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Materialtest | Icebreaker Helix LS Zip Hood

Edler Thermal-Layer aus Meriono mit Potential zu Outerlayer

23.02.2016

Icebreaker, der Spezialist für Merinowear aus Neuseeland, erweitert mit dem Helix LS Zip Hood seine Kollektion um einen sportlichen Thermal-Layer, der auch ohne Kapuze (Helix LS Zip) oder als Weste (Helix LS Vest) erhältlich ist. Dabei wurden die von Sportlern geschätzten Eigenschaften von Merinowolle in ein neues Konzept verpackt: Als isolierendes Futter zwischen wasserabweisendem Nylon und hautverträglicher, geruchshemmender Merinowolle dient recycelte Merinowolle. Wie sich dieses Konzept in der Praxis bewährt, haben wir auf Schnee, Sand und Asphalt getestet.

Erster Eindruck

Hält man den Helix LS Zip Hood zum ersten Mal in Händen, fallen einem sofort die edlen Materialien auf. Neben der feinen, wasserabweisenden Außenschicht aus 100% Nylon, überzeugt vor allem das vernähte Futter aus 100% hellgrauer Merinowolle. Das sich sehr angenehm anfühlende Futter ist im Brust- und Rückenbereich in die Jacke eingearbeitet und quadratisch vernäht. Durch diese Nähte kann die isolierende Füllung aus recycelter Merinowolle nicht verrutschen und sorgt für eine gleichmäßige Wärmeleistung. Laut Angaben des Herstellers isoliert die "MerinoLOFT" getaufte Füllung auch vergleichbar gut wie 650er Daune und Primaloft (100gm). Zwischen Merinofutter an der Vorder- und Rückseite sind Stretcheinsätze eingearbeitet, die mehr Bewegungsfreiheit ermöglichen und einen zusätzlichen positiven Effekt haben. Sie sind aus atmungsaktivem Material und sorgen dadurch für eine verbesserte Temperaturregulierung und hohen Tragekomfort.

 

Das Desing der Jacke könnte man als "zeitlos", wenn nicht sogar als "zeitlos elegant" bezeichnen: geradlinig, ohne viel "Schnick Schnack" oder auffällige Designelemente und angenehm dezent in der Farbwahl (außer dem Testmodell in schwarz ist die Helix Zip Hood Jacket auch noch in den Farben grau, dunkelgrün und hellblau verfügbar). Erwähnenswert sind auch die hochwertig ausgeführten Details, wie zum Beispiel der Zip der Innentasche, der Abschluss des Innenfutters zur Kapuze oder der Kinnschutz. Die Passform lehnt sich an das Design an: Klassisch, geradlinig und ohne Überraschungen. Die Länge der gerade geschnittenen Jacke fällt eher kurz aus. Sie reicht ungefähr bis zum Schritt. Größe L passt einem 182 großen Mann gut. Um den Bauch und zum Abschluss an der Hüfte hin ist die Jacke dann etwas weiter als man das von einem sportlichen Thermal-Layer vielleicht erwarten würde. Im Gebrauch fällt das aber nicht negativ auf.

Praxistest

Im Lauf des Test hat sich der Helix Zipp Hood zu einem treuen Begleiter entwickelt. Mehr und mehr habe ich die Jacke nicht nur zum Sport verwendet. Auch im Büro, beim Spaziergang mit der Oma und auf Reisen macht die Jacke einen guten Eindruck. Merinofutter und Stretcheinsätze sorgen nicht nur laut den Produktbeschreibungen für ein angenehmes Tragegefühl. Durch das geringe Gewicht von 600g (gemessene Größe L) und die gute Wärmeregulierung fühlt man sich in der Jacke auch in fast allen Situationen wohl, nur bei sehr kalten Temperaturen stößt die Jacke, im Vergleich zu "klassischen" Daunenjacken, an ihre Grenzen. Am Berg hat sich die Jacke sowohl als Mid Layer unter einer Shell als auch als Outer-Layer bewährt. An warmen Tagen reicht ein Baselayer unter dem Helix LS Zip Hood aus. Auch als Begleiter für Touren ist die Jacke auf Grund des relativ geringen Gewichtes und Packmaßes geeignet. Wenngleich sich hier ein paar Defizite zeigen: Die Außenhülle ist etwas fragil ausgefallen und man möchte damit z.B. nicht an Felsen streifen. Die Kapuze ist nicht Helmtauglich und für die Kapuze und den Bund an der Hüfte gibt es keine Verstellmöglichkeiten (etwas passen sich diese durch ein eingearbeitetes elastisches Band an). Aus diesen Gründen habe ich die Jacke während des Tests vermehrt auch im Alltag benutzt, ohne bei vielen Pisten- und Variantensskitagen auf sie zu verzichten. Besonders beim Biken in der Stadt und auf Reisen hat sich die Helix Zip Hood gut bewährt. Egal ob Fön am Bike in Innsbruck oder eine atlantische Brise während der Flucht vom (hoffentlich nur bis jetzt) miesen Winter 2015/16 auf Fuerteventura, auf den Windschutz konnte ich mich bisher verlassen. Das liegt neben dem windabweisenden Außenmaterial auch an der gefütterten Leiste hinter dem Zip, die Zug durch den Zip verhindert und auch noch eine Isolierung zwischen dem kalten Zip und der Innenseite der Jacke bildet. Etwas nervig ist der häufige Griff ins Leere, wenn man etwas aus der Brusttasche hohlen möchte. Diese liegt nämlich auf der Innenseite und um zu Handy oder Geldtasche zu gelangen, muss man auch den Frontreißverschluss der Jacke öffnen.

 

Fazit

Der Helix LS Zip Hood von Icebreaker ist ein hochqualitativer Thermal-Layer ideal fürs Freeriden und den Pistentag. Er ist zwar nicht die klassische Touren-PrimaLoft oder Daune, aber auch auf einer Tour ist man warm eingepackt und vor Wind geschützt. Dieser Hood ist so bequem und angenehm zu tragen, dass er seit dem Testbeginn zu meinem "immer und überall dabei Kleidungsstück" geworden ist: Egal ob im Powder oder auf Reisen zum selbigem mit dem Helix LS Zip Hood ist Icebreaker ein toller MidLayer gelungen, den man ohne Bedenken auch als Outer-Layer tragen kann.

Vor- & Nachteile

+sehr angenehm zu tragen
+absolut allroundtauglich
-Bund & Kapuze nicht einstellbar

Details

Material:  Hauptteil 100% recyceltes Polyestergewebe, Seiteneinsätze: 255 g/m² Terry, 46% Polyester, 38% Wolle, 16% LYCRA®, Isolierung: MerinoLOFT™ 70 g/m², Futter: 100% Wolle
Slim-fit Passform
Warm, atmungsaktiv, nachhaltig, komfortabel
Beidseitig tragbar
Manschetten und Brusttasche mit Druckknopfverschluss

Hier geht es zur Website des Herstellers mit weiteren Informationen, hier könnt ihr den Helix LS Zip Hood bei unserem Partnershop Bergezeit hier kaufen.

 

Dieses Produkt wurde PG vom Hersteller zum Testen kostenlos zur Verfügung gestellt.