Suche

Equipment
Anzeige

Materialtest | Stereo Skis Lynx MK II

Der Ski für "Alles"?

29.11.2016

Die norwegische Firma „Stereoskis“ fokussiert sich, wenn es um’s Thema Skifahren geht nicht nur auf den Winter, sondern stellt neben qualitativ hochwertigen (Alpin-)Ski auch Wasserski her. Hieraus entwickelte sich der Grundgedanke bei Stereoskis „Never stop skiing“. Da wir bekanntermaßen bei PowderGuide weniger mit Skifahren auf dem Wasser zu tun haben, dafür umso lieber im Schnee damit unterwegs sind, haben wir die Möglichkeit bekommen einen (Alpin-)Ski von Stereoskis zu testen.

Die norwegische Firma „Stereoskis“ fokussiert sich, wenn es um’s Thema Skifahren geht nicht nur auf den Winter, sondern stellt neben qualitativ hochwertigen (Alpin-)Ski auch Wasserski her. Hieraus entwickelte sich der Grundgedanke bei Stereoskis „Never stop skiing“. Da wir bekanntermaßen bei PowderGuide weniger mit Skifahren auf dem Wasser zu tun haben, dafür umso lieber im Schnee damit unterwegs sind, haben wir die Möglichkeit bekommen einen (Alpin-)Ski von Stereoskis zu testen.

 Erster Eindruck

Aus der Freeride-Touring Kollektion wurde uns der LYNX MK II in einer Länge von 186cm zur Verfügung gestellt (Die komplette Kollektion ist nach skandinavischen Raubtieren wie z.B. Wolverine, Polar Bear, oder eben Lynx benannt – sehr einfallsreich!). Der LYNX MK 2 besitzt ein schlichtes Design mit braun glänzendem Topsheet und minimalistischer, aber sehr stilvoller Verzierung. Trotz montierter Marker Baron 13 EPF Bindung liegt der Ski nicht allzu schwer in den Händen und überzeugt im ersten Eindruck.

Ich wiege ca. 70 Kilo mit zusätzlichen +- 10 Kilo Ausrüstung bei einer Körpergröße von 173cm. Selber würde ich mich nicht als allzu aggressiven Fahren beschreiben, aber ein Freund vom „Zöpfe flechten" bin ich auch nicht. Gerne gebe ich auch mal Gas und springe über den ein oder anderen Felsvorsprung. Ich hatte die Gelegenheit, den Ski in der vergangenen Saison bei so ziemlich allen möglichen Bedingungen zu testen. Skitouren wurden ebenso unternommen wie reines, liftunterstützes Freeriden oder auch ein paar Pistentage. Mit 186cm fiel der Ski ein bisschen zu lang für mich aus, was aber eigentlich kein großes Problem darstellte.

Anzeige
Anzeige

Testbericht

Unter einem Freeride-Skitourenski stell ich mir Folgendes vor: Einen leichten Ski mit guten Aufstiegseigenschaften, der dennoch sein Hauptaugenmerk auf der Abfahrt hat und bestmögliche Abfahrteigenschaften gewährleistet. Dieses Kriterium wird meiner Meinung nach vom LYNX MK 2 bestens erfüllt. Trotz montierter Marker Baron (Eigengewicht 2,5kg) ist das Setup im Aufstieg mit 4,5kg angenehm leicht (Gewicht Ski: 1,5kg) und selbst nach einem 1500hm Aufstieg freut man sich noch auf die folgende Abfahrt. Mit elliptisch geformtem Rocker an der Nose, zentralem Camber und einem Sidecut von 129-99-118 steht einer rassigen Abfahrt also nichts im Wege. Im frischen Pulverschnee schwimmt der Ski mit den Spitzen angenehm auf und es stellt sich ein schönes Surffeeling ein. Natürlich kommt er im bodenlosen Pulverschnee aufgrund seiner „schmalen" Abmessungen aber auch schnell an seine Grenzen und eignet sich als reine Powderwaffe eher weniger. Sobald man aber nicht bis zur Hüfte im Pulverschnee versinkt und bereits die ein oder andere Spur durch den Schnee gezogen wurde, kann er seine Stärken voll ausspielen: Er pflügt mühelos durch bereits verfahrenen Schnee, flattert nicht und gibt ein gutes Gefühl von Sicherheit in diesen Verhältnissen. Der Kantenhalt auf hartem Schnee, Harsch und der Piste ist ebenfalls sehr gut. Speziell auf der Piste verhält er sich, auch bei höheren Geschwindigkeiten, schön laufruhig. Aufgrund der Länge kam mir der Ski speziell in engen Rinnen und anspruchsvollem Terrain manchmal etwas träge vor und der Richtungswechsel beziehungsweise das Umstellen der Kanten erforderte etwas Übung. Beim Thema Haltbarkeit macht der Ski ebenfalls eine gute Figur. Trotz einiger fragwürdiger Frühjahrsskitouren und Felsklettereien zeigte der Ski wenig Abnutzung auf dem Topsheet und an den Seiten. Der Belag und die Kanten sind schön dick und es zeigten sich kaum Kratzer geschweige denn größere Beschädigungen an diesen.

Fazit

Abfahrtsorientierte Skitourengeher, die nicht gerade nach einem Powderski suchen, wären mit dem LYNX MK 2 bestens bedient! Er macht bei vielen verschiedenen Verhältnissen Spaß und verliert trotz Leichtbauweise und angenehmen Aufstiegseigenschaften nicht an Abfahrtsperformance. Ein wahrer Allroundski also. Und wer dennoch nach einer Powderwaffe sucht: Bei Stereoskis gibt's auch Skier jenseits der 110mm Mittelbreite. Oder für Aufstiegsfetischisten einige Karbon Tourenski.

Vor- & Nachteile

+Relativ leicht (1500g)
+Allround-Ski für fast alle Bedingungen
+Laufruhig
+Hochwertiger & langlebiger Aufbau
-In D/A/CH nur über den Onlinehandel erhältlich (+50€ Versandkosten)

Details:

Längen: 170, 178, 186 cm
Sidecut: 129-99-118, 19,5 Meter Radius
Gewicht: 1500g
UVP: 688,- EUR

Hier geht es zur Webseite von Stereo Skis für weitere Informationen.

Dieses Produkt wurde PG vom Hersteller zum Testen kostenlos zur Verfügung gestellt. PowderGuide Test Statement. 

  • keyboard_arrow_left vorherige
  • nächste keyboard_arrow_right