qualifikation zum Finale beim 25. Xtreme Verbier.

Durch ihre starken Vorstellungen in Japan und Kanada liegen Arianna Tricomi (ITA-Ski Damen), Marion Haerty (FRA-Snowboard Damen), Andrew Pollard (USA-Ski Herren) und Victor De Le Rue (FRA-Snowboard Herren) in ihren Wertungen knapp an der Spitze. Aber noch sind drei Events zu absolvieren, bevor die GesamtsiegerInnen wirklich feststehen.

Konstantin Ottner (GER) muss sich einer Operation an der Schulter unterziehen und fällt für den Rest der Saison aus. Wir wünschen gute Besserung und hoffentlich ein Wiedersehen in der Saison 2021! Für Tao Kreibich (AUT) auf Platz 19 sowie Gigi Rüf (AUT) auf Platz neun geht es darum, einen fehlerfreien Run ins Ziel zu bringen und sich im Ranking nach vorne zu schieben. Elias Elhardt (GER) liegt auf Platz fünf und will nach seinem dritten Platz von Hakuba auch in Andorra wieder das Podium erreichen.

Wie in ganz Europa war der Winter auch in Andorra sehr wechselhaft und insgesamt zu warm. Die Entscheidung, an welchem Hang der Wettbewerb durchgeführt wird, wird daher sehr kurzfristig fallen. In jedem Fall hoffen die Locals Nurià Castan Baron (ESP-Snowboard Damen), Aymar Navarro (ESP-Ski Herren) und Dani Fornell-Prat (AND-Ski Herren, Event-Wildcard), von ihrem Heimvorteil profitieren zu können.

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