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Materialtest | Arc'teryx Nuclei Jacket

Super kompakter, alltagstauglicher und leichter Midlayer

10.01.2014

Als ich die Jacke zum ersten Mal in den Händen hielt, ist mir sofort das extrem sehr niedrige Gewicht aufgefallen. Dementsprechend war ich bezüglich der Funktion der Jacke anfangs eher skeptisch. Ich kann es bereits vorwegnehmen: meine Bedenken wurden im Praxistest (ca. vier Wochen) mehr als wiederlegt.

Wie einleitend beschrieben war mein erster Eindruck vor allem geprägt durch das niedrige Gewicht (ca. 300 Gramm, Größe L, ich bin 1,86 m und 85 kg schwer) und der damit verbundenen Skepsis über Haltbarkeit und Wärmeeigenschaften. Beim Erstkontakt erweckt die Jacke eher den Anschein einer Papiertüte als einer seriös wärmenden Jacke. Dieses Gefühl ist allerdings nach der ersten Anprobe verschwunden. Die Nuclei hat einen guten, eher körperbetonten Schnitt durch den sich wenig unnötiger Raum bildet, der die Wärmeeigenschaft mindert. Kurz gesagt sie trägt sich super angenehm. Ich habe sie anfangs vor allem als Midlayer getragen, wenn ich zur Arbeit mit dem Fahrrad gefahren bin (ca.30 Minuten), bei jedem Wetter (bis -20 Grad) hält sie angenehm warm und transportiert die Feuchtigkeit gut nach außen. Diese positiven Eigenschaften kann ich auch jetzt nach der einen oder anderen Skitour nur bestätigen. Auch von der „Geruchsentwicklung“ durch schwitzen bin ich von der Kunstfaser sehr positiv überrascht, denn hier war ich auf Grund schlechter Erfahrung bei meiner Primaloft Jacke eher skeptisch.

Das Obermaterial und Futter sind aus strapazierfähigem AireticaRipStop Nylon (winddicht, wasserabweisend), die Isolierung ist Coreloft, ein wenig mehr im Rumpfbereich (80 g/m²) als in den Ärmeln und Seiteneinsätzen (60 g/m²). Coreloft ist im Gegensatz zu einer Daunenfüllung weniger Nässe-empfindlich und trägt nicht so dick auf. Die  „Bauschkraft“ ist allerdings im Vergleich zur Menge des verwendeten Materials enorm. An den Ärmelbündchen sind elastischen Einsätze, die nicht zu eng sind, aber dennoch vor kalter Zugluft schützen (zum Beispiel beim Fahrradfahren). In den mitgelieferten Packsack lässt sich die Nuclei schnell und kompakt verstauen. Die Kapuze ist Helmtauglich, hat allerdings keine Verstellmöglichkeit und kann somit das Sichtfeld einschränken.

Fazit

Obwohl ich die Jacke wohl eher zum Skitouren verwenden werde, ist sie auf Grund des geringen Gewichts und des extrem kleinen Packmaßes ein perfekter Begleiter bei jeder Art von Bergsport, im Sommer wie im Winter. Ob an einem Skitourengipfel oder an einem Standplatz bei Mehrseillängen, die Nuclei ist gedacht für die „schnelle Wärme“ zwischendurch, als Midlayer, oder durchaus auch als Alltagsjacke (wobei die Regentauglichkeit eher eingeschränkt ist). Der Preis ist mit ca. 220,-- EUR nicht gerade ein Schnäppchen und weniger etwas für den schmalen Geldbeutel, aber wenn sie sich die Stärken im Dauertest bestätigen, durchaus eine Investition wert.

Jedenfalls ist Arcteryx mit der Nuclei ein super kompakter, alltagstauglicher und leichter Midlayer gelungen, der bereits jetzt schon mein stetiger Begleiter geworden ist.

 

Vor- & Nachteile

+ Geringes Gewicht
+ Super Wärmeeigenschaften
+ Kleines Packmaß
+ Alltagstauglich
- Hoher Anschaffungspreis
- Kapuze kann die Sicht behindern

Details

Mikronahttechnologie (1,6 mm Nahtzugabe) spart Gewicht und sorgt für geschmeidige Nähte
Anatomische Passform für optimale Bewegungsfreiheit durch vorgeformte Ellenbogen und Unterarm-Zwickel
Gefütterte Kapuze passt unter den Helm
Durchgehender Frontreißverschluss mit Kinnschutz und Windleiste
Verstellbarer Saum mit Kordelzug
Innen liegende Stautasche mit Befestigungsclip
Zwei Eingrifftaschen mit verdeckten Reißverschlüssen
Inklusive Kleinteilsack mit Kordelzugverschluss
In vier verschiedenen Farben erhältlich!

Zur Website des Herstellers mit weiteren Produktinformationen...

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