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Materialtest | Black Diamond Evac 7

Solide und große Schaufel, nicht nur für den Ernstfall

23.01.2018

Eine Lawinenschaufel muss für mich zwei wesentliche Kriterien unbedingt erfüllen. Erstens möchte ich ein großes und verwindungssteifes Schaufelblatt aus Metall und zweitens einen ausziehbaren Stil mit D-Griff. Gerade heutzutage, wo selbst bei der Sicherheitsausrüstung gern am Gewicht gespart wird, sind solche Modelle gar nicht mehr so leicht zu finden, weshalb ich bis einschließlich letzter Saison auch etwa 10 Jahre dieselbe Schaufel genutzt habe.

Eine Lawinenschaufel muss für mich zwei wesentliche Kriterien unbedingt erfüllen. Erstens möchte ich ein großes und verwindungssteifes Schaufelblatt aus Metall und zweitens einen ausziehbaren Stil mit D-Griff. Gerade heutzutage, wo selbst bei der Sicherheitsausrüstung gern am Gewicht gespart wird, sind solche Modelle gar nicht mehr so leicht zu finden, weshalb ich bis einschließlich letzter Saison auch etwa 10 Jahre dieselbe Schaufel genutzt habe.

In der aktuellen Saison wurde mein altgedientes Model jedoch durch die Evac 7 von Black Diamond abgelöst, Grund genug meine neue Schaufel in einem Testbericht vorzustellen!

Erster Eindruck

„Oh, die ist aber echt groß“ werde wohl nicht nur ich mir beim Auspacken der Evac 7 gedacht haben. Das rechteckige Schaufelblatt ist wirklich nochmal eine ganze Ecke größer als das meiner bisherigen Schaufel, ein merklich größeres wird wohl keine typische Lawinenschaufel zu bieten haben, schlicht und einfach da sie sonst nichtmehr rucksacktauglich wäre. Der Griff sieht ebenfalls solide aus und lässt sich schön lang ausziehen. Dank des gebogenen Endes des Griffs verfügt die Evac 7 auch über eine Hackfunktion. Natürlich sind auch Löcher für das bauen eines Notschlittens im Schaufelblatt vorhanden.

Es gibt die Schaufel von Black Diamond auch mit einem noch größeren Schaufelblatt und minimal längerem Griff. In dieser Version heisst sie Evac 9 und ist wirklich dediziert für den professionellen Einsatz entwickelt worden. Das um nochmals 30% größere Schaufelblatt bekommt man auch wirklich schwer in einen üblichen Freeride-Rucksack.

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Testbericht

Seit Anfang der Saison befindet sich die Schaufel jetzt in meinem Besitz und damit vor allem in meinem Rucksack. Glücklicherweise habe ich sie noch nicht im Ernstfall einsetzen müssen, allerdings habe ich schonmal testweise im schweren und harten Altschnee am Skigebietsparkplatz herumgegraben und auch schon das ein oder andere Schneeprofil mit der Schaufel erstellt.

Gleich zu beginn möchte ich anmerken, dass man darauf achten sollte, ob man das Schaufelblatt bequem in seinen Rucksack bekommt. Aus unerfindlichen Gründen sind die Fächer für Sicherheitsequipment an viele Rucksäcken sehr knapp ausgeführt und die Evac 7 braucht eben einiges an Platz. Während sich der Stil trotz der etwas unförmigen Aufbiegung am unteren Ende gut in all meinen Rucksäcken verstauen lässt (bei Schaufeln mit D-Griff beileibe keine Selbstverständlichkeit!), sieht es beim Schaufelblatt schon anders aus. In die Evoc Patrol Rucksäcke oder den Arc’teryx Quintic passt es problemlos hinein, bei meinem älteren Arc’teryx Khamski muss ich schon sehr genau packen und beim kleinen Arc’teryx Voltair 20 passt das Schaufelblatt nicht in das Sicherheitsfach. Abgesehen von diesen etwaigen Problemen verhält sich die Schaufel im Rucksack unauffällig. Es gibt mit Sicherheit leichtere Modelle, allerdings zähle ich keine Grämmlein (schon garnicht bei sicherheitsrelevanten Teilen) und wirklich schwer ist die Schaufel nicht.

Im Einsatz zeigt sich wie erwartet ein hohes Schaufelvermögen. Dank D-Griff und großem, verwindungssteifen Schaufelblatt werden auch größere Schneemengen schnell bewegt. Das Große Blatt wirkt sich gerade bei weicherem und verhältnismäßig leichtem Schnee natürlich sehr positiv aus, bei härterem Schnee ist dann die Fitness des Schaufelnden zusätzlich wichtig, eine anständige Schaufel ersetzt Power alleine aber natürlich nicht. Die Hackfunktion ist ebenfalls nützlich, wobei ich selbst sie eher selten nutze.

Fazit

Tolle Schaufel, mit der man für alle Fälle gut gerüstet ist. Sei es beim Iglu-Bau, beim Graben von Schneeprofilen oder als Allrad des kleinen Mannes, die Evac 7 lässt einen sicherlich nicht so schnell im Stich. Und irgendwie auch ein gutes Gefühl für den (hoffentlich nie eintretenden) Fall eines Lawinenabgangs.

Vor- und Nachteile

+Großes, solides Schaufelblatt aus Metall
+Langer Stil mit D-Griff
-Großes Packmaß

Informationen

UVP: €75.-

Kompakter Teleskopschaft und strapazierfähiges, eloxiertes Schaufelblatt.
Die Schaufel kann einfach zur Hacke umgebaut werden, um bei einer Ausgrabung Schnee schneller entfernen zu können.Mit einer Säge als Winterzubehör kompatibel (separat erhältlich) die am Schaft befestigt werden kann, um Holz zu sägen oder Personen aus Tree Wells (gefährliche Flächen mit losem Schnee unter Bäumen) zu befreien.
Kompakter D-Griff mit bequemen Dual-Densitiy-Griff.
Die Evac 9 hat ein grössers Schaufelblatt für den professionellen Einsatz.

Hier geht’s zur Website von Black Diamond mit weiteren Informationen. Hier könnt ihr die Schaufel bei unserem Partnershop Bergzeit.de bestellen.

Die Evac 7 wurde PowderGuide kostenfrei zum testen zur Verfügung gestellt. Wie wir testen erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

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