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3* FWQ Open Faces Silvretta Montafon | Report

Die Premiere des 3*** FWQ-Wettbewerbs im Montafon

16.03.2014

Vergangenes Wochenende gab es den drittletzten Wettkampf der Open-Faces Series: das Skigebiet Silvretta Montafon lud zur Premiere eines 3* Freeride World Qualifier Events ein. Da die Punkte zum Saisonende immer begehrter werden – es geht schließlich auch um den Gesamtsieg der Austrian Freeride Series – war es kein Wunder, das sich viele Top-Fahrer angekündigt hatten. Am Start waren neben den üblichen Verdächtigen auch die World Tour Rider Neil Williman und der Local Fabio Studer, die gerade rechtzeitig aus Kanada zurückkamen.

Ausgangslage

Am Freitag machten wir uns auf den Weg in Richtung Westen. Gegen Mittag kamen wir bei sommerlichen 16 Grad plus an den Silvretta Bergbahnen an. Vom Winter war im Tal kaum eine Spur mehr zu sehen; umso weniger überraschend erreichte uns die Nachricht, dass das ursprünglich geplante Contestface am „Hochjoch“ der Sonne zu sehr ausgesetzt war und leider nicht mehr befahren werden konnte. Mit dem Osthang der Zamangspitze hatten die Organisatoren aber einen super Plan B.

So fanden wir oben angekommen noch ausreichend gute Schneebedingungen vor, wodurch sich auch das Ersatzface als würdiger Ort für einen 3* Qualifier präsentieren konnte. Das Einzige, was uns etwas Sorgen bereitete, war die Wettervorhersage: für Samstag wurde ein nur kurzes Sonnenfenster bis frühen Nachmittag erwartet.

Ähnliches wurde uns abends auch beim Riders-Meeting bestätigt, somit hieß es früh aufstehen, um den Contest plangemäß um 9:30 Uhr starten zu können. Die Organisation sorgte nach den gewohnten Infos dank eines Buffets und Getränken noch für sehr gute Stimmung und  die Fahrer genossen einen netten Abend.

It's on!

Am Samstag früh war das Wetter von Anfang an schon leicht getrübt, womit viele  schon daran glaubten, dass es knapp mit dem Contest werden könnte. Jedoch blieb dass Wetter bis zuletzt stabil. Fabi Lentsch hatte die Ehre, mit der 'goldenen Bib' und Startnummer eins als Erster seine Line durch dass Face zu ziehen. Dies gelang ihm auch gewohnt souverän, ein kleiner Fehler im unteren Teil des Faces brachte ihn nur knapp um's Podium, schade!

Den dritten Platz konnte sich der Schwede Olle Regné Eriksson sichern, der mit einem sehr schnellen Run und einem weiten 360 im unteren Teil eine gute Mischung aus Freestyle und Technik zeigte. Ebenfalls wurde er mit dem 'Best Trick' als Style King belohnt.

Über den zweiten Platz jubelte verdient der Local Simon Wohlgenannt – durch einen sauberen, flüssigen Lauf mit mehreren cliff drops und einem kleinen 360 zeigte er den Judges, was sie sehen wollten.

Ganz Oben stand jedoch erneut der Westendorfer Stefan Jöchl. Er wusste am besten mit dem Gelände umzugehen und konnte mit seiner kreativen Linie am meisten überzeugen. Durch den Sieg in der Silvretta Montafon übernimmt Stefan nun auch das goldene Trikot  der Austrian Freeride Series.

Auch das Snowboard Starterfeld war sehr gut besetzt und den zahlreichen Zuschauern wurde eine großartige Show geboten. Der alte Hase Flo Orley machte jedoch schnell deutlich, wo der Hammer hängt und sicherte sich mit einem highspeed Double-Cliff am Anfang und zwei weiteren guten Sprüngen den ersten Platz. Somit konnte er auch seine Führung in der Austrian Freeride Series klar ausbauen. Zweiter wurde Patrik Faistenauer und dritter wurde Matthias Zauner, damit gab es ein komplett österreichisches Podium.

Auch die österreichischen Snowboarderinnen waren sehr erfolgreich. Manuela Mandl konnte durch einen flüssigen Run mit feinen Cliffs überzeugen und gewann vor Liz Kristoferitsch und Siobhan Challis.

In der Kategorie Ski Women gabs es ein internationaleres Podium. Nach einem schwedischen Doppelsieg von Caroline Strömberg vor Tove Kockum komplettierte hier die Italienerin Valeria Apostolo das Stockerl.

Fazit

Auch wenn das Glück nicht auf unserer Seite lag, war es für uns eine sehr feine Zeit im Montafon. Gratulation hiermit an die Organisation: die Premiere des Events war ein echter Erfolg und wir werden nächstes Jahr definitiv wieder dabei sein.