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Filmrezension | Before Blank

Schöne Salomon TV Episode mit wenig Gelaber und 0.0% Urban

09.03.2019

Um es gleich vorweg zu nehmen: Before Blank ist in meinen Augen der beste Skifilm der Saison 18/19. So. Es ist gesagt. Wer mag, kann jetzt aufhören zu lesen und sich das Ding sofort auf YouTube anschauen. Wer wissen will, warum ich das finde, darf meinen weiteren Ausführungen folgen.

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Before Blank

Um es gleich vorweg zu nehmen: Before Blank ist in meinen Augen der beste Skifilm der Saison 18/19. So. Es ist gesagt. Wer mag, kann jetzt aufhören zu lesen und sich das Ding sofort auf YouTube anschauen. Wer wissen will, warum ich das finde, darf meinen weiteren Ausführungen folgen.

Also erstens: Der Film schlägt einfach genau in meine Kerbe von Skimovie. Das bedeutet, es wird viel gefahren, wenig geredet und das, was geredet wird, ist mindestens grundsympathisch, im besten Falle lustig. Das Fahren ist zu 99% Freeriden, zu 1% Backcountry Freestyle und zu genau 0,0% Urban. Das muss man erst mal machen! Geil.

Zweitens: Die Musik ist großartig. Sie geht immer nach vorne und nervt nie. NIE! Geil.

Drittens: Das Riding selbst ist krass, es hat wunderschöne Big Mountain Lines, wilde Drops, derben Schmiss, Faceshots im Nebel, viel zu große Pillows, und es wird (fast) nie zu dick aufgetragen. Zum dritten Mal: Geil.

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Before Blank

Grundsätzlich funktioniert der Film über Mini-Einspieler von alten Videoaufnahmen aus den Kindertagen des Blank Kollektivs, die als Intro zu den jeweiligen Parts dienen. Anschließend wird dann geballert, was die Hose hält. Das hat zwei Vorteile: Erstens kontrastiert das alte Material natürlich wunderschön mit den Aufnahmen, die danach kommen, zweitens hat man als Zuschauer direkt eine viel stärkere Bindung zu den Dudes, wenn man gesehen hat, wie die als Kinder so drauf waren.

Die VHS-Optik wird übrigens komplett durchgezogen, was das Designerherz natürlich erfreut und nicht unerheblich zum qualitativ hochwertigen Eindruck beiträgt. Sound und Schnitt sind ebenfalls top und allgemein ist es zum verrückt werden: Wann macht der Film denn endlich mal was falsch? Wo bleiben die nervig übertriebenen Ansagen, die beschreiben sollen wie ultra episch das alles ist? Wo sind die Helis und die zugehörigen Rotorengeräusche? Wie soll der Zuschauer denn kapieren, dass das gerade VOLL KRASS ist, was er da sieht??? Und was würde das Red Bull Media House dazu sagen?

Man müsste das mit den Getränkesponsoren und dem Hang zu Über-Epicness evtl mal genauer untersuchen. Before Blank kam ja mit einem Biersponsor aus, da könnte ein Zusammenhang bestehen…!
 

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Aber gut, ich gebe zu, einen Minuspunkt gibt’s für mich, auch wenn er nicht wirklich schlimm ins Gewicht fällt: Alexi Godbout ist mir zu cool. Die Musik ist zu ernst, sein (weniges) Gelaber zu lässig und die Kinderaufnahmen wirken zu krass leistungsorientiert, um sympathisch zu sein. Der Charakter Alexi ist hier einfach zu flach gezeichnet, um sich mit ihm zu identifizieren. Das ist sehr schade und hätte vermutlich besser gemacht werden können.

Dafür gibt’s im Anschluss daran einen wunderschönen Abspann, in dem sich alle noch mal so richtig schön zum Deppen machen und zerlegen dürfen. Das macht Spaß und versöhnt. Und mal ganz ehrlich: Man muss ja auch nicht jeden mögen.

Fazit: Sollte jeder gesehen haben! 9/10 Punkten auf der Lieblingsedit-Skala

 

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