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Materialtest | Salomon Quest Pro

Freerideschuh von Salomon im Test

24.01.2016

Wie viele Hersteller hat auch Salomon inzwischen einige Freerideschuhe im Angebot. Wir haben den Salomon Quest Pro 110 für euch getestet.

Tester und Einsatzgebiet

Der Schuh wurde vor allem im Skigebiet als Alpinschuh gefahren, da aufgrund der derzeitigen Schneelage und dem eher warm-feuchten Saisonende letztes Jahr nicht allzu viele Touren möglich waren. Zudem wurde er aber auf ein paar Touren getestet und war zu Saisonbeginn auch im Park im Einsatz. Ich selbst bin 178 Zentimeter groß und wiege etwa 70 Kilogramm. Zusätzlich trage ich noch fünf bis zehn Kilogramm schwere Ausrüstung im Rucksack. Als Skischuh verwende ich normalerweise den Tecnica Cochise 120.

Erster Eindruck:

Der Schuh hat ein schickes Design, wirkt jedoch optisch nicht übertrieben. Auch die Verarbeitung scheint gut zu sein, nur die Tourensohlen sind im Vergleich zu meinem Tecnica und vor allem zu reinen Tourensohlen kaum gummiert. Der Innenschuh ist thermoformbar und macht ebenfalls einen soliden Eindruck. Es gibt Tourensohlen und Alpinsohlen für den Salomon Quest Pro. Die Tourensohlen sind mit Pins für Pin-Bindungen ausgestattet, allerdings handelt es sich dabei nicht um die Dynafit-eigenen Inserts. Außerdem sind sie mit allen WTR-Bindungen kompatibel. Für alle klassischen Alpinbindungen gibt es die dazu passende Alpinsohle.

Praxiseinsatz:

Getestet habe ich den Schuh etwa an zehn Tagen. Im Vergleich zum Tecnica Cochise ist er etwas breiter geschnitten. Er passte mir aber so gut, dass ich ihn nicht extra zum Anpassen in den Ofen stecken musste. Weder beim Laufen noch in der Abfahrt bekam ich Druckstellen oder andere Unannehmlichkeiten. Obwohl der Quest Pro 110 eigentlich nur ein Drei-Schnaller ist, hatte ich einen guten Halt im Schuh. Mir persönlich ist er allerdings ein bisschen zu weich. Der Flex ist ähnlich zu einem Alpinschuh, wie von Freerideschuhen gewohnt.

Die Schnallen lassen sich auch mit Handschuhen noch sehr gut verstellen und schließen - das gilt auch für den Gehmechanismus. Die Rotation im Walkmodus ist wie bei vielen Freerideschuhen eher gering wenn die Schnallen geschlossen sind. Daher empfiehlt es sich, das Band beziehungsweise die vierte Schnalle zu öffnen. Beim Laufen auf steinigem Gelände merkt man den wie bereits vermuteten Unterschied zu richtigen Tourensohlen. Da diese stark gummiert sind oder es sich sogar um Vibram-Sohlen handelt, hat man damit einfach besseren Halt.

 

Fazit:

Der Quest Pro ist ein bequemer Freerideschuh, der sowohl für Pistentage als auch fürs Freeriden und kurze Touren geeignet ist. Für längere Touren dürfte mir persönlich die Schaftrotation im Gehmodus zu gering sein. Zudem ist mir der Flex zu weich. Für alle, die auf der Suche nach einem härteren Schuh sind, ist der Quest Pro 130 eine Alternative.

Vor- und Nachteile:
+bequem

+alltagstauglich/allrounder
- nicht allzu steiff
- sohle nicht allzu griffig 

Informationen:
Fußbreite: 100mm

Schalenhärte: hart, Flex 110
Riede & Hike Technologie+
360° Custom Schale
Backbone Entriegelung
24mm Oversized Pivot
3 Micro Alu-Schnallen für präzise Einstellung und individuellen Verschluss
Innenschuh/Futter: My Custom Fit 3D für Komfort und warme Füße den ganzen Tag
Artikulierter Innenschuh
Innenschuh thermoverformbar
Wasserfeste Dichtmanschette
Schnallen: 3 Micro Alu-Schnallen
Breites 50mm Klettband