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ContestGeschehen 03/2020 | FJWC, FWQ & FWT

Juniors in Tirol, Qualifiers in den Alpen, World Tour in Kanada

04.02.2020

Im dritten Contestgeschehen der Saison geht es um die Freeride Junior World Championships in Kappl, die FWQs im Engadin und in Les Arcs, sowie um eine neue Season Wildcard für die FWT und zwei weiteren Wildcards für den Kicking Horse Stopp.

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FWT | K. Listl
terrainKappl, Tirol

Im dritten Contestgeschehen der Saison geht es um die Freeride Junior World Championships in Kappl, die FWQs im Engadin und in Les Arcs, sowie um eine neue Season Wildcard für die FWT und zwei weiteren Wildcards für den Kicking Horse Stopp.

Kappl FJWC

Vergangenen Freitag fand in Kappl bereits zum dritten Mal die Juniorenweltmeisterschaft im kompetitiven Freeriden statt. Neben der Vergabe der Titel ist die Veranstaltung auch dazu da, die jungen FreeriderInnen beider Seiten des Atlantiks zumindest einmal in der Saison zusammenzubringen. Weil es an den Tagen vor dem Wettbewerb in Westtirol besonders stark geschneit hat und am Contesttag dadurch Lawinenwarnstufe 4 oberhalb der Baumgrenze ausgegeben wurde, mussten die Veranstalter auf ein alternatives Face ausweichen. Ursprünglich geplant gewesen wäre, wie schon vor 2 Wochen beim FWQ, den Contest am bekannten Face an der Quellspitze abzuhalten. Dies wurde kurzfristig geändert, so dass der Contest an einem deutlich weniger ausgesetzten Hang, der mehrere Flachpassagen aufwies und im oberen Bereich von Lawinenverbauungen durchzogen war, durchgeführt wurde.

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Unter anderem dadurch, dass bei den Juniors keine Inverts (z.B. Backflips) erlaubt sind, ist die Dichte der schönen 360s höher als auf der FWT add_circle
FWT | M. Ablinger
terrainKappl, Tirol
Unter anderem dadurch, dass bei den Juniors keine Inverts (z.B. Backflips) erlaubt sind, ist die Dichte der schönen 360s höher als auf der FWT

Es hatte über Nacht einen guten halben Meter geschneit. Dadurch garantierten die Bedingungen für die ersten StarterInnen zwar hervorragende Powder Runs, machten es aber gerade den Snowboardern, die zuerst starteten, etwas schwer, Geschwindigkeit aufzubauen und die wenigen Features, die das Face bot, entsprechend anzusteuern. Das nicht sonderlich aufregende Face hat aber dennoch gereicht, um die fahrerischen Unterschiede der TeilnehmerInnen zu ermitteln und diese zu bewerten. Es zwar zum einen Kreativität gefragt, zum anderen aber auch ein Gefühl für Geschwindigkeit und das Talent, sein Fahren in dem eher anspruchslosen Face dennoch dynamisch und spektakulär aussehen zu lassen. Demnach bot sich ein wirklich interessant anzuschauender Wettbewerb, bei dem sich keiner der jugendlichen TeilnehmerInnen einem allzu großen Risiko aussetzten musste um zu punkten.

Bei allen Kategorien wurde deutlich, dass es TeilnehmerInnen gibt, die schon so gut auf ihrem Brett/ihren Brettern stehen, dass sich die Erwachsenen FWT TeilnehmerInnen bald warm anziehen müssen. Außerdem wurde deutlich, dass die NordamerikanerInnen sowohl bei der TeilnehmerInnenzahl überrepräsentiert sind und auch vermehrt auf die vorderen Plätze fahren. Bei den Skifahrerinnen und später den Skifahrern war die Geschwindigkeit dann eine andere als bei den zuerst startenden SnowboarderInnen. Der Sprung im Niveau war ähnlich wie bei den Erwachsenen, aber auch der Zustand des Schnees bot gegen Ende des Contests einfach deutlich mehr Optionen, auf Grund der Möglichkeit durch das verspurte Gelände mehr Geschwindigkeit aufzunehmen und schon vorhandene Take-offs zu nutzen.

Wie bei der FWT gab es diesmal auch einen (zeitversetzten) Webcast. Wem das zu viel des Guten ist, kann sich hier die Highlights ansehen:

FWQ

Vergangene Woche fanden mehrere FWQs statt, darunter beispielsweise der erste wichtige 4* Contest in Les Arcs. Während Claire McGregor (NZL) die Kategorie der Snowboarderinnen für sich entscheiden konnte, war es nicht möglich, den Contest für die anderen Kategorien zu werten. Schlechtes Wetter führte zum Abbruch des Wettbewerbs, noch bevor jeweils 2/3 der FahrerInnen einer Kategorie gestartet waren.

Am Samstag fand auch der 3* FWQ Engadinsnow statt. Dieser Contest ist mit einer Qualifikation versehen, diesmal am sehr verspielten Gelände am unteren Sessellift des Skigebiets in Silvaplana. Der Hauptcontest fand dann unter eher harten Bedingungen am Nord Face des Corvatsch statt. Am dem Face, das eigentlich alle momentanen FWT Faces außer den Bec des Rosses locker in den Schatten stellt, konnten Alessandro Jossen (CH) und Petra Ohlson (SWE) die Ski Kategorien, und Gregory Palermo (ITA) und Léa Klaue (CH) die Snowboard Kategorien für sich entscheiden.

FWT

Die TeilnehmerInnen der FWT sind mittlerweile zum großen Teil auf dem Weg in Richtung Kanada. Am Samstag (6.2.) beginnt das einwöchige Zeitfenster für den zweiten Tourstopp in Kicking Horse. Die Schneesituation in den Kanadischen Rockies ist momentan sehr gut und die FahrerInnen können sicherlich noch einige gute Turns sammeln bevor sie im Contest gegeneinander antreten. Es gibt noch eine Neuigkeit zu den Wildcards: Elias Elhardt hat, wie bereits vermutet, eine Wildcard für die nächsten drei Tourstopps in Kicking Horse, Andorra sowie Fieberbrunn erhalten. Ist er danach unter den Top 6, ist er sowohl für Verbier als auch für die kommende Saison qualifiziert.

Der Allgäuer hat früher sehr erfolgreich an Freestyle-Wettbewerben teilgenommen, konzentriert sich aber seit Jahren auf das Filmen. Mit seinen eigenen Filmprojekten NARCIS und CONTRADDICTION beeindruckte der 31-Jährige die internationale Snowboardcommunity ebenso nachhaltig wie mit seinen Szenen im Film DARK MATTER, den er mit Travis Rice (USA) vergangene Saison in Alaska drehte.

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FWT | D. Daher
Elias Elhardt

Die Konkurrenz bei den Snowboardern wird dadurch immer härter: Unter anderem kämpfen Titelverteidiger Victor De Le Rue (FRA), der dreimalige FWT-Weltmeister Sammy Luebke (USA), der Zweitplatzierte von Hakuba, Nils Mindnich (USA), und die Vorarlberger Snowboardlegende Gigi Rüf (AUT) um die Topplatzierungen. Rüf war beim Auftakt in Japan verhindert und stößt nun beim nächsten Stopp in Kicking Horse, Golden, BC (CAN) zur Tour.

Ganz frisch eingetroffen ist auch noch die Meldung bezüglich zwei weiterer Wildcards: Der 28-jährige Craig McMorris aus Saskatchewan, Kanada, bekannt als Filmfahrer und Bruder des etwas namhafteren Mark McMorris wird bei den Snowboardern wahrscheinlich versuchen, ein paar Freestyle Elemente in seinen Run einzubauen. Außerdem wird Logan Pehota (CAN), ein alter Bekannter und 2016 Zweiter in der Gesamtwertung sowie Kicking Horse Sieger von 2018, das Feld der Skifahrer verstärken.

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