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Materialtest | Barryvox Element

Das neue LVS-Gerät von Mammut im Test

27.02.2012

Das Barryvox Element ist das neue Einsteigergerät von Mammuts Barryvox-Serie und damit sozusagen der kleine Bruder des Barryvox Pulse. PowderGuide-Japan-Korrespondent Patrick Fux hat das LVS-Gerät zwischen Nordamerika, den Schweizer Alpen und tiefem Japanischen Powder in der Praxis getestet.

Das Barryvox Element ist das neue Einsteigergerät von Mammuts Barryvox-Serie und damit sozusagen der kleine Bruder des Barryvox Pulse. PowderGuide-Japan-Korrespondent Patrick Fux hat das LVS-Gerät zwischen Nordamerika, den Schweizer Alpen und tiefem Japanischen Powder in der Praxis getestet.

Features

Mit einem Gesamtgewicht von 315 Gramm inklusive Tragesystem und Batterie ist das Barryvox Element gleich schwer wie etwa das 3+ von Ortovox. Die Verarbeitung ist sehr gut und die Haltevorrichtung einfach anzuwenden. Die unverbindliche Preisempfelung für das Barryvox Element liegt bei 290 Euro, bei diversen Onlineshops ist das Gerät ab ca. 250 Euro erhältlich.

Die Batterielaufzeit wird mit 200 Stunden angeben. Im Eigentest mit unterschiedlichsten Bedingungen war nach 170 Stunden die Anzeige auf 50% gefallen, ist dann jedoch dort bis ca. 250 Betriebsstunden geblieben. Viel Zeit um neue Batterien einzusetzen. Bei 20% Restbatterieanzeige schaltet das Gerät ab. Bei mir erfolgt dies nach ca. 330 Stunden.

Die Gruppen-Test-Funktion, um fehlerhafte Geräte aufzuspüren, funktioniert gut. Dieses sinnvolle Feature wird inzwischen von verschiedenen Hersteller angeboten.

Das Barryvox Element im Feldversuch

Im Feldversuche empfand ich den ersten Suchvorgang als sehr schell und präzise. Die Anzeige ist unmissverständlich und schnell. Auch wenn das Gerät mal eine Nacht im minus 20 Grad C kalten Auto verbracht hat ist die Anzeige nach wie vor sehr gut und damit haben ja die einen oder anderen Mitbewerber schon mal etwas Mühe. Die Anzeige im Bereich der Feinsuche ist ebenfalls sehr genau und klar. Die akustische Unterstützung ist mir gelegentlich etwas sehr laut vorgekommen, besonders wenn man das Gerät öfters zu Übungszwecken nutzt. Das positionieren des Lautsprechers kann ich auch bei diesem Geräte nicht nachvollziehen. Wie auch beim Ortovox 3+ wird der Lautsprecher mit dem Handschuh möglicherweise unbeabsichtigt zugedeckt und verstummt damit fast ganz. Warum nicht oberhalb der Anzeige?

Tests, die die Verschüttung von mehreren Personen simulierten, konnte das Gerät ebenfalls überzeugend lösen. Sobald der erste Verschüttete gefunden wurde, muss man lediglich die Markiertaste drücken und schon kann man sich auf den nächsten Verschütteten konzentrieren. Die Distanz zwischen beiden Verschütteten lag bei etwa 7 Metern beim ersten Versuch und wurde dann noch mit 2 Meter Distanz wiederholt ohne einen Unterschied festzustellen. Was mir gefehlt hat, war die Möglichkeit, eine versehentlich gedrückte Markierung einer Mehrfach-Verschüttung wieder rückgängig zu machen, ohne das Gerät kurz auszuschalten. Laut Illari Dammert, dem zuständigen Produktmanager von Mammut für das Barryvox, wurde diese Funktion beim Barryvox Element weggelassen, um die Anwenderfreundlichkeit zu verbessern bzw. um die Menuführung zu vereinfachen.

Mögliche Verschüttung durch Nachlawinen

Dieses Problem hat der Hersteller super einfach gelöst. Wird der Suchende durch eine Nachlawine verschüttet, schaltet das Geräte nach acht Minuten ohne Bewegung zurück auf Senden. Persönlich finde ich acht Minuten sehr lange. Andere Hersteller tun dies nach zwei Minuten, was wiederum sehr kurz ist. Aber das bleibt wohl eine Ansichtssache.

Erstsignalempfang / Grobsuche

Ab ca. 40-50 m kann meist das Erstsignal empfangen werden, was dem Standart aktuellen LVS Geräte entspricht. Wer mehr wünscht kann auf das Barryvox Pulse ausweichen und dort im Expert-Modus auf Analog umschalten und Reichweiten bis maximal 90 m erreichen.

Positives

+ Einfache Bedienung
+ Einfache Suche auch für weniger geübte
+ Günstiger als das Pulse und trotzdem alle nötigen Funktionen vorhanden. 

Negatives

- Im Gegensatz zum Barryvox Pulse ist das Display nicht beleuchtet. (Natürlich sollten wir bei Dämmerung schon auf dem Nachhauseweg oder der Aprés-Ski-Bar sein, aber eine Irrfahrt durch den Nebel wie sie uns vor ein paar Jahren passiert ist und damit die Ankunft erst in totaler Dunkelheit sollten Grund genug sein, diese Kleinigkeit auch beim kleinen Bruder des Pulse einzubauen.)

Features im Detail

  • Digitales 3-Antennen-Gerät
  • Intuitive und einfache Benutzerführung
  • Eintastenbedienung
  • 3 Antennen zur problemlosen Feinortung im Nahbereich und bei großen Verschüttungstiefen
  • Markieren von gefundenen Verschütteten
  • Übersicht über Distanz, Richtung sowie die Anzahl der Verschütteten
  • Signalanalyse und Signaltrennung bei mehreren Verschütteten
  • Intelligenter Gruppentest
  • Software-Update der Firmware ist bei Bedarf möglich.

Preis (UVP): 290.- Euro

Fazit

Ein gelungenes Gerät mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis und nur sehr wenig Verbesserungspotential.

Zur Herstellerseite

Großangeleger Praxistest in der Schweiz

Im Januar wurden in der TV-Sendung Kassensturz die Resultate eines umfassenden Tests ausgestrahlt. Dabei wurden fünf aktuelle Geräte intensiv getestet: Pieps DPS, Arva Axis, Barryvox Element, BCA Tracker 2 und Ortovox 3+. Die Geräte haben in diesem Test sehr unterschiedliche Ergebnisse erreicht. Insbesondere bei der Lösung einer Mehrfachverschüttung kamen die Kontrahenten zum Teil an die Grenzen ihrer Möglichen. Testsieger war dabei das Mammut Barryvox Element das in allen Bereichten voll überzeugt hat. Zum Test

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