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Materialtest | Arc'teryx Sabre AR Jacke

Der robuste Alleskönner von Arc’teryx im Test

21.11.2019

Die kanadische Hersteller Arc’teryx überzeugt nun bereits seit vielen Jahren auch den europäischen Markt mit qualitätsvollem Outdoorequipment, das unter anderem durch hochwertige Materialien und exzellente Verarbeitung glänzt. Mit der Weiterentwicklung der Sabre Jacket liefern die sympathischen Kanadiern einmal mehr einen Alleskönner mit „one for all“-Potential. Wir haben die Jacke vergangene Saison ausgiebig für euch getestet.

Die helmtaugliche Kapuze unter Realbedingungen add_circle
Adi Seitz
AS
Die helmtaugliche Kapuze unter Realbedingungen

Die kanadische Hersteller Arc’teryx überzeugt nun bereits seit vielen Jahren auch den europäischen Markt mit qualitätsvollem Outdoorequipment, das unter anderem durch hochwertige Materialien und exzellente Verarbeitung glänzt. Mit der Weiterentwicklung der Sabre Jacket liefern die sympathischen Kanadiern einmal mehr einen Alleskönner mit „one for all“-Potential. Wir haben die Jacke vergangene Saison ausgiebig für euch getestet.

Erster Eindruck

Ich habe die Jacke in der Farbe „Yugen“ zum Testen bekommen. Die Farbe gefällt mir gut, ist aber etwas heller, als auf den Produktbildern von Arc’teryx dargestellt. Sie tendiert eher zu einem dunklen Türkis und passt perfekt zu verschiedenen Styles. Der Schnitt der Jacke ist etwas lässiger und weiter, was mir ebenfalls gut gefällt.

Die Jacke ist innen mit einem aufgerauten Flanellfutter ausgestattet, welches dafür sorgt, dass sich die Jacke vergleichsweise etwas fester bzw. steifer anfühlt. Der (typische) haptische Eindruck einer reinen Hardshell ist meiner Meinung nach etwas angenehmer, jedoch punktet die Sabre AR Jacke durch das zusätzliche Flanellfutter mit einer dünnen, wärmenden Schicht, welche selbst direkt auf der Haut noch recht angenehm ist. So ermöglicht dieses Futter beispielsweise das direkte Tragen der Jacke auf einem T-Shirt oder kurzärmligen Baselayers. Das dreilagige Gore-Tex Laminat sorgt für umfassenden Wetterschutz, der etwas längere, vorgeformte Schnitt soll maximale Bewegungsfreiheit garantieren und ermöglicht das Tragen verschiedener Zwischenschichten. Die Kapuze ist selbstverständlich helmtauglich geschnitten und lässt sich leicht durch einen integrierten Gummizug in der Weite verstellen. Ein fest eingearbeiteter Schneefang mit „Slide n Loc“- Befestigung ermöglicht das Verbinden von kompatiblen (Arc’terxy) Hosen mit der Jacke.

Zum Verstauen diverser Kleinigkeiten wie Schlüssel, Handy, Müsliriegel, Skigebietskarte (und Flachmann) bietet die Jacke zwei seitliche Eingrifftaschen, eine innenliegende Brusttasche und eine Netztasche, ebenfalls im Brustbereich.

Die Bündchen, Klett- und Reißverschlüsse machen auf den ersten Blick einen hochwertigen Eindruck und funktionieren problemlos. Davon abgesehen ist die Jacke relativ schlicht, einfarbig gehalten und sieht lässig aus.

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Die verschiedenen Farben add_circle
Arc'teryx Sabre AR
Die verschiedenen Farben

Tester und Testbedingungen

Ich bin 1,73 Meter groß und wiege ca. 70 Kilo. In der Regel ist die Kleidergröße M ein typischer "no-brainer" für mich. Der Schnitt der Kanadier fällt im Vergleich zu europäischen Marken meistens etwas größer aus, so dass mir die Größe M bei dieser Jacke gut passt und ich noch genug zusätzliche Schichten als Base- und Midlayer darunter anziehen kann. Meist war dies in Form von Merinounterwäsche und dünnem Midlayers der Fall. Auf Skitour trage ich die Hardshell meist nur bei der Abfahrt oder an wirklich kalten, ungemütlichen Tagen im Aufstieg. Selbst bei sehr kalten Temperaturen wärmte mich die Jacke zuverlässig und sorgte mit den Belüftungsmöglichkeiten auch bei wärmeren Temperarturen für ein angenehmes Tragegefühl. Getestet wurde die Jacke letzte Saison sowohl beim Freeriden und Pistefahren im Skigebiet, als auch auf Skitour bei verschiedensten Bedingungen in Tirol.

Testbericht

Der erste Eindruck der Jacke bestätigt sich direkt beim Anziehen: Das aufgeraute, weiche Flanellfutter ist selbst direkt auf der Haut angenehm zu tragen und aufgrund des etwas festeren Materials „fühlt“ man förmlich die Robustheit der Jacke. Selbst nach zahlreichen Tagen intensivster Nutzung im Schnee, Fels und Eis zeigt sie keinerlei Abnutzungen. Das robuste Gore Tex Pro Laminat steckt auch Felskontakt relativ problemlos weg und sieht nach einem Waschgang in der Waschmaschine wieder neuwertig aus.

Die Anordnung der Taschen erfüllt ihren Zweck und ermöglicht auch mit Rucksack das Benutzen der seitlichen Einschubtaschen. Die Netztasche im Inneren kam bei mir nur sehr selten zum Einsatz, diese eignet sich beispielsweise perfekt, um eine Landkarte oder ähnliches zu verstauen und schnell griffbereit zu haben. Ein kleiner Kritikpunkt hinsichtlich der Taschen fiel mir nach ein paar Tagen in verschiedenen Skigebieten auf: Die Tasche für das Liftticket befindet sich fast auf Schulterhöhe am Oberarm, sodass es in vielen Skigebieten nötig ist, etwas in die Knie zu gehen, damit das Ticket vom Automaten gescannt werden kann.

Die Reißverschlüsse laufen alle recht flüssig und lassen sich auch mit Skihandschuhen gut öffnen und schließen. Die extra große Belüftungsöffnung unter den Achseln gefällt mir sehr gut, da diese eine ausreichende Belüftung bei wärmeren Temperaturen oder auf Skitouren gewährleistet. Als reine Skitourenjacke bzw. Frühjahrsjacke würde ich die Sabre AR jedoch nicht empfehlen, da sie aufgrund des wärmenden Futters bei Plusgraden schnell etwas zu warm wird. Zum Variantenfahren im Skigebiet bzw. Skitouren im Hochwinter eignet sie sich allerdings bestens.

Da ich den Schneefang meiner Jacke so gut wie nie schließe, wurde dieser kaum von mir benutzt. Hier wäre mir ein abtrennbarer Schneefang lieber gewesen, da er jedoch kaum aufträgt, wenn man ihn nicht schließt, stört er auch nicht wirklich. An den Tagen, an denen ich ihn verwendete, verrutschte er kaum und verhinderte zuverlässig das ungewollte Eindringen von Schnee. Auch nach ein paar (ungewollten) Umdrehungen im Tiefschnee hatte ich keinen Schnee unter der Jacke.

Die Gummizüge zum Verstellen der Kapuze und der Weite der Jacke lassen sich gut mit Handschuhe bedienen und funktionieren einwandfrei. Die helmtaugliche Kapuze ist in der Tat großzügig geschnitten und erlaubt das Tragen über dem Helm. Ohne Helm hingegen fühlt sie sich trotz Anpassungsmöglichkeit etwas klobig und unförmig an. Dieses Gefühl empfinde ich jedoch bei fast allen meiner Skijacken mit helmtauglicher Kapuze und das ist somit nicht unbedingt auf die Sabre AR zu schieben.

Der Ärmelabschluss lässt sich durch den Klettverschluss in der Weite einstellen und ermöglicht ein bündiges Abschließen sowohl unter als auch über den Handschuhen. Der Klettverschluss fängt auch nach intensivem Gebrauch noch nicht an, auszufransen und schließt zuverlässig.

Belüftungsmöglichkeit unter den Armen add_circle
Arc'teryx Sabre AR
Belüftungsmöglichkeit unter den Armen
Fazit

Die selbsternannte Big Mountain Jacke macht beim Freeriden und auf winterlichen Touren eine sehr gute Figur. Der etwas längere Schnitt, das robuste Material und das weiche Flannelfutter sorgen für uneingeschränkten Schutz gegen Schnee, Kälte und Nässe. Lediglich der nicht abnehmbare Schneefang und die eingeschränkte Einsatzmöglichkeit bei warmen Temperaturen sind zwei kleine subjektive Kritikpunkte dieser Jacke. Mit dem richtigen (dünnen) Baselayer ist es jedoch ohne Probleme möglich, die Jacke fast den kompletten Winter zum Skifahren und Tourengehen zu tragen. Bei warmen Frühjahrstouren ist eine Softshelljacke meist eh die bessere Wahl. Die Sabre AR hat sich bei mir zu einer klassischen "one for all" Jacke entwickelt und ist zu einem treuen Begleiter geworden. Wer damit leben kann, im Mai/Juni mit einer Softshelljacke auf Skitour zu gehen, ist mit dieser Jacke bestens bedient.

Vor- & Nachteile

+  sehr robust

+  hochwertige Verarbeitung

+  angenehmer Tragekomfort durch Flanellfutter

+- helmtaugliche Kapuze

 -  an sehr warmen Tagen auf Skitour ungeeignet


Details (lt. Arc’teryx)
  •     Wasserdicht
  •     Winddicht
  •     Atmungsaktiv
  •     Robust

Konstruktion

  •     Weiches, sanft angerautes Futter für angenehme Wärme
  •     Vollständig getapte Nähte für absolute Wasserdichtigkeit
  •     Die dreilagige Konstruktion aus GORE-TEX sorgt für umfassenden Wetterschutz

Design & Passform

  •     Der Sportschnitt bietet Bewegungsfreiheit und Platz für mehrere Bekleidungsschichten

Schnittführung

  •     Vorgeformter Schnitt für maximale Bewegungsfreiheit
  •     Zwickel unter den Armen

Kapuzentypen

  •     Helmtaugliche Storm Hood™-Kapuze

Reissverschlußtypen

  •     WaterTight™-Außenreißverschlüsse
  •     WaterTight™ VisIon-Front-Reißverschluß
  •     WaterTight™-Achselreißverschlüsse

Manschetten & Ärmelkonstruktion

  •     Laminierte Klettverschlüsse am Bündchen verfangen sich nicht und reißen nicht aus

Saumtypen

  •     Leicht verlängerter Saum

Taschenausstattung

  •     Laminierte RV-Brusttasche auf der Innenseite
  •     Zwei Eingrifftaschen
  •     Ärmeltasche mit Reißverschluss
  •     Eine innenliegende Stautasche aus Netzmaterial
  •     Hinweis: Unsere WaterTight™-Reißverschlüsse sind zwar in hohem Maße wasserabweisend, aber nicht wasserdicht. Wir raten davon ab, Gegenstände in den Taschen zu tragen, die durch Feuchtigkeit beschädigt werden können.

Snowsports-Details

  •     Recco®-Reflektor
  •     Slide ‘n Loc™-Befestigung ist mit kompatiblen Hosen kombinierbar
  •     Schneefang mit Stretch-Blende und Haftbandabschluss

 

Hier geht es zur Website von Arc'teryx mit weiteren Infos.

Dieses Produkt wurde PowderGuide vom Hersteller zum Testen zur Verfügung gestellt. Wie wir testen, steht in unserem Test-Statement.

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