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Gear of the Week | Scott Ransom MTB

Mutter, Vater und (fast schon) Opa der All-Mountain-Enduro Bike-Kategorie

06.05.2015

 Vor fast zehn Jahren mischte ein vergleichsweise leichtes, überaus robustes enduro-fähiges Mountainbike den Markt für Allmountain-Bikes auf. Das vom damaligen Chefentwickler Peter Denk für Scott designte Karbon-Mountainbike „Ransom“.

Mit guten 14,5 Kilogramm war und ist das Ransom-Bike trotz Karbonrahmen sicherlich kein Leichtgewicht. Doch zu seiner Zeit war das Bike dafür ein ziemlich einmaliger Alles-Könner: Robust genug, um notfalls auch den einen oder anderen Tag im Bike-Park zu überstehen. Äußerst spurstabil und verwindungssteif dank Steckachsen. Top ausgestattet und mit dem von Scott entwickelten Equlizer-Dämpfer lässt sich der Federweg des Hinterbaus bequem vom Lenker aus verstellen. All das sind Features, die heute nahezu jedes Bike dieser Klasse bietet. Aber Scott hat damals vorgemacht, wie es geht und viele andere Hersteller haben sich dieser Entwicklung angeschlossen.

Ich bin der Ransom-Bike-Linie über verschiedene Modelle hinweg treu geblieben und fahre noch immer mein Ransom 10 aus der letzten Serie, bevor die Modellreihe zugunsten einer Longtravel-Variante des sog. „Genius“-Modells eingestellt wurde. Das finde ich noch heute schade.

Das Ransom-Bike begleitet mich nun schon über viele Jahre, während zahlreicher Bike-Tage im heimischen Schwarzwald, in den Alpen oder Pyrenäen. Klar, die heute aktuellsten Bikes sehen anders aus: Twenty-Niner oder Twenty-Seven-Irgendwas sind der letzte Schrei oder schon fast ein Must-have. Das Ransom zirkelt aber immer noch zuverlässig auf seiner 26er Bereifung um jede Kurve. Wegen seines eher langen Rahmens ist das Rad zwar nicht unbedingt das Allerwendigste; dafür ist es eben auch heute noch eines für fast alles: Zuverlässig hobelt es notfalls auch über grobes Geläuf. Die tolle Federung (Fox Tallas 160 vorn, Scott Equalizer 165 hinten) sorgt für viel Fahrspaß und die hochwertige Ausstattung funktionert auch nach einigen Jahren noch immer wunderbar. Bremsen und Co. sind bei diesem teuren Bike sowieso top, da machen sich ein paar Jahre Anwendung kaum bemerkbar.

Gut, die eine oder andere Reparatur ist in den letzten Jahren dann doch notwendig geworden, aber so ist das halt nun mal, wenn man älter wird …

Die Bike-Saison steht nun vor der Tür. Und wieder habe ich darauf verzichtet, mir ein neues Bike zuzulegen. Weil das Alte einfach noch so gut ist …!