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Partnernews | Preview on Snow 2016

Uvex, Blizzard, Tecnica und Columbia stellten letztes Wochenende ihre Produkte für die Saison 16/17 im osttiroler Kals zum Test zur Verfügung.

18.01.2016

Da hat der Winter in den Alpen gerade einmal angefangen, schon stehen die ISPO in München und somit die Präsentationen der neuen Produkte für die kommende Saison vor der Tür. Einige Unternehmen laden traditionell kurz vor der eigentlichen Show auf der Messe Journalisten dazu ein die Neuheiten schon einmal vorab in der Praxis zu testen. Dieses Jahr war das schöne Kals am Fuß des Großglockners Schauplatz dieser Präsentationen, verwegener Testtouren, freundschaftlichem Fachgesimple und - auf Grund der Bedingungen im Gelände - auch von spaßiger Pistenraserei.

uvex

Das Traditionsunternehmen aus Fürth, das heuer sein 90-jähriges Bestehen feiert, stellt mit dem p.8000 tour einen Mountaineering-Helm mit nur 310g Gewicht vor. Der dank Boa-System gut anpassbare Helm erfüllt die Normen für Kletter-, Ski- und Radhelme. Für Klettertouren, warme Aufstiege und Fahrradtouren sind die Polsterung und die Ohrpads abnehmbar. Zusätzlich ist der Helm noch mit einem Recco Reflektor ausgestattet. Auf unsere Rückfrage wurde uns erklärt, dass dieses aus der Verschüttetetensuche in Skigebieten bekannte System im Helm verwendet wurde, da das Gewicht mit wenigen Gramm vernachlässigbar ist und Skitouren vermehrt auch im Nahbereich von Pisten stattfinden.

 

Dem Ruf nach modernerem Design, u.a. für die Zielgruppe Freeski, kommt uvex mit der big40 nach. Neben dem Design lag der Fokus bei der Entwicklung der rahmenlosen Brille auch auf einem großen Sichtfeld. Dieses ist mit 186 Grad dann auch recht üppig ausgefallen! Der Name ist auch Programm: Der Abstand zwischen Stirn und Ausbuchtung der Nase beträgt 40 mm. Die Brille wird mit verschiedenen verspiegelten Gläsern - optional mit automatischer Tönung (variomatic) - erhältlich sein.

 


Blizzard & Tecnica

Die bis vor einigen Jahren noch sehr rennlastigen Salzburger gehen den Weg Richtung Freeride und Freetour in der Saison 2016/17 konsequent weiter. Nach der Vorstellung der Zero G Ski Serie mit Fokus auf leichte Freetouring-Ski ohne Einbußen bei der Abfahrtsperformance (hier wurde für die Saison 16/17 das Design einem gelungenen Update unterzogen), hat man heuer bei den hauseigenen Tecnica Boots nachgezogen. Mit dem Zero G Guide bietet man nun einen 4-Schnallen Tourenstiefel, der von den Kennzahlen mit den Freeridern locker mithalten kann, beim Gewicht aber klar im aufstiegsorientierten Segment angesiedelt ist. So wiegt der Zero G Guide pro bei einem Flex von 130 und einer Leistenbreite von 99mm unter 1500g (bei Größe 26,5). Erreicht wurde dieses geringe Gewicht durch die Verwendung eines speziellen Kunststoffes in der Schale und den Einsatz eines PALU Liners mit nur 215g. Der UVP von 549€ ist günstiger als der mancher vergleichbarer High-End Freeride-Boots. Abzüge gibt es für die Schaftrotation von 44° Grad, die doch noch geringer ausfällt, als jene von vergleichbaren Boots.

 

 

Der von vielen hochgelobte Freeride-Boot Cochise wurde für die Saison 16/17 weiter verbessert und ist nun, nach Aussage des Herstellers, der "leichteste 4-Schnallen PU-Schuh der Geschichte". Bei gleichzeitiger Reduktion des Gewichtes um 100g, im Vergleich zum Vorgänger, wurde die Schaftrotation von 23° auf 42° erhöht. Dabei wurde vor allem die Beweglichkeit nach vorne vergrößert, weil dies "für Freerider beim Touren wichtig ist" (genauer haben wir das nicht hinterfragt, planen das aber im Zuge eines Tests zu tun). Die Tech Inserts sind nun in die Schale eingegossen und der Gehmechanismus wurde überarbeitet, so dass dieser bei auftretendem Spiel automatisch nachjustiert.

Columbia

Die Amerikaner mit deutschen Wurzeln (die 91-jährige, immer noch aktive, Firmenchefin, die auch Teil der aktuellen Marketingkampagne ist, emigrierte 1938 von Deutschland in die USA) haben ihre aus der Sommerkollektion bekannte "OutDry extreme"-Technologie nun auch in den Winter gebracht. Dabei wird auf den bei Shell Jacken oft üblichen dritten Layer verzichtet, indem die wasserdichte und atmungsaktive Membran durch Kunststoff verstärkt zur äußeren Schicht wird. In der "OutDry EX Gold Down Hooded Jacket" wird diese Technologie zum ersten Mal mit Daunen kombiniert, so soll die warme Shell bei Skitouren gleichzeitig wärmen und vor Nässe schützen. Alle verklebten Nähte sind bewusst sichtbar, um, wie es der Hersteller sinngemäß formuliert, "die verwendete Technik im Design sichtbar zu machen". Am Design schieden sich beim Test die Geister. Doch zum Glück sind die Geschmäcker verschieden und wenn Zeit bleibt über das Design zu diskutieren, kann es an der Funktion während des Tests nichts grobes auszusetzen gegeben haben.