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The B: The Backward Movie | Burton

07.12.2009

Das dicke B ist raus. Ist Burton immer noch König der Snowboard-Industrie? Der neue Streifen des "B"-Teams ist ein bunter, schneller Film mit einer guten Besetzung. Die Frage die sich aufdringt ist: Lohnt es sich ein "Werbe"-Video zu kaufen? Ist es bloße Werbung oder tatsächlich ein Snowboard-Streifen?

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Wie bereits in den 1990-ern steht der Film was Schnitt, Kameraführung und Rider-Inszenierung auf den vorderen Plätzen. Besonders gut hat die Musikwahl gefallen. Soul/Funk und ältere Rock-Klassiker wechseln sich ab. Des Weiteren gefällt, dass die Action nicht Musik-Video-Mässig einfach abgefeuert wird. Die Augen bekommen ihre Zeit alles gut zu registrieren. Jeremy Jones, Namensvetter des Big Mountain Jeremy’s, beeindruckt mit urban-brachialer doch innovativer One-Foot-Jib-Action. Um das zu toppen, setzt er fort, was gemäss hartnäckigen Gerüchten zu folge, Sebu Kuhberg bereits in den frühen 1990-ern als erster machte: Die Bindung erlaubt ein Drehen des Boards so, dass in einem One-Foot-Air ein Shove-it möglich ist. Nicolas Müller sieht man beim spielerischen Gelände Spass, während Frederik Kalbermatten durch Syle beeindruckt. Das Ende des Films wird auf einem dicken „B“ ausgetragen. Hunderte Kubikmeter Schnee wurden zusammen geschoben, um daraus einen Kicker in Form eines Monster-B’s zu bauen, der mit zahllosen Abschussrampen, Rails etc. bespickt wurde. Auf diesem Spielplatz tummelt sich die gesamte Filmcrew auf höchstem fahrerischen Niveau nacheinander und gleichzeitig. Das es Spaß macht wird sofort klar.

Soweit so gut aber was fehlt? Steile AK-Lines sind kaum dabei sowie, Soul-Riden in tiefstem Powder. Eigentlich hatte die letzte Saison genug Möglichkeiten zu bieten? Die wenigen Big-Mountain Parts wurden leider stiefmütterlich behandelt. Der Focus der Kamera war stets auf den Trick-Teil der Line gerichtet. Selten sieht man die gesamte Line. Am meisten vermißt habe ich aber Terje der lediglich eine „Supporter“-Rolle inne hat. Der Mann hat sich neben Tricks und Park mit etlichen Erstbefahrungen, mit unendlich viel Style in anspruchsvollstem Gelände in die Geschichtsbücher geschrieben. Warum die Person, die Burton wohl am stärksten gepusht hat, eher als „Statist“ fungiert ist mir ein Rätsel.

Fazit

Alles in allem ist der diesjährige Burton-Streifen gut und schön anzuschauen. Jemanden, der unter Snowboarden fette Powder-Action, Cliff-Drops und steile AK-Lines versteht, wird der Film weniger ansprechen. Snöber die gern Park und gelegentlich Varianten in Kauf nehmen, wird der Film jedoch gefallen. Und zu guter Letzt lautet die Antwort auf die Frage: Lohnt es sich ein „Werbe“-Video zu kaufen? Eindeutig JA! - denn es ist kein Marketing-Streifen sondern ein klarer Snowboardfilm!

 

 

Filmlänge: ca. 40 Minuten

Bonus: Mager

Preis: stolze 30.90 Euro