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2* FWQ Open Faces Kappl 2014 | Report

Halbzeit bei der Open Faces Freeride Series

Wir haben einen kleinen Rückblick auf die Open Faces FWQ Stopps in der Axamer Lizum und in Kappl durch die Fahrerreporter Jochen Mesle und Julian Zenzmaier für euch. Erstmals wurde der Freeride World Qualifier in Axams heuer als 3*-Event ausgetragen und bot eine entsprechend große Show. Genau eine Woche später ging nun auch der dritte Stopp in Kappl (2*) über die Bühne. Im bereits als Freeride World Tour Ausweich-Location bekannten Contest-Face an der Quellspitze hatte es, dank der guten Hanglage (Süd-Ost), bis zum Schluss super Schneebedingungen und so stand der Durchführung des Contests nichts im Wege.Schon im Vorfeld war uns bewusst, dass wir ein extrem starkes Starterfeld für einen 2* Contest vorfinden würden. Wo letztes Jahr fast ausschließlich Fahrer aus Österreich teilnahmen, waren heuer mehrere Nationen vertreten. Auch der Sieger vom letzten Stop der Open Faces Events, Kiwi Neil Williman, hatte sich kurzfristig angekündigt und wollte seinen Sturz bei der Freeride World Tour (am selben Face) wieder gut machen.

Es wurde frühzeitig bekannt gegeben, dass der Contest nicht wie geplant am Samstag stattfinden würde, sondern aufgrund der stabilen Wetterlage auf Sonntag verschoben wird. Dies gab uns die Möglichkeit gleich am Samstag das Contestface von unten und von der Seite (perfekt vom 4er-Sessel Alblittkopf sichtbar) unter die Lupe zu nehmen und ebenfalls ein paar feine Runs im restlichen Gebiet zu genießen.

Am Sonntag war es dann soweit: Bereits um 7:15 Uhr mussten wir uns zur Akkreditierung an der Talstation der Bergbahnen Kappl einfinden und wir bekamen unseren Startnummern (beide relativ weit hinten auf der Startliste, sodass die geplanten Lines noch etwas angepasst wurden). Danach ging‘s schnell hinauf und es folgte ein kurzes aber sehr informatives Ridersmeeting über das Gelände, die Schneebedingungen, Ablauf etc.

Durch unsere späten Startnummern konnten wir leider nicht viele Runs der anderen Athleten live begutachten, jedoch bekam man in der ‚public area‘ schnell mit, dass das Level sehr hoch war. Viele hatten sich durch die im Internet veröffentlichten Runs der Freeride Worldtour am selben Face informiert und konnten dies zu ihrem Vorteil nutzen.

Bei den Ski Herren gab es so manche Überraschung. Zwar konnte sich der Favorit Neil Williman mit einem massiven Backflip (später wurde er dadurch zum Style King gekührt) den 2. Platz sichern, der Sieg ging jedoch an den Österreicher Sefan Jöchl. Stefan konnte mit sehr weiten Sprüngen und einer flüssigen Line die Judges am meisten überzeugen: „Das war mein bester Run heuer. Ich habe alles runter gebracht, genauso, wie ich es mir ausgerechnet habe. Ein wenig habe ich mich an die Line von Freeride World Tour-Rider Sam Smoothy orientiert. Wo er einen Double gezeigt hat, bin ich aber einen Triple gesprungen.“  Der dritte Platz ging ebenso an einen Österreicher – Matthias Kurzthaler sicherte sich durch eine kreative Linienwahl mit einem Double-Cliffdrop den Platz am Podium.

„Mein Reporterkollege, Julian ‚TheKing‘ Zenzmaier, wurde 6. und darf dadurch beim nächsten Stop in Silvretta-Montafon verdient als derzeitiger Leader in der Austrian Freeride Series mit der „golden Bib“ starten.“

„Jochen (Mesle) zeigte oben einen perfekt gestandenen 360, stürzte jedoch weiter unten leider bei einem Backflip-Versuch nach einem zu tief angesetzten Turn, der ihn zu viel Geschwindigkeit kostete, Schade!“

Bei den Snowboard Männern fanden sich heuer drei Österreicher auf dem Stockerl. Den ersten Platz sicherte sich Thomas Feuerstein der mit einem riesigen Double-Cliff am Ende der Quellspitze einen Wahnsinns Score von 95 Punkten bekam: „Eigentlich habe ich heute meine B-Line, die sichere Variante gewählt, aber die ist mir super aufgegangen. Es ist schon etwas ganz besonderes, auf diesem Face aufzuzeigen. Bevor ich hierher gekommen bin, habe ich mir nochmals die Lines der World Tour-Rider genau angesehen und mir schon gedacht, dass es ein richtig cooles Face ist. Ich war sehr gespannt darauf, es selbst fahren zu dürfen“, erklärt Thomas Feuerstein.

Auf dem zweiten Platz landete Marcel Loschin mit einer kreativen Line, und darüber war er sichtlich erfreut. Der dritte Platz holte der Innsbrucker Alexander Hoffmann – somit sein zweites Podium heuer (nach dem 4* in Hochfügen).

Die amtierende österreichische Meisterin Katharina Schuler, wählte eine ähnliche Line wie Nadine Wallner bei ihrem FWT-Sieg in Kappl wenige Wochen zuvor. Nach zwei perfekt gestandenen Drops und einem flüssigen, technisch guten Rum meinte sie später im Ziel: „Ich bin total happy. Meine Absprünge habe ich gut gefunden und auch super landen können. Für mich war das heute einfach der perfekte Run und nach der Enttäuschung in der Lizum super fürs Selbstvertrauen.“ 

 


Johanna Bogner aus Deutschland und Lena Attorresi aus Italien komplettierten das Podium. Bei den Snowboard-Damen gewann Khantutita Ramos Coca aus Österreich mit deutlichem Vorsprung vor der Finnin Liisa Korpela und Siobhan Challis, ebenfalls aus Österreich.

 

 

Fazit

Die Wettbewerbe in Axams und Kappl bleiben für uns als Fahrer sehr positiv in Erinnerung – beides mal war perfektes, sonniges Wetter und eine grandiose Stimmung am Berg. Das Contest-Face in Kappl ist uns sehr an Herzen gewachsen und wir freuen uns schon sehr auf die nächste Saison.  Die Organisatoren der Open Faces ließen schon anklingen, dass das Face definitiv mehr Sterne verdient hat und wir uns vielleicht über ein 3* Event freuen dürfen.

Video zum Event