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Advenate Surface IAS 32 | Vorstellung & erster Test

Der innovative ISPO Award Gewinner stellt sich vor

07.01.2019

Mit dem Integrated Avalanche System von Advenate kommt zur Wintersaison 2018/2019 ein weiteres innovatives Produkt im Bereich der Lawinenrucksäcke auf den Markt. Das Prinzip hinter dem System von Advenate: Neben einer Airbag-Funktion besitzt das IAS zusätzlich noch ein Atemsystem, welches im Falle einer Verschüttung die Überlebenszeit unter der Schneedecke erhöhen soll. Wir haben mit dem Surface IAS 32 bereits ein wenig Zeit am Berg verbracht und einen ersten Blick auf ihn geworfen.

Mit dem Integrated Avalanche System von Advenate kommt zur Wintersaison 2018/2019 ein weiteres innovatives Produkt im Bereich der Lawinenrucksäcke auf den Markt. Das Prinzip hinter dem System von Advenate: Neben einer Airbag-Funktion besitzt das IAS zusätzlich noch ein Atemsystem, welches im Falle einer Verschüttung die Überlebenszeit unter der Schneedecke erhöhen soll. Wir haben mit dem Surface IAS 32 bereits ein wenig Zeit am Berg verbracht und einen ersten Blick auf ihn geworfen.

Im Falle einer Verschüttung durch eine Lawine kommt es bereits nach kurzer Zeit unter der Schneedecke zu einer erheblichen Verringerung der Überlebenswahrscheinlichkeit. Trotz mittlerweile immer weiter verbreiteten Lawinenausrüstung und Airbagrucksäcken, liegt die Mortalitätsrate weiterhin bei ca. 13%.

Airbagrucksäcke verringern zwar die Wahrscheinlichkeit einer (Ganzkörper-) Verschüttung, sind aber selbstverständlich kein Garant für’s Überleben eines Lawinenabgangs. Im Falle einer Verschüttung ist neben den Verletzungen durch Absturz und stumpfe Gewalteinwirkung die Erstickungsgefahr durch Sauerstoffmangel ein entscheidender Risikofaktor. Die ausgeatmete Luft enthält einen höhen Anteil an Kohlenstoffdioxid, welches wiederum eingeatmet wird und im Extremfall den Betroffenen ersticken lässt.

Genau hier setzt das IAS System von Advenate an: Das Atemsystem trennt die eingeatmete Luft von der Ausgeatmeten und gibt diese durch ein Schlauchsystem am unteren Ende des Rucksacks nach außen ab. Der Auslößegriff des Airbagsystems fungiert hierbei als Mundstück, welches im Falle eines Lawinenabgangs in den Mund gesteckt wird und wie ein Schnorchel im Mund fixiert wird. Somit können beide Rettungssysteme gleichzeitig aktiviert werden. Durch die Trennung der „verbrauchten“ Luft und der Frischluft sind laut Hersteller bis zu 60 Minuten Atemdauer garantiert. Zusätzlich sorgt das Alpride Airbagsystem mit 150 Litern Volumen für ausreichend Auftrieb, um eine Verschüttung wenn möglich sogar ganz zu verhindern.

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Im Praxistest fühlt sich der Rucksack gut an und überzeugt vor allem wegen seiner zahlreichen, durchdachten Details. So finden beispielsweise zahlreiche Taschen, Befestigungen, Riemen und Fächer ihren Einsatz beim von uns getesteten Surface IAS 32.

Das Airbagsystem kann selbstverständlich ohne Kartusche zu Übungszwecken getestet werden, was aufgrund der geänderten Bewegungsabfolge sehr zu empfehlen ist. Mir kam es die ersten paar Mal komisch vor, den Auslösegriff des Airbags zum Mund zu führen und – wie bei einem Schnorchel – auf ihn zu beißen um ihn im Mund zu fixieren. Nach ein paar Trockenübungen ist aber auch diese Bewegungsabfolge ohne Probleme zu meistern. Trotz des relativ dicken Schlauches in einem der Schultergurte fühlt sich der Rucksack auch mit daran befestigten Ski noch sehr angenehm auf dem Rücken an.

Einen kleinen Kritikpunkt haben wir dennoch anzuführen, nämlich die Trinkblasenhalterung und -durchführung für den Schlauch. Erstere ist relativ tief im Rucksack eingearbeitet, was dazu führt, dass gerade größere Trinkblasen (im meinem Fall 3L Source Bag) unten am Boden aufliegen und Blasen werfen. Die Durchführung des Schlauchs ist relativ eng und neigt dazu, den Schlauch ein wenig zu quetschen.

Nichtsdestotrotz sind wir bis jetzt sehr begeistert von dem Rucksack und freuen uns, ihn auf weiteren Touren und Freeridetagen ausgiebiger für euch testen zu können. Stay tuned und seid gespannt, ob der Rucksack auch im Langzeittest überzeugen kann.

Zusätzlich zu der von uns getesteten 32 Liter Variante wird es noch eine 14 und eine 24 Liter Variante geben.

Für weitere Informationen geht es HIER zur Webseite des Herstellers.

Dieses Produkt wurde PowderGuide vom Hertsteller kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt. Wie wir testen erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

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Kommentare
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alex_pg 16.02.2019 | 22:39 Uhr

Hi Wooligan,
das mit deiner Idee tut mir leid, da hättest wohl ein bisschen entschlossener handeln müssen um den Markt für dich zu sichern ;-)
Deinen Anmerkungen zur Verarbeitung kann ich nur zustimmen. Ich bin bis jetzt (außer mit der von mir angeführten Trinkblasenproblematik) super zufrieden mit dem Rucksack und er zeigt auch nach vielen Einsatztagen noch keinerlei Abnutzungen. Der Rucksack mag zwar teuer erscheinen, ist jedoch - wie du angemerkt hast - sein Geld wert!
LG Alex

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wooligan 14.02.2019 | 11:13 Uhr

... das war eigentlich meine Idee!!^^
Ich hab mich schon vor Jahren mit nem Kollege (er Avalung, ich ABS) gestritten was sinnvoller ist, und wir haben usn gewundert, warum es nicht beides kombiniert gibt.
Damls gab es aber nur Bastelanleitungen im Netz, zum Selberbauen.
Und DIY bei Lawinenequipment fand ich dann doch fragwürdig...
Die Jungs haben es jetzt gemacht, ich hab mir einen Rucksack gekauft und bin begeistert.
Qualität ist Top (kein Vergleich zu z.B. einem anderen Anbieter von Airbags mit 3 Buchstaben, dessen Rucksack Qualität mE nicht so super ist), und das Atemsystem ist durchdacht und gut im Handling (auch das kein Vergleich zu bisher am Markt verfügbaren Systemen).
Kurz gesagt, nicht ganz günstig, aber jeden € wert.