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Materialtest | uvex Big 40

Freeride Goggle made in Germany

19.01.2017

Mit der “Big 40” erweitert der deutsche Goggle Spezialist sein Sortiment um eine Schneebrille, die speziell für das Freeriden konzipiert wurde. Ganz im Trend als “Oversized Powder Goggle”, bei der neben dem Design auch auf viele technische Details Wert gelegt wurde. Wir haben bei verschiedenen Bedingungen getestet, ob die Features ebenso wie das Design überzeugen können.

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Lukas Zoegernitz
Uvex Big 40

Mit der “Big 40” erweitert der deutsche Goggle Spezialist sein Sortiment um eine Schneebrille, die speziell für das Freeriden konzipiert wurde. Ganz im Trend als “Oversized Powder Goggle”, bei der neben dem Design auch auf viele technische Details Wert gelegt wurde. Wir haben bei verschiedenen Bedingungen getestet, ob die Features ebenso wie das Design überzeugen können.

Getestet wurde das Modell "FM orange mat - rainbow mirror" (FM steht für das Full Mirror Glas) von einem 182 cm großen Mann mit einem Kopfumfang von 62 cm. Die Brille wurde in Kombination mit einem uvex hlmt 5 pure  in der Größe 59-62 cm aus der Saison 14/15 getragen. Zum Einsatz kam die Brille sowohl auf Pisten als auch an Touren- und Variantentagen an ca. 20 Tagen in der Saison 16/17.

Erster Eindruck

Alten uvex Designs waren die Wurzeln im Rennsport des Traditionsunternehmens aus Fürth immer irgendwie anzusehen. Bei der Big 40 hat man diesen Eindruck gar nicht. Oversize ist ja seit einigen Jahren ein Trend abseits der Rennpisten und uvex zieht hier gelungen nach.

Die Gläser gefallen durch die doppelt gewölbte (sphärische) Form und die bunte und ausgeprägte Verspiegelung bereits beim Auspacken. Eigentlicher Grund für die sphärische Form ("decentered lens technology") ist eine dadurch gewonnene klare, verzerrungsfreie Sicht (nach EN 174). Die Passform ist gut, auch wenn man sofort bemerkt, dass die Big 40, wie ihr Name ohnehin schon vermuten lässt, nichts für (mittlere und) kleine Köpfe ist. Eine Anpassung des Rahmens an die Gesichtsform im Bereich der Nase oder der Wangen ist nicht möglich.

Nicht ganz nachvollziehen kann man die Erklärung des Herstellers uvex, wie es zum Namen Big 40 gekommen ist:  "misst die ... Scheibe ... der uvex big 40 von der Stirn bis zur Ausbuchtung der Nase satte 40mm". Mit den Fotos unten könnt ihr gerne selbst versuchen, diese Erklärung nachzuvollziehen. Wir konnten es nicht. Auch die Verpackung im uvex Standard Pappkarton und dem einfachen Brillenbeutel fällt für eine Goggle dieser Preisklasse etwas spartanisch aus.

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Lukas Zoegernitz
Uvex Big 40

Testbericht

Die Big 40 passt gerade unter den Helm ohne auf die Nase zu drücken oder den Helm nach hinten zu schieben. Viel Platz ist da aber dann aber auch nicht mehr. Die Form der Brille und des Helms passen sehr gut zusammen. Das Blickfeld überzeugt von Anfang an. Der obere Rahmen ist praktisch nicht zu sehen. Auch nach links und rechts muss man schon angestrengt blicken, um den Rahmen auszumachen. Einzig nach vorne unten, rund um die Nase, sieht man den Rahmen deutlicher. Das auch, weil die Brille mit 35 mm doch recht "dick" ausfällt.

Das Glas erweist sich als durchaus strapazierfähig und zerkratzt nicht schon vom zu viel hinsehen wie das manchmal bei manch anderen verspiegelten Gläsern gefühlt passiert. In fast allen Wetterlagen sieht das verspiegelte Glas (sehr!) gut aus, dank der knalligen Farbe ist man leicht zu finden und bereitet auch seinen Hobbyfotografenfreund_innen mehr Freude als mit Gangster oder Camouflage Style. Das Glas der Big 40 ist bei schönem bis (leicht) bedecktem Wetter hell genug. Bei schlechten Verhältnissen fällt es eher dunkel aus und die Brille ist daher eher nicht die erste Wahl an den Tagen mit starkem Schneefall.

Laut Hersteller sorgt die "supravision" Technologie der Gläser dafür, dass "60 Sekunden Beschlagfreiheit statt den vorgeschriebenen 30 Sekunden" geboten wird. OK, doppelt so lange ist fein. Man merkt auch, dass die Gläser eine Anti Fog Beschichtung besitzen, die funktioniert, aber nicht merklich besser als bei anderen Brillen dieser Preisklasse. Die an beiden Seiten direkt neben dem Rahmen eingearbeitete "Antirutsch-Beschichtung" auf dem Brillenband funktioniert sehr gut und hält die Goggle gut am Helm.

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Fazit

Die Big 40 hat sich im Praxiseinsatz bewährt. Die Qualität entspricht der Preisklasse und es sind bisher keine nennenswerten Abnutzungserscheinungen aufgetreten. Da die Goggle über keine Wechselgläser verfügt, muss man wohl oder übel bei dichtem Schneefall auf eine Zweitbrille zurückgreifen oder 50 € mehr für die Variomatic Variante investieren, deren Gläser sich den Lichtverhältnissen anpassen. An den meisten Tagen des Jahres ist die Big 40 eine gute Schneebrille, die durch das große Sichtfeld und gute Passform zusammen mit einem entsprechenden uvex Helm gut aussieht und keine Wünsche übrig lässt.

Vor- und Nachteile
+ Großes Sichtfeld
+ Design und Verarbeitung
+ Made in Germany
- keine Wechselgläser
- wenig Anpassungsmöglichkeiten an Gesichtformen
- nichts für (mittlere und) kleine Köpfe

Details
UVP: 149,9 €
"Rahmenlose" Konstruktion mit Sichtfeld auf 186°
Glas:
- supravision® Beschichtung gegen Beschlagen
- 100% UVA-, -B, - C Schutz
- sphärisch
- Doppelglas
- zweilagiger Schaumstoff
- mit Velourgummiertes Brillenband

Hier geht es zur Website von UVEX mit weitern Informationen, hier könnt ihr die Hight Tech Variante "Variomatic" der big40 bei unserem Partnershop bergzeit.de kaufen.

Dieses Produkt wurde PowderGuide vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wie Material getestet wird erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

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