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Materialtest | Völkl Confession

Big Mountain Ski von Völkl

02.02.2018

Mit dem Confession bietet Völkl seit der Saison 16/17 einen echten Bigmountainski an. 117mm unter der Bindung, Titanalband und eine steife Schaufel machen den Confession zu einem lässigen High-Speed Spielzeug. Wie der sich der Ski im Detail schlägt, könnt ihr hier nachlesen.

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Alex Braschel
Völkl Confession

Mit dem Confession bietet Völkl seit der Saison 16/17 einen echten Bigmountainski an. 117mm unter der Bindung, Titanalband und eine steife Schaufel machen den Confession zu einem lässigen High-Speed Spielzeug. Wie der sich der Ski im Detail schlägt, könnt ihr hier nachlesen.

Tester und Testbedingungen

Skitests sind ja oft eine recht subjektive Sache. Der Eine spielt lieber mit fetten, weichen Twintips im Wald, der Andere fetzt lieber mit steifen, langen Brettern weite Hänge hinunter und wieder andere wedeln am liebsten mit ihren schmäleren Tourenski auf sonnigen 30° Hängen herum. Somit wird es nie den einen Ski geben, der alle Fahrer zufrieden stellt. Deshalb kurz zu meiner Person und zu meinen Vorlieben:

Ich bin 185 groß und wiege ca. 80 Kilo. Aktuell bin ich am liebsten auf weiten, steileren Hängen unterwegs, wo man bei langen Schwüngen etwas Gas geben kann.  Bei Schlechtwetter biege ich aber natürlich gerne mal in den Wald ab. Von daher gefiel mir der Confession allein schon von der Beschreibung her recht gut: Sportlich und laufruhig.

Getestet wurde der Ski übrigens in 186cm Länge mit der Marker Duke, da ich mir die Option, kürzere Hikes mit den Fellen zu bewältigen, offen lassen wollte.

Die Testbedingungen reichten von feinstem Powder über Windharsch bis hin zu Firn. Insgesamt bin ich den Ski bis jetzt an etwa 20 Tagen gefahren.

Details zum Ski

Der Confession wird aktuell in 3 Längen angeboten: 179, 186 (getestet) und 193 Zentimeter. Der Sidecut ist mit 144-117-133 bei allen Längen gleich und das Gewicht liegt bei 2150, 2250 und 2350 Gramm, wobei der Radius 21.2, 23.8 bzw. 26.5 Meter beträgt. Tip und Tail Rocker sowie ein dezenter Camber sind inklusive. Vom Design her ist der Ski relativ schlicht: Schwarz mit Gelb/Weißen Buchstaben.

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Manuela Handl
Alex Braschel

Für den Nachwuchs gibt es den Confession übrigens auch in einer Junior Version mit 100mm unter der Bindung in den Längen 143, 153 und 163 cm.

Testbericht

Erster Eindruck
Der erste Tag mit dem Confession war ein klassischer Schlechtwetter-Powdertag mit Treeruns und teils etwas windgepresstem Schnee. Enge Treeruns sind zwar nicht das bevorzugte Terrain dieses Skis, mit etwas Kraftaufwand und sauberer Technik aber auch ganz gut machbar. Was mir in diesem Zusammenhang gleich auffiel: Der Ski braucht Geschwindigkeit. Wer mit dem Confession gemütlich durch den Wald cruisen will, ist definitiv fehl am Platz. Wenn man Gas gibt, lassen sich auch engere Schwünge mit weniger Kraftaufwand in den Schnee zaubern, als verspielt würde ich den Ski aber nicht bezeichnen.

Gute Sicht und weite Hänge
Einige Schlechtwettertage im Wald vergingen, dann kam er, der erste langersehnte Bluebird-Powdertag. Endlich konnte ich den Ski bei höherer Geschwindigkeit und mit längeren Radien fahren. Hier entfaltet der Confession sein wahres Potential. Durch die breite Schaufel (144mm) hat man einen angenehmen Auftrieb und kann den Ski gut nach vorne drücken, ohne Angst haben zu müssen, die Spitze zu versenken. Das verbaute Titanal liefert in Kombination mit dem Carbonband eine erstaunliche Laufruhe, die diese Bretter aber in keinster Weise träge macht. Auch bei unruhigen Verhältnissen oder zerfahrenem Schnee bleibt der Ski ruhig und tut genau dass, was er soll. Die Steifigkeit und Laufruhe machen sich beim Gewicht bemerkbar, was ich aber nicht weiter als störend empfunden habe.

Vom Feeling her fährt sich der Confession im Powder wie ein Riesentorlaufski auf harter Piste. Ruhig und druckvoll aber trotzdem zum Aufpassen.

Für die Piste ist der Ski natürlich nicht gemacht, wobei er sich auch hier bei weichen Verhältnissen angenehm auf der Kante fahren lässt. Und auch im weichen Firn kann man mit dem Confession richtig Spass haben.

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Völkl
Völkl Confession

Im Aufstieg
Auch wenn der Confession ein abfahrtsorientiertes Modell ist, wollte ich mir die Möglichkeit offen lassen, kurze Aufstiege mit Fellen zu machen. Die Wahl der Bindung fiel somit auf die Marker Duke. Beim Gehen hat man natürlich einiges an Gewicht an den Beinen, für kürzere Touren stellt das aber kein Problem dar. Zum klassischen Tourengehen ist dieses Setup nicht wirklich geeignet.

Fazit

Der Völkl Confession verlangt Kraft in den Beinen, solide Technik und einen steifen Schuh. Wer all das mitbringt, wird mit diesem Ski eine richtig gute Zeit haben.

Die Abfahrtsperformance bei schnellen Runs lässt keine Wünsche offen, einzig bei engen Treeruns kann der Ski nicht sein volles Potential entfalten.

Würde ich mir den Ski nochmal zulegen? Auf jeden Fall, dann aber gleich in der Länge 193cm!

Vor- & Nachteile

+ Stabil bei High-Speed-turns und Drops

+ Gute Performance auch im zerfahrenen Gelände

+ Laufruhig

- etwas träge bei niedriger Geschwindigkeit

Details

UVP: € 799,-
Shape: 144/117/113
Längen(cm)/Radius(m)/Gewicht(g): 179/21,2/2150; 186/23,8/2250; 193/26,5/2350

Hier geht es zur Website von Völkl mit weiteren Informationen. Hier könnt ihr den Ski bei unserem Partnershop Bergzeit.de kaufen.

Der Ski wurde PowderGuide kostenfrei vom Hersteller zum Testen zur Verfügung gestellt. Wie wir testen erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

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