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Schneeschuhe, Splitboards, Kurzski

Die Aufstiegshilfen für Freerider

02.11.2008

Wer runter wil, muss zuvor erstmal raufkommen. Was sich so einfach anhört, stellt in der Praxis die ein oder andere Hürde da. Welche Hilfsmittel es - insbesondere für Einbrettsportler - gibt, zeigen wir euch hier. Und immer schön ruhig durchatmen!

Schneeschuhe

Die klassische Lösung, um im Tiefschnee nicht unterzugehen, sind Schneeschuhe – vor allem für Einbrettfahrer. Schon in grauer Vorzeit banden sich die Menschen zusammen geflochtene Tannenzweige unter die Füße, um schneller vorwärts zu kommen. Nach Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden der Entwicklung finden wir heute eine schier unüberschaubare Auswahl an Schneeschuhen. Doch welche eignen sich für eine Snowboardtour? Einen Nachteil haben alle Schneeschuhe: Sobald die Hangneigung über 30° steigt, schwindet ihre Eignung, – besonders wenn der Schnee hart ist.<br>Trotz der Harschkrallen und Steighilfen geht?s dann nur noch schwer voran. Das System ist zu soft und Hangquerungen sind oft abenteuerlich, da die weichen Verbindungen wenig Halt geben. Trotzdem sind viele Touren mit Schneeschuhen gut zu bewältigen. Es gibt Modelle aus Plastik mit Steighilfen und Harschkrallen oder Modelle, die aus einem Alu-Rahmen bestehen in das eine Art Leder gespannt ist. Auch diese verfügen über brauchbare Harschkrallen.

Splitboards

Meist bedeutet eine Tour mit dem Snowboard, dass man Schneeschuhe oder Klappskier mitschleppen muss. Da diese Aufstiegshilfen keine Einwegteile sind, musst du sie wieder mit ins Tal nehmen. Die Gehwerkzeuge an den Rucksack geschnallt und schon geht?s abwärts! Ein Zusatzgewicht sind sie trotzdem. Die wohl eleganteste Lösung für einen Snowboarder ist: die Berge mit einem SPLITBOARD zu erklimmen. Diese teilbaren Schneebretter haben ihren Ursprung in den späten 80er bzw. frühen 90er Jahren in Bayern. Aufgrund mangelhafter Technik setzten sie sich nicht durch. Später wurde diese Idee von den Ami?s aufgegriffen und siehe da, die modernen Splitboards kamen zum Vorschein. Es sind 2- oder gar 3-teilige Boards, die man für den Aufstieg demontiert und die Bindungen ummontiert, Felle auf die Laufflächen klebt und losstapft. Im harten Schnee und alpinen Gelände stoßen Splitboards an ihre Grenzen, besonders bei steilen Querungen. Manchmal sind die Skitourenspuren zu schmal, so dass es ziemlich mühsam ist, doch haben immer mehr Tourengeher breite Freeride-Latten an den Füßen, d.h. die Spuren werden breiter. Oben angekommen, muss nur noch alles (ohne Werkzeug) zusammen gebaut werden und Rock ?n Roll!

Kurz- und Klappski

Mit Skiern hoch – mit dem Snowboard runter. Klingt eigentlich perfekt, oder? Wenn Freerider mit Schneeschuhen an die Hangneigungsgrenzen stoßen oder ihm das Splitboard beim Fahren nicht steif genug ist, gibt es eine letzte Lösung: Ski! – besser gesagt: Kurzski. Es gibt mehrere Arten dieser Aufstiegsgeräte: Ihre Länge beträgt bis anderthalb Meter. Während die einen zusammensteckbar sind, lassen sich die anderen zusammenklappen oder gar nicht auseinander nehmen. Eines haben jedoch alle Kurzski gemeinsam: Sie sind nicht zum Fahren, sondern zum Steigen gedacht. Die "Skier" sind für Snowboarder gefertigt. Mittig ist eine Schnallenbindung angebracht, deren Größe für fast jeden Softboot passt. Bei manchen Modellen befinden sind die Harscheisen integriert. Statt einer Gleitfläche haben die Skier fest montierte Steigfelle. Man kann sich die Teile kaufen oder selber basteln. Der Nachteil beim Selbstbau könnte jedoch das deutlich höhere Gewicht der Home-Grown-Produkte sein.