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ISPO Partner-News 2013 – Teil I

Mehr von Allem!

13.02.2013

Langsam haben sich alle Un- und Beteiligten von den Nachwirkungen der Ispo 2013 wieder erholt. Die Einen litten unter der bekannten Post-Ispo-Grippe (meist hervorgerufen durch Überlastung des Das-will-ich-gerne-haben-Zentrum im Freerider-Gehirn) und die anderen hatten dicke Oberschenkel, weil so viel kanadisch-leichter Pulverschnee zu verspuren war, nachdem sich ein Großteil der potentiellen Verspurer lieber in den Post-Ispo-Grippe-infektiösen Messehallen in München aufhielt. Wir nutzen die geglätteten Wogen und präsentieren die Neuheiten aus den PG-Partner-Schmieden.

Mehr Atmung, weniger Abrieb: Arc’teryx Caden Jacke

Zusammen mit Gore-Tex haben die Kanadier von Arc’teryx wieder mal an einer neuen Membran gearbeitet, die aber auch von anderen Herstellern im kommenden Winter verbaut wird. Die neue Gore-Tex Pro-Shell soll bei schweißtreibenden Sportarten 22 pro 100 Schweißtropfen weniger zulassen oder anders ausgedrückt: Sie ist über 22% atmungsaktiver als das Vorgängermodell und trotzdem genauso robust wie die alte Außenschicht. Wir haben das Caden Modell seit ein paar Wochen im Test und sind bisher sehr begeistert! Obwohl wir keine Schweißtropfen gezählt haben, ist jetzt schon klar, dass man mit dieser Jacke wesentlich mehr Dampf ablassen kann. Es ist unsere Wahl für die PowderAlarm-Tage, an denen man die Hand vor Augen vor lauter Schnee nicht mehr sieht und trotzdem zum Touren gehen will! Und für alle anderen auch. Sonst bleibt zu verkünden, dass Arc’teryx nun auch Daunenjacken produziert (Ispo-Award für die Cerium LT Jacke), aber dazu gibt es in Kürze mehr Infos auf PowderGuide.

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Mehr Freeride, weniger Piste: Bergans Hodlekve Kollektion aus Jacke, Hose und ABS-Rucksack

Die Norweger von Bergans starten mit einer kompletten Freeride-Linie in den neuen Winter. Benannt ist sie nach dem kleinen Freeride-Gebiet Hodlekve, welches nun wohl nicht mehr zu dem Geheimtipps im hohen Norden zählen wird. Bestehend aus Jacke, Hose und Rucksack (wahlweise in ABS-Airbag-Ausführung) zeichnet sich die Kollektion durch eine hohe Praxistauglichkeit am Berg aus – und besticht durch modernes Design und Farbgebung. Die Hardshell-Kombo (auch für Frauen erhältlich) ist wie bei Bergans üblich mit der qualitativ hochwertigen Dermizax NT Membran ausgestattet, die für eine hohe Atmungsaktivität bei gleichzeitig zuverlässigem Wetterschutz sorgt. Auffallend sind vor allem der lange Schnitt und die großen, aufgenähten Taschen, welche ausreichend Platz für allerhand Kleinkram bieten. Der langgezogene Schnitt kommt vor allem Telemarkern zu Gute, die kräftig an der Entwicklung mitgeholfen haben, und normalerweise anfälliger für Schnee unter der Jacke sind. Der Hodlekve Rucksack (30L) verzichtet auf großen Firlefanz und bietet trotzdem genug Platz für die Tagesutensilien eines Freeriders – dadurch kann er bequem auch im Lift getragen werden. Neu entwickelt wurde der Reißverschluss der Lawinenbag-Variante, der sich bei der Auslösung des Airbag-Systems (ABS Twinbag) automatisch öffnet.

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Mehr Steifigkeit und Flexibilität: Black Diamond Factor 130 MX und Shiva 110 MX

Black Diamond darf sich ohne Übertreibung die Schmiede des Ur-Freeride-Boots nennen: Der Black Diamond Factor ist DER Klassiker auf dem Markt. Und er wurde nun komplett überarbeitet. Herausgekommen ist der Factor 130 MX bzw. das Damenmodell Shiva 110 MX. Das große Plus war schon immer und ist weiterhin die Steifigkeit des Factors beim Bergabfahren – die Linie des abfahrtsorientierten Freeride-Boot ist Black Diamond treu geblieben. Mit der neu entwickelten Mx Direct Connect Technologie wird nun aber eine deutlich höhere seitliche Steifigkeit des Schuhs und damit geringere Verluste in der Kraftübertragung erreicht. Mit berechtigtem Stolz verkündeten die Nordamerikaner auch immer wieder, dass ihre Freeride-Profis, wie z.B. Johnny Collinson, sogar bei den FWT-Contests mit diesem Boot antreten. Wer nun denk der Schuh sei zum Aufsteigen nicht mehr brauchbar, der irrt gewaltig. Die Triax Pro-Rahmenkonstruktion sorgt für doppelt so viel Bewegungsspielraum, als die bisherigen Factor-Modelle: Nun sind es schon 40° und im Gehmodus erinnert er sehr an seinen Touren-Bruder Quadrant. Gleichzeitig bringt er 100 Gramm weniger und das Paar (in Mondo 27.5) bringt jetzt vier glatte Kilos auf die Waage. Wir sind gespannt auf die ersten Tests. Einen der zahlreichen Ispo-Awards hat er jedenfalls schon mal gewonnen.

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Mehr Sicherheit geht nicht auf dem Low-Tech-Bindungsmarkt: Diamir Zenith 12

Seit einiger Zeit arbeitete das Schweizer Familienunternehmen schon an einer Low-TECH-Bindung, aber schweizerisch-konsequent wurde so lange daran weiter gearbeitet, bis eine wirklich guter Wurf der Entwicklungsabteilung präsentiert werden kann. Auf der Ispo durfte man die ersten Prototypen in der Hand halten und im Januar 2014 soll die Zenith 12 in den Handel kommen. Mit angekündigten 400 Gramm wird sie ein echtes Leichgewicht sein. Dabei hat das Gewicht eine untergeordnete Rolle gespielt, viel mehr ging es Diamir darum den Vorteil der low-TECH-Bindungen zu erkennen und auszuweiten. Und vor allem den Sicherheits- und Komfortbereich zu vergrößern. Bei der Zenith 12 verzichtet man auf die seitliche Auslösung am Hinterbacken und lässt diese lieber, wie bei einer normalen Alpinbindung vom Vorderbacken erledigen. Dafür klappen die Pin-Arme einfach zur Seite. Resultat: Hohe Elastizität bei Horizontal- und Vertikalauslösung und definierter, einstellbarer Z-Wert am Vorderbacken. Diese Auslösung soll nun auch im Aufstiegsmodus funktionieren, was sich vor allem in Anbetracht von Lawinenunfällen im Aufstieg durchaus als Vorteil herausstellen kann. Auch das Problem des Flex-Einflusses des Skis auf die Auslösung hat man adressiert und so liegt, wie bei einer Alpinbindung, der Hinterbacken am Schuh an und ist schwimmend gelagert. Außerdem ist die Umstellung von Geh- auf Abfahrtsmodus ebenso einfach mit dem Stock einstellbar wie die Anpassung der Steighilfen (drei verschiedene Stufen). Hört sich spannend an und wir freuen uns auf die ersten Praxistests!

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Mehr Touren und noch vielseitiger: Evoc Patrol 40+5L

Die Rucksack-, Reisegepäck- und Protektorenhersteller von Evoc erweitern ihr Sortiment um einige neue Rucksackmodelle (Patrol 40+5 L, Line 28 L, Slope 18 L), welche ein breiteres Anwendungsgebiet erschließen sollen. Bisher klar fokussiert auf den Freeride-Sektor, gibt es nun zum ersten Mal Rucksäcke ohne den Rückenprotektor (Performance Serie) und vor allem auch ein Modell mit mehr als 30 L: Der Evoc Patrol mit 40+5 Litern Volumen. Damit betritt Evoc den Sektor der Skitourenrucksäcke und ein paar positive Features fallen dem fachkundigen Auge sofort auf. Extrem viele Verschnür- und Halterungsmöglichkeiten und trotzdem ein niedriges Gewicht (1.8 kg). Am Hüftgurt kann man bequem Kletterutensilien befestigen oder ihn komplett abnehmen, um noch mehr Gewicht zu sparen. Das Hauptfach ist als Toploader konzipiert, kann aber von der Seite mit einem durchdachten (fast auf die ganze länge angebrachten) Seiteneingriff erreicht werden. Wir haben seit ein paar Wochen diesen Rucksack im Test und gerade dieses Seitenfach hat begeistert und lässt ein endlich sinnvolles Packen zu! Vor allem für den ambitionierten Hobby-Freeride-Fotograf bietet sich der Patrol in einer Kombination mit einem der hauseigenen Kamera-Blocks an. Wie gewohnt wird das Lawinennotfall-Equipment in einem Extrafach verstaut und stört nicht beim Griff in das Hauptfach. Das komplett neu entwickelte Tragesystem überzeugt durch die geschickt verlaufenden Ventilationskanäle und die ergonomischen Träger. Dank der Stabilisierungsstrebe aus leichtem Aluminium  sitzt der Rucksack angenehm auf dem Rücken. In Kürze werden wir hier auf PowderGuide einen ausgiebigeren Test veröffentlichen.

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Neue Freeride Maps für Österreich, Deutschland und Frankreich

Bisher bestand das Sortiment aus 23 verschiedenen Kartenblättern, die sich hauptsächlich auf Österreich und die Schweiz konzentrierten. In diesen Ländern sollen zukünftig nur noch vereinzelt neue Karten erschlossen werden, da die wichtigsten Freeride-Regionen erstmal abgedeckt sind. Dagegen soll der Fokus jetzt eher auf die Französischen und Italienischen Gebiete fallen. Eine bzw. zwei längst überfällige Freeride Maps erschienen in diesem Winter auch folgerichtig neu: Das Mekka des Steilwandfahrens Chamonix bekam endlich seine eigenen Karten (Nord und Süd)! Auch die Deutschen und Österreichischen Freerider können sich freuen, denn mit der ‚Freeride Map Deutschland – Zugspitz-Arena’ wird nun das einzige ‚Deutsch-Österreichische’ Freeride-Gebiet abgedeckt. In der Schweiz hat es das Schilthorn zwar schon vor Längerem durch die Präsenz im James Bond Film zur Berühmtheit gebracht, aber die Freeride Map Schilthorn/Jungfrau Region erschien erst jetzt. Zwei der wenigen noch nicht erfassten Tiroler Gebiete Hochgurgl/Obergurgl und Sölden sind nun auch mit jeweils einer Freeride Map abgedeckt.

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Mehr Ski aus Kanada: G3 Empire und Empress Ski

Die Kanadier von G3 wollen bestätigten Berichten zufolge nun endlich vermehrt auf dem Europäischen Markt aktiv werden. Bekannt geworden sind sie vor allem durch Sicherheitsequipment (Sonden, Schaufeln), Telemarkbindungen und nicht zuletzt durch ihre ausgezeichneten Felle sowie durch die Onyx, die erste Freeride-orientierte Pin-Bindung. Seit einiger Zeit überzeugen sie auch durch allroundtaugliche, und gut Tour-geeignete Ski, die auch nicht vor innovativen Shapes zurück schrecken. Die neue Skilinie ist dabei äußerst interessant und vor allem durchwegs leicht. Allgemein sticht der Empire (Männer-) bzw. der Empress (Damenmodell) Ski besonders hervor. Der Empire wurde im letzten Winter präsentiert, aber man hatte ihn in Europa kaum zu Gesicht bekommen – erstaunlich denn in Nordamerika hatte er sehr gut eingeschlagen und mehrere Auszeichnungen erhalten. Konsequenterweise wurde die Idee nun in eine ganze Skilinie ausgweitet. Den Empire wird es in zwei Varianten (153-127-138 in 173, 183, 193 cm Länge und 145-115-126 in 175, 180, 185, 190 cm Länge) geben und den Empress nur in der schmaleren Version (in 165, 170, 175 cm Länge). Beide bestechen durch ein Fullrocker-Konzept und unbestätigten Berichten zufolge handelt es sich um eine richtige Powderwaffe. Wir sind sehr gespannt auf die ersten Turns und hoffen euch bald einen Testbericht zur Verfügung stellen zu können.

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