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Materialtest | Marker Clark

Leichtgewichtiger Freeski Helm aus dem Hause Marker

27.01.2017

Mit dem Clark bringt Marker einen neuen Helm in der Kategorie Freeride/Freestyle auf den Markt. Überzeugen kann der Helm vor allem durch sein sehr geringes Gewicht und das vielseitige Einsatzgebiet.

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Andreas Gumpinger
Marker Clark

Mit dem Clark bringt Marker einen neuen Helm in der Kategorie Freeride/Freestyle auf den Markt. Überzeugen kann der Helm vor allem durch sein sehr geringes Gewicht und das vielseitige Einsatzgebiet.

Was mir beim Auspacken sofort auffällt, ist das einzigartige Design des Helms. An der Hinterseite ist er matt schwarz, an der Vorderseite glänzend schwarz. So glänzend, dass man fast sein Spiegelbild im Helm sieht. Etwas eigenartig für mich, aber nach kurzer Zeit gewöhnt man sich daran und mit einer verspiegelten Goggle schaut der Helm echt lässig aus! (Es gibt den Helm übrigens in 4 verschiedenen Design-Varianten, 2 davon sind ohne Glanzlackierung).

Ein weiteres bemerkenswertes Detail ist das sehr geringe Gewicht. Mit 395 Gramm (Größe M) zählt der Clark wirklich zu den leichteren Helmen am Markt. Beanie Ready, also ohne Ohrenpads und Liner, spart man sich nochmal rund 70 Gramm. Der Helm ist aber trotzdem sehr solide und die Verarbeitung in jeder Hinsicht top!

Beim Verschluss wird auf ein klassisches Clip verzichtet und es kommt ein, für mich neuer, magnetischer, selbst einrastender Schließmechanismus zum Einsatz. Der Vorteil soll in der Einfachheit der Bedienung liegen und so lässt sich der Helm mit ein bisschen Übung problemlos mit einer Hand öffnen und schließen. Wie das genau funktioniert seht ihr euch aber am besten bei den Fotos an!

Tester & Testbedingungen

Den Helm verwende ich in Größe M. Draußen bin ich vor allem zum Freeriden und Tourengehen, aber auch manchmal auf der Piste unterwegs. Ein Helm sollte für mich also nicht nur sicher sein, sondern neben einer guten Passform und wenig Gewicht auch gut belüftet und „praktisch" sein. Getestet habe ich den Helm ca. 30 Tage lang. Hauptsächlich im liftunterstützten Einsatz, da der Schnee zum Tourengehen ja noch eher zu knapp war. Die Bedingungen reichten dabei von Plusgraden bei Sonnenschein und Frühjahrsfirn bis hin zu weltuntergangsähnlichen Szenen bei -20 Grad und Schneesturm.

Passform & Belüftung

Mit einem kleinen Rädchen an der Hinterseite des Helms lässt sich dieser schnell an den jeweiligen Kopfumfang anpassen. Mit einer guten Einstellung des Kinnriemens sitzt der Helm perfekt am Kopf, sodass nichts wackelt oder rutscht. Zum Tragekomfort kann ich eigentlich nicht viel sagen - durch das geringe Gewicht merkt man ja die meiste Zeit nicht einmal, dass man einen Helm auf hat!

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Andreas Gumpinger
Marker Clark

Ein für mich sehr wichtiger Punkt beim Kauf eines Helms ist die Belüftung, da ich den Helm bei kürzeren Hikes oder in steinschlaggefährdeten Passagen auch mal gern im Aufstieg benutze. Der Marker Clark hätte mich hier im ersten Eindruck definitiv nicht überzeugt. 8 Lüftungsschlitze - verglichen mit meinem alten Smith Variant ist das quasi nichts. Naja, so kann man sich täuschen. Zwar muss man den Helm abnehmen und die dafür vorgesehen Teile im Liner umklappen um die Lüftung vollständig zu öffnen. Dann aber hat man durch ein ausgeklügeltes System ein wirklich angenehmes Klima, nicht zu warm und nicht zu kalt. Auch bei höheren Geschwindigkeiten zieht es nicht unangenehm.

Hohe Vielseitigkeit

Was den Helm meiner Meinung nach neben seinem geringem Gewicht von anderen abhebt, ist seine Wandlungsfähigkeit. Mit ein paar Handgriffen lässt sich der Liner herausnehmen (was auch sehr praktisch zum Waschen ist), die Ohren abnehmen und der Goggle Clip an der Hinterseite demontieren. Aus einem ganz normalen Freeridehelm wird somit in kurzer Zeit ein klassischer Parkhelm. Bei den Ohrenabdeckungen kann man übrigens mit einem kleinem Klettverschluss die Abdeckung öffnen und so Kopfhörer oder ähnliches rein geben.

Niemand ist perfekt, auch nicht der Marker Clark. Der Goggle Clip öffnet nach unten und ist nicht, wie bei manch anderen Modellen, mit einem Druckknopf oder etwas Ähnlichem fixierbar. Es passiert somit hin und wieder, dass das Goggleband unter der Halterung durchrutscht (nach unten). Man verliert die Skibrille deswegen zwar nicht, sie wird aber lockerer. Das ist allerdings wirklich eher als Kleinigkeit einzustufen.
Sonst ist mir noch aufgefallen, dass der Verschluss bei sehr kalten Temperaturen (unter -15°C) und Faceshots gerne mal zu friert und man ein wenig fester drücken muss um ihn auf zu bekommen...

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Fazit

Nachdem meine anfängliche Skepsis wegen des Designs schnell weg war, hat mich der Helm echt überzeugen können. Angenehm zu tragen, leicht, vielseitig einsetzbar und auch noch stylisch. Der Marker Clark mischt bei den aktuellen Modellen definitiv ganz oben mit!

Vor- & Nachteile
+ Gewicht
+ Magnetverschluss
+ Belüftung
- Gogglefixierung

Details
UVP: 119,95
Farben: Schwarz, Rot, Pink, Schwarz mit roten Details
Größen; S, M, L
Gewicht: M: 395g, Beanie-ready 327g

Hier geht es zur Website von Marker mit weiteren Informationen.

Dieses Produkt wurde uns vom Hersteller kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt. Wie wir testen erfahrt ihr im PowderGuide Test-Statement.

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