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Gear of the Week | Mammut Alyeska Kombo

Knallen müssen die Farben und dicht halten muss die Kleidung

10.02.2013

Top-Layer. Der muss nicht nur top funktionieren, sondern auch top aussehen. Natürlich gibt es dafür so viele Möglichkeiten, wie es angeblich Wege nach Rom gibt. Leicht oder gefüttert, mit Membran oder als Softshell. Oder ein Norwegerpullover mit Windstopper. Die meisten Freerider setzen jedoch auf 3-Lagen Membrankleidung. Bei mir ist es die Mammut Alyeska Jacke mit passender Hose. Und die Kombo hat mich überzeugt.

Durch verschiedenste Umstände bedingt ist das bereits die dritte Kombo aus der Freeride-Kollektion des Hauses Mammut, die ich im Einsatz habe. Interessanterweise waren es immer Gore-Tex Soft Shell Kleider. Angefangen hat es mit der Alaska Jacke und Hose, gefolgt von der Alagna-Kombi und nun ist es der stark überarbeitete Nachfolger Alyeska. Und alle drei haben immer exakt das geliefert, was ich von einem Outer Layer am Berg erwarte.

Natürlich gibt es atmungsaktivere Membranlaminate als Gore-Tex Soft Shell, und wärmere Jacken natürlich sowieso. Doch für mich bietet diese Laminatzusammensetzung mit robustem Aussenstoff und haltbarer Membran in Kombination mit der leicht flauschigen Innenbeschichtung genau die richtige Performance am Berg. Wind und Wasser werden effizient abgehalten. Dazu kommt eine DWR, die auch den Außenstoff effizient trocken hält. Und für eine 3-Lagen-Textilie wärmt es doch erstaunlich. Bei fast allen Skitagen durch die Saison reicht eine Skiunterhose und oben herum ein Longsleve plus T-Shirt als Unterbekleidung. An sehr kalten Tagen oder bei Inaktivität kommt manchmal noch ein dünnes Fleece dazu. Das war's.

Und Atmungsakitivät ist für mich selten ein großes Thema. Geht es bergab, sowieso nicht. Und bergan heißt das Motto eh: Alle Schleusen auf! Die Unterarm- sowie die Beinbelüftungen über den ganzen Oberschenkel bringen dann genug Luft an den Körper. Daher stört weder der RET-Wert von < 20 noch die verhältnismäßig vielen Taschen. Je vier Außentaschen sind es an Jacke und Hose. Dazu kommt eine Innenbrusttasche (mit Brillenputztuch!) und eine Skipasstasche am linken Ärmel.

Der abzippbare Latz der Hose ist ganz großes Tennis und die Zip-Verbindung zwischen Schneefang (auch abnehmbar) der Jacke und Hosenbund machen Teletubbyeinteiler überflüssig. Armbündchen mit Daumenloch und ein hoch schließender Kragen halten die Wärme drin. An diesem ist besonders der assymetrisch schräg hochlaufende Reissverschluss angenehm. Speziell in Kombination mit der Möglichkeit, über einen zweiten Zipper den Kragen weiter zu machen, schubbelt hier nichts am Kinn. Die tief außen am Kragen angesetzte, erstaunlich helmtaugliche Kapuze sitzt gut, lässt sich gut anpassen und bei Nichtgebrauch angenehm unauffällig im Nacken verzurren.

 

Zwei kleine Wermutstropfen gibt es allerdings: Die Hinterlappung der Beinbelüftungen ist so angesetzt bzw. vernäht, dass der Reißverschluss quasi immer hakt, wenn man den Zipper nicht mit Bedacht bedient. Und Mammut hat es selbst in der vierten Generation von Freeridejacken nicht geschafft, bei den Armbündchen die Naht woanders hin als am Daumenloch genau zwischen Daumen und Zeigefinger zu legen. In Handschuhen beim Stockeinsatz grundsätzlich unangenehm und so nehme ich die Stulpen nur in Ruhephasen in Benutzung. Nagut, einen Dritten gibt es auch noch: Den Preis.

Doch alles in allem für mich die perfekte Freeride-Kobo. Und die Farben knallen auch mächtig gut auf Bildern.

Zur Alyeska Jacke und zur Hose auf der Webseite des Herstellers