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The Present | Woodshed Films Inc.

26.11.2009

Das Leben eines Surfbrettes besteht aus zwei Epochen: Unter den Füßen eines Surfers und danach auf einer Mülldeponie. Nun ist es leider so, dass die Zeit auf der Halde locker die Zeit unter den Füßen eines Wellenreiters toppt. "The Present" ist ein Geschenk und zeigt warum die Gegenwart zwischen Vergangenem und der Zukunft liegt?

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November und wir sprechen über einen Surf-Film. Spätestens seit gestern, als das Quecksilber, bei Chur, wieder auf deutlich über 15°C stieg, ist der Gedanke diesen Streifen zu besprechen nicht abwegig. Offenbar will Frau Holle noch nicht so recht…

„The Present“ – Geschenk oder die Gegenwart? Gespannt sitzt man vor dem Bildschirm und stellt sich die Frage was nun kommt. Thomas Campbell arbeitete vier Jahre am Projekt bis es fertig wurde. Es galt schliesslich den hohen Standard von „The Seedling and the Sprout“ – eines seiner früheren Werke – zu erreichen.

Wer Big Waves und Tow-in Action erwartet wird enttäuscht. Dafür dokumentiert Campbell den Stand des heutigen Wellenreitens und riskiert einen Blick in eine mögliche Zukunft. Hierzu wird an den leckersten Spots gedreht. Dave Rastovich, Dane Reynolds, Rob Machado, Joel Tudor, Sofia Mulanovich, Kassia Meador, Dan Malloy, Chris del Moro und andere tummeln sich von Sumatra, Australien, Westafrika bis Hawaii – um nur einige Spots zu nennen. Keine Bestandsaufnahme ohne dem Blick in die Vergangenheit. Hier warten natürlich Legenden wie: Miki Dora, Gerry Lopez, Tom Curren.

 

Die mögliche Zukunftsentwicklung des Surfens heißt: ALAIA.

Dünn, finnenlos, schmal sind diese Bretter die Shaperguru Wegener unters Volk bringt. Alaia’s sind nichts Neues; noch vor Styropor und Epoxy verstanden es die Hawaiianer Bretter zu formen und ölen die sie dann zum Spielen in den Wellen benutzten. Die Pro’s in diesem Film wagen sich nach anfänglichen Schwierigkeiten damit sogar in die Brecher von Waimea…

 

Musikalisch wartet der Film eher mit unbekanntem aber gutem Sound auf. Da währen: Japanese Motors, Plants and Animals, Tom Guerrero uvm.

Fazit

Alte und neue Bretter, gepaart mit großartigen Talenten an atemberaubenden Spots gewürzt mit Vergangenem und einer möglichen Zukunftsentwicklung sind das sehr schmackhafte Rezept von Tom Campbell. Wem die 74 min. Film nicht reichen, kann sich noch mit den über 120 minütigen Bonusmaterial die Zeit verbringen.

 

 

Filmlänge: 74 Minuten

Bonus: mehr als 120 Minuten

Preis: 29.99 Euro