Suche

Bücher/Filme
Anzeige

Filmrezension | Rogue Elements

Der aktuelle TGR Streifen: Hübsch aber seicht

01.02.2018

Eins vorweg: Es fällt mir schwer, dieses Review zu schreiben. Das liegt nicht daran, dass ich keine Meinung zu dem Film hätte. Es liegt hauptsächlich daran, dass ich den Film zwar konsumiert habe, aber eigentlich nichts so wirklich hängen geblieben ist. Powder hier, Powder da, schlechte Bedingungen in Südamerika, Seehunde, Chamonix, Johnny Collinson. 

add_circle
Teton Gravity Research

Eins vorweg: Es fällt mir schwer, dieses Review zu schreiben. Das liegt nicht daran, dass ich keine Meinung zu dem Film hätte. Es liegt hauptsächlich daran, dass ich den Film zwar konsumiert habe, aber eigentlich nichts so wirklich hängen geblieben ist. Powder hier, Powder da, schlechte Bedingungen in Südamerika, Seehunde, Chamonix, Johnny Collinson. 

Und die Antwort von Ian Macintosh auf Dane Tudors Frage ob jemand einen Vorschlag zum Slough-Management auf der Abfahrt von Mount Sampson hätte: „Yeah! I mean… Uh… Go fast.“

Rogue Elements hat tatsächlich so seine Höhepunkte, was die Kommunikation der Athleten untereinander angeht. Ich habe an mehreren Stellen gelacht, oder zumindest geschmunzelt, und das spricht für den Unterhaltungswert des Streifens. 

Insgesamt muss man allerdings sagen, dass Rogue Elements nicht unbedingt der beste Film in TGRs großem Katalog geworden ist. Solide Kost, schöne Aufnahmen und nette Unterhaltung. Ob das Grund genug ist, sich das Ding zu kaufen, muss wohl jeder selbst entscheiden.

Nach einem Intro mit weiblicher Erzählerstimme (die man danach leider nie wieder hören wird), geht es eigentlich direkt mit meinem persönlichen Highlight los. Treibende Musik, starke Aufnahmen, starkes Fahren. Richtig gut. Danach lässt die Spannung langsam aber stetig nach und der Film schleicht ein wenig vor sich her. Es folgen mehrere, geographisch geordnete Parts: Alaska, Jackson Hole, Chamonix, BC, Bolivien und 1000 weitere Parts BC. 

Anzeige
Anzeige

Mein persönlicher Tiefpunkt ist das zweite Jackson Hole Segment, in dem zwei Mountainbiker bei Frühlingsbedingungen Corbet’s Couloir fahren und Tim Durtschi als Nebendarsteller hinterher cruist. Die Idee alleine finde ich schon unanbietbar und sich den Quatsch dann auch noch anschauen zu müssen, nervt einfach nur. Anzumerken ist allerdings, dass die Mountainbikerin im Abspann den vermutlich härtesten Slam des Films hinlegt. Tut weh beim Zuschauen und hat mir bestätigt, dass man so was echt nicht braucht. Aua.

Unerwartet für mich war, wie sympathisch Johnny Collinson hier rüber kommt. Nachdem ich bei seinem Part im Faction-Film eigentlich ständig den Kopf schütteln musste, ob seiner unfassbaren Kopflosigkeit, erscheint er hier in einem deutlich nachvollziehbareren Licht. Klar: Er setzt sich gerne in Szene und zerlegt sich oft und hart. Das kann man mögen, oder auch nicht. Was man ihm nicht absprechen kann ist, dass er ein echter Charakter ist, und das kann man ihm eigentlich nicht hoch genug anrechnen: Wer ihn nicht mag, kann ihn wenigstens voller Inbrunst hassen. 

Der Trailer

Anzeige

 

Schnellzusammenfassung der anderen Dinge, die ich mir gemerkt habe: Südamerika punktet mit schönster Natur und furchtbaren Schnee. Der Street Part erinnert ein bisschen an All I Can und Tim Durtschi redet nen Haufen Blödsinn. The End.

Fazit

Solide Kost von TGR. Hängen bleibt leider wenig. 6/10

  • keyboard_arrow_left vorherige
  • nächste keyboard_arrow_right