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Materialtest | Scott Shield Goggle

Großes Sichtfeld und photochromatische Scheibe

22.01.2021

Das besondere an der Scott Shield Skibrille ist die Amplifier-Scheibe, die sich wechselnden Lichtverhältnisses anpasst und laut Hersteller nur die "wichtigen" Wellenlängen durchlässt und weniger nützliche Wellenlängenbereiche blockiert.

Scott Shield Goggle mit amplifier Scheibe Cat.2-4 add_circle
Lorenzo Rieg
Scott Shield Goggle mit amplifier Scheibe Cat.2-4

Das besondere an der Scott Shield Skibrille ist die Amplifier-Scheibe, die sich wechselnden Lichtverhältnisses anpasst und laut Hersteller nur die "wichtigen" Wellenlängen durchlässt und weniger nützliche Wellenlängenbereiche blockiert.

Die Brille

Die Scott Shield Brille ist vom Design her angenehm schlicht gehalten. Die Scheibe hat keinen umlaufenden Rahmen sondern ist nur seitlich sichtbar mit einem Plastikteil am Brillengestell bzw. dem Brillenband befestigt. Das rutschfeste Brillenband ist schwarz-weiß und mit dem üblichen Scott-Logo versehen. Die Brille ist laut Hersteller für mittlere bis große Gesichter geeignet. Die Brille wird mit einem Brillenbeutel geliefert, den man auch zum Putzen der Scheibe verwenden kann.

Die Scheibe

Die Doppelscheibe ist mittels des Scott "Optiview" Prinzips hergestellt. Die Biegung der Scheibe ist so gestaltet, dass Verzerrungen möglichst vermieden werden. Die Scheibe verfügt außerdem über eine Beschichtung, die das Beschlagen der Brille verhindern soll, sowie über die "Amplifier lense technology". Ich teste die Brille mit einer photochromatischen Scheibe, die je nach Lichtbedingungen einer Scheibe der Kategorien 2 bis 4 entspricht. Zitat Hersteller Website: "Die photochromen Pigmente werden mit einer auf Amplifier basierenden Tönung von SCOTT kombiniert, die für hervorragenden Kontrast selbst bei schlechten Lichtverhältnissen sorgt."

Basierend auf der der Beschreibung von Pigmenten, Tönungen, Wellenlängen, etc. und den zahlreichen Grafiken zur Amplifier Technologie auf der Scott Website, erwarte ich von der Brille, dass sie sich rasch an wechselnde Lichtverhältnisse anpasst und stets guten Kontrast bietet.

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Lorenzo Rieg
LH

Testbericht

Das Sichtfeld ist wie versprochen relativ groß verglichen mit anderen Goggle-Modellen, die ich sonst im Einsatz habe. Wenn ich mich bemühe und die Augen verdrehe, sehe ich seitlich den Brillenrand, aber wenn ich normal nach vorn schaue, stört er überhaupt nicht. Das Brillenband tut, was ein Brillenband tun soll, verrutscht nicht am Helm und lässt sich gut in der Länge verstellen. Die Brille passt gut auf mein Gesicht, drückt nicht und funktioniert auch problemlos mit dem Helm, den ich derzeit im Einsatz habe. Ob Goggle, Gesicht und Helm gut zusammen passen, sollte man natürlich vor dem Kauf ausprobieren – meine persönliche Erfahrung hier sagt für andere Nasen- und Helmformen wenig aus.

Ich hatte die Brille bisher an etwa 20 Tagen im Einsatz, bei Skitouren und im Skigebiet, vorwiegend bei sonnigen oder bedeckten Verhältnissen, dank Nordstau auch zwei Mal bei Schneefall und Whiteout. Die Brille ist mir einmal ziemlich angelaufen, nachdem bei einem Sturz im Powder Schnee hinein kam. Das passiert bei allen mir bekannten Brillen und ich nehme ihr das nicht weiter übel.

Heutzutage auch ein Kriterium bei der Skibrillenwahl: Die Brille lässt sich erstaunlich gut und bequem mit einer FFP2 Maske kombinieren und läuft bei mir auch mit der Maske nicht an. Der Schaumstoff an der Nase sitzt auf dem Nasenbügel der FFP2 Maske und schließt gut ab ohne zu drücken.

Die Scheibe tut ihren Dienst bislang gut. Bei abrupten Licht-Schatten-Wechseln dauert es kurz, bis sich das Glas anpasst, was bei allen mir bekannten photochromatischen Brillen der Fall ist. Der kurze Blindflug, wenn man aus der grellen Sonne in den Schatten fährt, bleibt einem also nicht erspart, aber er ist tatsächlich recht kurz. Wenn sich Glas und Augen nach ein paar Sekunden an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnt haben, sind die Kontraste auch im Schatten gut. An sehr hellen Tagen könnte die Brille für meinen Geschmack etwas dunkler sein, allerdings mag ich generell eher dunklere Sonnenbrillen.

Kompatibel mit FFP2 Maske. add_circle
LH
Kompatibel mit FFP2 Maske.

Wie sich die besondere "Übertragungskurve des sichtbaren Lichts" auswirkt, welche die "Übertragung von drei verschiedenen Wellenlängen" optimiert, kann ich nicht einschätzen. Ich habe bisher mit der Brille immer gut gesehen, auch bei wechselnden Lichtverhältnissen. Ob das tatsächlich daran liegt, dass "störende Anteile" des Lichts nicht durchgelassen werden, weiß ich nicht.

Fazit

Bequeme Brille mit großem Sichtfeld und Hightech-Glas. Bisher kaum Probleme mit Beschlagen.

Vor- & Nachteile

+ Großes Sichtfeld

+ Scheibe passt sich den Lichtverhältnissen an

- Für kleinere Gesichter eventuell schlechter geeignet

Details

UVP 99,95

  • Amplifier lens technology
  • NoFog™ anti-fog lens treatment
  • 3-layer molded face foam
  • Extra-wide, no-slip silicone strap

Hier geht es zur Website von Scott mit weiteren Informationen.

Die Goggle wurde PowderGuide vom Hersteller kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt. Wie wir testen erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

 

 

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