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Materialtest | Arc'teryx Alpha SK 32

Minimalistischer und robuster Wintersportrucksack

31.10.2018

Mit dem Alpha SK 32 bringt Arc’teryx dieses Saison einen brandneuen Wintersportrucksack heraus, der durch schlichtes Design, leichtes Gewicht und das extrem robuste AC² Material punkten möchte. Wie sich der Alpha SK 32 beim Tourengehen und im Skigebiet schlägt, konnten wir bereits für euch testen.

Der ungewöhnliche Deckel mit Schnellverschluss dient auch als Helmhalterung add_circle
Lea Hartl
Lorenzo Rieg
terrainWipptal
Der ungewöhnliche Deckel mit Schnellverschluss dient auch als Helmhalterung

Mit dem Alpha SK 32 bringt Arc’teryx dieses Saison einen brandneuen Wintersportrucksack heraus, der durch schlichtes Design, leichtes Gewicht und das extrem robuste AC² Material punkten möchte. Wie sich der Alpha SK 32 beim Tourengehen und im Skigebiet schlägt, konnten wir bereits für euch testen.

Erster Eindruck

Am Alpha SK 32 fällt neben dem robusten und wasserdichten AC² Material gleich die kompakte Form und das wirklich geringe Gewicht auf: Da passen 32l rein? Auch die Ski- und Snowboardhalterung sticht schnell als ungewöhnlich ins Auge. Da der Rucksack über praktisch keine Straps und Schnallen verfügt, werden abnehmbare Straps durch angenähte Ösen gefädelt und als Halterung verwendet. Ski können so diagonal oder seitlich befestigt werden, wobei in letzterem Fall zwei zusätzliche Skistraps benötigt werden (es sind nur zwei im Lieferumfang enthalten). Snowboards können vertikal transportiert werden, allerdings sind auch hier entweder zwei besonders lange Straps oder zwei gewöhnliche, die zusammengehängt werden, nötig. Eine Schlaufe zur Befestigung des Pickels sucht man vergeblich.

Zwei Riemen mit Metallschnallen verschließen den Rucksack von oben auf etwas ungewohnte Art, erlauben aber auch beispielsweise den Helm, ein Seil oder ähnliches zuverlässig zu befestigen. Das Hauptfach ist zudem mit einem Kordelzug verschließbar und auch über einen großen Seitenreißverschluss direkt zugänglich. Neben dem Hauptfach verfügt der Rucksack über ein geräumiges Fach für die Notfallausrüstung, in dem sich beispielsweise auch Felle gut unterbringen lassen. Dieses ist über die Hauptöffnung des Rucksacks sehr schnell zugänglich. Ein kleines Wertsachenfach befindet sich außen am Rucksack und ist somit ebenfalls schnell zugänglich. Dank dem wasserdichten Material und Reißverschluss muss man sich über nasse Wertgegenstände hier keine Gedanken machen.

Das Tragesystem des Rucksacks ist minimalistisch aber zweckmäßig. Träger, verstellbarer Brustgurt und ungepolsterte breite Riemen als Hüftgurt passen zum minimalistischen Bild des Rucksacks und helfen beim Gewicht sparen.

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Lea Hartl
Lorenzo Rieg
terrainWipptal

Tester und Testbedingungen

Ich bin 184cm groß und der Rucksack passt sehr gut. Ich habe ihn im vergangenen Winter von Februar bis April vor allem auf Skitouren getestet, aber er war auch den ein oder anderen Tag im Skigebiet im Einsatz.

Testbericht

Obwohl der Rucksack sehr kompakt ist, genügt das Packvolumen auch für materialintensive Tagestouren. Neben dem üblichen Kleinkram habe ich auch eine Spiegelreflexkamera mit zwei großen Objektiven problemlos in den Rucksack packen können. Es ist dann auch immer noch Platz für ein extra Shirt, die warme Daunenjacke oder die Steigeisen. Etwas knapp wird es allerdings bei Skihochtouren. Neben der Tatsache, dass ein Pickel nur als Bastellösung mit den Skistraps befestigt werden kann, wird der Platz gerade im Aufstieg, wenn neben der üblichen Skitourenausrüstung auch Steigeisen, ein Großteil der Bekleidung, Helm sowie ggf. Seil und Gurt zu verstauen sind, doch knapp. Durch die wenig ausgeprägten Möglichkeiten zur Materialbefestigung außen am Rucksack kann er auch schlecht „überladen“ werden. Dadurch empfehle ich ihn vor allem für den „normalen“ Gebrauch auf Skitouren und beim Freeriden. Auch das Tragesystem ist nicht auf allzu große Lasten ausgelegt, für den schwerpunktmäßigen Einsatzzweck des Rucksacks allerdings leicht ausreichend. Bezüglich des ungepolsterten Hüftgurtes hatte ich eingangs etwas Bedenken, in der Praxis ist dieser aber selbst für den vollgepackten Rucksack leicht ausreichend. Durch die gepolsterten Schultergurte und die steife Rückenplatte wird das Gewicht nicht nur gut verteilt, sondern der Rucksack sitzt auch in jeder Situation nahe am Körper, was gerade bei der Abfahrt oder bei Sprüngen wirklich top ist.

Gut gefällt mir auch wie „aufgeräumt“ der Rucksack außen ist. Entfernt man die Straps, so hängt wirklich nichts herum und der Alpha SK wirkt eher wie ein Business-Rucksack als ein Outdoor-Modell. So kann man ihn beispielsweise auch sehr gut im Sessellift anlassen, da der Rucksack durch die schmale Form kaum aufträgt. Möchte man Ski, ein Snowboard oder etwas anderes befestigen, braucht man die Straps natürlich. Die Befestigung funktioniert gut und geht dank der Straps auch sehr schnell, allerdings sitzen die Ski minimal wackliger am Rucksack als bei anderen Befestigungssystemen, was ich darauf zurückführe, dass die Straps eben rundherum laufen und dadurch teilweise ein gewisser Abstand zwischen Ski und Rucksack entsteht. Ich habe mir angewöhnt, die Straps bei Nichtgebrauch im Fach für die Notfallausrüstung zu verstauen, leer öffnen sie sich nämlich auf Dauer und hängen dann relativ lose am Rucksack herum.

Der Zugriff auf das Hauptfach über den Deckel funktioniert gut, auch mit Handschuhen. Im normalen Gebrauch habe ich aber so gut wie immer den Seitenreißverschluss verwendet, da ich damit auch auf weiter unten im Rucksack verpackte Gegenstände (bei mir vor allem die Kamera) schnell und einfach zugreifen kann. Aber auch der Deckel lässt sich schnell und einfach öffnen.

Beim Schließen des Deckelfaches muss man ein wenig aufpassen, dass man es wirklich optimal verschließt, sonst kann, gerade bei tiefem Schnee, doch etwas ins Innere des Rucksacks kommen. Hat man das aber mal heraus, ist der Inhalt sehr gut vor Feuchtigkeit geschützt, was natürlich auch am wasserdichten Material liegt.

Das AC² Material, welches von verschiedenen Arc’teryx Rucksäcken ja bereits bekannt ist, erweist sich auch im Dauereinsatz als sehr robust. Äste, Fels oder Skikanten hinterlassen praktisch keine Spuren am Rucksack, man sollte also durchaus eine lange Zeit Freude an ihm haben (meinen Arc’teryx Arrakis, der aus demselben Material gefertigt ist, nutze ich noch immer gerne).

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Arc'teryx
Arc'teryx Alpha SK 32

Fazit

Starker Rucksack in schlichtem Design, dazu sehr robust und leicht. Auf Ski- und Snowboardtouren ausgelegt und dafür hervorragend geeignet, wenn einem die Größe taugt. Für Skihochtouren zumindest auf Dauer vermutlich etwas klein, zumal es wenige Möglichkeiten gibt, Material außen am Rucksack zu befestigen.

Vor- und Nachteile

+Sehr robust

+sehr leicht (wiegt weniger als ein Kilo!)

+sitzt exzellent am Körper

+ wasserdichtes Material

-wenig Möglichkeiten Ausrüstung außen am Rucksack zu verstauen

Details

UVP €280.-

Wetterfeste Konstruktion
Leicht & Robust
AC² wasserdichte Vordertasche verwahrt Schaufel, Säge und Sonden und bietet Platz für Skifelle
Verstellbarer Brustgurt
Gepolsterter Rückeneinsatz mit interner laminierter HD80-Schaumrahmenplatte
Die nach vorn zu ziehende Verstellung des Hüftgurtes kann leicht mit Handschuhen bedient werden
Seitenreißverschluss für leichten Zugang zum Inneren
Deckelfach / -tasche kann auch zum Verstauen von Helmen, Skifellen, Seilen und anderen großen oder nassen Gegenständen verwendet werden
Enthält zwei 50cm lange Alpha SK Straps zur diagonalen Befestigung von Skiern
Skier können diagonal oder in A-Form transportiert werden (3 weitere Straps erforderlich - nicht inbegriffen); Snowboards werden vertikal mit längeren 65 cm Rush Straps befestigt (nicht inbegriffen)

Hier geht es zur Website von Arc’teryx mit weiteren Informationen.

Der Alpha SK 32 wurde uns für den Testzeitraum kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Wie wir testen erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

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Kommentare
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alex_pg 02.11.2018 | 12:44 Uhr

Cooler Artikel!