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ISPO News 2014 | Teil 1: Ski

Leicht und stabil, natürlich mit Rocker und teilweise gleichbleibende Designs

27.01.2014

Bei der ISPO präsentieren alle Hersteller ihre Innovationen - oder auch nicht. Lest, was es im Bereich Ski für neue Produkte gibt.

Leichbaukonstruktion von Head add_circle
Leichbaukonstruktion von Head

Bei der ISPO präsentieren alle Hersteller ihre Innovationen - oder auch nicht. Lest, was es im Bereich Ski für neue Produkte gibt.

Auf der ISPO in München präsentieren die Hersteller die Neuheiten für die Saison 2014/2015. Die Messe findet wegen der olympischen Spiele ein wenig früher als sonst und dieses Jahr auch vor der nordamerikanischen Schwesterveranstaltung SIA statt. Die PowderGuide-Crew war für euch auf der Messe unterwegs und hat einen Blick auf das Material der kommenden Saison geworfen. Wir zeigen euch in mehreren Artikeln, welche Neuigkeiten euch speziell aus den Bereichen Sicherheit, Ski, Schuhe und Bindungen erwarten, werfen aber auch einen Blick auf die boomenden Splitboards. Im ersten Teil präsentieren wir euch die Neuheiten im Skibereich sowie viele Bilder der 2014/15er Produktpaletten.

Ski mit Rocker haben sich spätestens seit vergangenem Jahr auch bei den konservativsten Skiherstellern durchgesetzt. Wenngleich die Hersteller in diesem Bereich verschiedene Konzepte verfolgen (Fullrocker, Hybrid Rocker-Camber, ausgefallenere Designs wie Triple Camber oder Zusatzelemente wie Bugartrige Formen im Bereich der Nose), lässt sich ein Trend ganz leicht ableiten: Stabile und dennoch leichte Freeride/Tourenski. Dabei werden von Hersteller zu Hersteller verschiedene neue Materialien und Konstruktionen ausprobiert, hauptsächlich wird aber darauf gesetzt, Carbon zu verbauen.

Leichtbau ohne Kompromisse

War dieses Verbundmaterial aus Harz und Kohlefaser in der Vergangenheit noch den Skiern für rennorientiertes Tourengehen vorbehalten, so haben inzwischen die meisten großen Hersteller auch breite Freerider in Leichtbauweise im Programm. Die in Marketingsprache z.B. "Free Touring" genannten Linen, die die Lücke zwischen den abfahrtsorientierten Freerideskiern und den eher aufstiegsorientierten und mittlerweile fast durchwegs gerockerten Tourenskiern schließen sollen, sind eine logische Weiterentwicklung und rücken immer mehr in den Vordergrund.

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Elan Amphibio-Rocker Design add_circle
Elan Amphibio-Rocker Design

Generell kann man sagen, dass auf der diesjährigen ISPO beim Thema Skibau nur sehr wenige Innovationen vorgestellt wurden. Ein erkennbarer Trend war bei manchen Herstellern das Festhalten an den Vorjahresmodellen inklusive Design, was man natürlich auch gut finden und als eine Art Innovation betrachen kann. Ein paar neue Ideen gab es aber dann doch, im Folgenden wird kurz auf die Skimarken eingegangen die uns diesbezüglich aufgefallen sind und in den anschließenden Galerien gibt es einige Bilder zu den aktuellen Produktpaletten der Skihersteller zum durchklicken. Weitere Informationen finden sich in den Bildunterschriften.

Aufgefallen sind uns dennoch folgende Ski bzw. Marken:

Völkl
Der deutsche Traditionsskihersteller vergangenes Jahr die V-Werks Premium-Linie eingeführt. Unter dem Label V-Werks werden teure High-End-Ski angeboten. Neben dem bereits bekannten V-Werks Katana gibt es ab 14/15 die darunter einzustufende BMT Serie mit insgesamt drei Modellen mit verschiedener Mittelbreite, die innovativen Leichtbau, Fullrocker und relativ zentralem Montagepunkt verbinden. Generell setzt Völkl einzig und allein auf das Fullrockerkonzept und bietet bei den Freerideskiern konsequenterweise nur dieses an.

Das Allmountainmodell Mantra wurde minimal breiter, hat nun auch Fullrocker und etwas Taper im Schaufelbereich bekommen, der alte Karma fällt nun weg. Außerdem erweitert man mit dem Three die Reihe der verspielten Freerider bzw. Backcountry-Freestyler, der mit seinen 135mm Mittelbreite wieder in Berreich der superbreiten Skiern vorstößt, der in den letzten Jahren etwas unpopulär geworden war. K2, Besitzer von Völkl, bringt nach dem wegstreichen des Hellbents letzte Saison wieder ein ähnlich breites Modell. Zudem gibt des ab kommender Saison ein in pink gehaltenes Frauenmodell des Two.

Elan
Rocker muss nicht zwingend nur zweidimensional sein - das hat Elan schon vergangenes Jahr bewiesen. Die TBT-Technologie, bei der die Skikanten gegenüber der Belagsmitte angehoben sind, setzte man beim Boomerang im Freeride-Bereich, sowie bei Puzzle & Sling Shot im Freesytle-Bereich. Diese Technologie soll das Anhängen der Kanten an Tip & Tail verringern, die Drehbarkeit erhöhen und gleichzeitig im weichen Schnee sogar für etwas mehr Stabilität sorgen. Im All-Mountain Bereich setzte man bei Elan bereits vergangenes Jahr auf die Amphibio Bauweise. Hier haben die asymetrischen Ski auf der Außenseite einen leichten Rocker, während innen normaler
Camber vorherrscht. Dieses Konzept findet sich ab 14/15 auch in der Big Mountain/ Freeride Linie wieder.

Atomic Bentchetler Tipdesign oben add_circle
Atomic Bentchetler Tipdesign oben

Atomic

Die "große" Innovation von Atomic ist ein neuartiges Tip Design beim überarbeiteten Bentchetler. Bilder hiervon kursieren schon seit längerer Zeit im Internet. Hier wurden die Seitenwangen im Bereich der Nose bugartig abgeschrägt um mehr Auflagefläche zu bieten. Ein an den DPS Spoon oder Elans TBT Technologie angelehntes Design, das wohl viele Freerider als einzige wirkliche Innovation ansprechen könnte. Da dies nun bei einem größeren Hersteller wie Atomic zu finden ist kann man gespannt sein ob im kommenden Jahr alle anderen Marken diesbezüglich versuchen nachzuziehen.

Sonstige Neuigkeiten

Da sich die restlichen News hauptsächlich auf Modellpflege, einzelne neue (zwischen) Modelle und auf gleichbleibende Designs beziehen, findet man in den folgenden Galerien, natürlich nicht 100%ig vollständig, die wichtigsten und auffälligsten Neuheiten der meisten Hersteller. Viel Spaß beim Durchklicken!

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Kommentare
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bluebird_sports 02.02.2014 | 17:44 Uhr

Lenka, Du bist nicht die Einzige die dabei Sorge hat. Und die ist auch nicht unbegründet, weil tatsächlich einige der leichten Ski (überwiegend sogar die, deren Hersteller bekannt/berühmt für Leichtbau sind) nur schwache Abfahrts-Performance liefern. Das heißt aber nicht, dass es grundsätzlich so sein muß. Es gibt durchaus leichte Ski welche ausgezeichnet funktionieren und auch bezüglich Haltbarkeit kompromisslos sind.

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Lenka K. 30.01.2014 | 17:19 Uhr

Bin ich die einzige, die den Leichtbautrend bei Skiern mit sorge verfolgt?

Ich glaube ein Ski braucht eine gewisse Masse, um auch weniger optimalen Schnee (Bruch, zerfahren, schwer) gut durchpflügen zu können? Bin seit dieser Saison mit einem breiten (108mm) und fürs Touren recht schweren (3900g/Paar) Ski unterwegs und bin begeistert, vor allem was die Fahreigenschaften bei oben gennanten mässigen Bedingungen betrifft.

Im tollen Pulver mögen die Leichtski ja gut funktionieren, aber wer fährt nur bei solchen Verhältnissen?

Von Langlebigkeit ganz zu schweigen ...

Lenka K.

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tobi 29.01.2014 | 08:48 Uhr

Hi mike,
totti unser letzter Mann auf der Messe, macht am Ende noch eine gesonderte News über die Highlights der PG-Partner. Und BD ist ja seit Jahren mit dabei, und in dem Bericht, der bis zum WE erscheint, findest du dann nochmals eine Übersicht zu BD und den anderen.....

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Telemike 28.01.2014 | 20:57 Uhr

Toller Bericht. Aber wart ihr auch bei Black Diamond. Was gibts denn bei denen neues?

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mengel 27.01.2014 | 18:06 Uhr

cool, dass ihr so schnell seid. fast realtime! thx!

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