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Reasons | Poorboyz Productions

09.11.2009

Was erwartet man als Freeskier von einem neuen Erzeugnis der Filmemacher Poorboyz Production? Legt man die bisherigen Streifen als Grundlage, so wäre dies wohl Newschool-Jibben von A bis Z; mit dabei natürlich dicke Homiez, die mehr mit neuartigem Kleidungsstil zu beeindrucken versuchen, als dass sie tatsächlich Sport treiben würden. Nicht so aber die diesjährige Produktion "Reasons". Neben bekannten Rail- und Kickeraction auf höchstem Niveau konzentriert sich der neue Film auf den Sport an sich – und zumindest in der ersten Hälfte auf fette Waldsessions im tiefen Champagner-Powder Nordamerikas.

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Schon zu Beginn des Films wird ein 10-minütiges Treeskiing Kapitel mit schönen Zeitlupe-Aufnahmen vorgeführt. Das ganze wird untermalt mit unaufdringlichen Gitarrenklängen. Ja, die Freeskier der ersten Stunde, die sich bislang im Park ihre Knochen ruiniert haben, entdecken nun die angenehme Leichtigkeit des Powderfahrens.

Dennoch darf Railaction auf derzeit höchsten internationalen Niveau bei Poorboyz natürlich nicht fehlen. Aber selbst hier verzichtet man auf Style-Einlagen und ein Kommentar weist auf das wesentliche der Sportart hin: der Spaß an der Sache und der sportlichen Herausforderung und das angenehme Gefühl dabei.

Weiter geht’s mit fetter BC-Kicker Action im Whistler Backcountry und einem Segment der X-Games. Natürlich wird auch Jon Olsson's Monsterkicker durchgekaut, einige wenige Schanzen in den Alpen, ebenso wie der Weltrekord im Quarterpipe-Hochsprung von Simon Dimont. Für Freerider natürlich nicht sonderlich interessant, aber immerhin vermittelt Reasons auch hier eine gewisse Ernsthaftigkeit. Die Kommentatoren verweisen auch auf den Druck des Siegen-Müssens und das hohe Verletzungsrisiko, das die Stars der Szene tragen müssen. Auch überraschen die Produzenten mit verschiedensten Kameraführungen (Followcams, Heli, Kameraarme und sogar Aufnahmen durch einen Paraglider) und sorgen damit für spektakuläre Bilder.

Fazit

Insgesamt gesehen kann sich Reasons als eine durchweg positive Überraschung präsentieren. Ein Newschool-Streifen, den man sich auch als Freerider durchaus zu Gemüte führen kann.

Einzig die fehlende Sicherheitsausrüstung der Pros hinterlässt einen faden Beigeschmack. Gerade sie sollten sich ihrer Vorbildfunktion für das junge Zielpublikum bewusst sein – ob man klassisch oder fakie fährt, spielt dabei keine Rolle!

 

Dauer: 70min

Bonusmaterial: etwa 1h diverses.

Preis: 32,90 Euro