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Skitest G3 – Manhattan

Der Freerideski Manhattan von G3 im Praxistest

10.03.2012

Der Manhattan ist in der 2012er Produktpalette der kanadischen Bergsportmarke G3 (Genuine Guide Gear) nach dem Highball, der zweitbreiteste Freeride-Ski mit perfekt abgestimmten 108 Millimetern unter der Bindung. Trotz seiner beachtlichen Maße entpuppt sich der Manhattan als prima Tourenfreerider mit guten Laufeigenschaften und einer noch besseren Abfahrtsperformance.

 

Mit seinen Maßen, 139 Millimeter in der Schaufel, 108 Millimeter unter der Bindung und einem 128 Millimeter breitem Tail, zählt er nicht unbedingt zu den krassen Big-Mountain-Brettern. Sein Radius beläuft sich auf 28 Metern mit Luft nach unten. Der Manhattan trumpft mit einer perfekt abgestimmten Wendigkeit und Agilität auf, was dem Fahrer gerade in steilerem Gelände und bei anspruchsvollen Schneebedingungen das notwendige Vertrauen gibt. Daher ist es mit dem Ski möglich, selbst in zerfahrenem und unruhigem Gelände nochmals einen Gang höher zu schalten und schnellere Geschwindigkeiten zu fahren.

Selbst in sehr tiefem Neuschnee schwimmt der Ski noch gut im Powder auf und lässt sich zuverlässig über weichen Tiefschnee surfen. Das liegt hauptsächlich an seiner, relativ weit nach hinten versetzten Bindungsposition. Aufgrund der zum Tail orientierten Bindungsposition, wird der Manhattan auf einer planen Piste oder einem harten Harschdeckel zu einer muskulären Herausforderung: Man ist daher gefordert, sich bei jedem Schwung wieder aktiv in Richtung Schaufel zu bewegen, um nicht die Kontrolle über den Ski zu verlieren.

Durch seine Sandwich-Konstruktion und  abgespeckte Bauweise wirkt der Manhattan auf den ersten Blick ein wenig „verletzlich“. Eingearbeitetes Titanal erhöht allerdings die Belastbarkeit und verleiht dem Ski die nötige Steifheit, was ihm wiederum eine gewisse Widerstandsfähigkeit gibt sowie das nötige fahrerische Vertrauen in jedem Terrain.

Außerdem spielt der Manhattan durch seine „Zierlichkeit“ seine Stärken beim Aufsteigen aus. Trotz der Breite und Länge (in diesem Fall 175 cm) ließen sich die 3,9 Kilo an meinen Füßen auf den letzten Höhenmetern der insgesamt 1600 noch gut schieben… Und das sagt ein 162 Zentimeter kleines und eher zierlichem Mädel…

Der Manhattan ist in den Längen 175, 180, 185 und 190 Zentimeter erhältlich.

Bewertung G3 Manhattan

Abfahrtseigenschaften: ****
- Powder: ****
- Harsch: ***
- Firn: ****
- Piste: ***
Aufstiegseigenschaften: ***
Preis: etwa 630,00 Euro

 

 

 

Stärken und Schwächen des Manhattan

 

+ Das nahezu perfekt abgestimmte Verhältnis von Gewicht und Breite/Länge machen den Manhattan zu einem prima Tourenfreerider.
+ Die relativ lang und breit verlaufende Schaufel geben dem Manhattan den nötigen Auftrieb in tiefem Schnee und man kann ihn dadurch mit hohen Geschwindigkeiten fahren.
+ In steilem Gelände verhältnismäßig wendig und drehfreudig.
+ Erhältlich in vier verschiedenen Längen.
- Die nach hinten orientierte Bindungsposition verleiten dazu, bei Sprüngen in der Landung die Kontrolle zu verlieren.
- Nicht gerade der robusteste Ski auf dem Markt
- In Europa sind die G3 Ski schwer zu beziehen. 

 

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