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Abenteuer/Reisen
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Futschölpass

Tagesetappe Meran

21.08.2009

Nach unseren verdienten Bieren gestern abend, schlafen wir bis 8.00 Uhr aus...

...Wir nehmen als einzige verbliebenen Gäste ganz gemütlich unser Frühstück zu uns, und rollen den feinen Trail gen Tal. Statt Strasse entscheiden wir uns für Forstweg und die Chance auf weitere Trails. Dieser Forstweg führt in ständigem auf und ab talauswärts (die verlorene Zeit werden wir später noch bereuen...), und mündet in einen wie gemalt angelegten Bewässerungswaal. Anschließend noch ein s3 Trailchen und schon sitzen wir in Zug/Bus zum Reschenpass. Kurz verpflegt in Nauders gehts über Martina (CH) nach Scuol.  eigentlich wollten wir hier den Bikepark-Lift nutzen  aber denkste. Der Lift wird komplett erneuert, und so ohne Kabel fährt die Bahn nun wahrlich ganz schlecht ;)

Es scheint aber Ersatz zu geben. So kommen wir doch mit Lift, ca. 200hm und nettem Höhenwegerl zur Alp Laret. Von dort ins Tal gerollt und der Uphill Richtung Pass Furtschöl/ Jamtalhütte kann beginnen.

900 Hm warten noch auf uns, dabei haben wir schon 17 Uhr. Die Betten in der Jamtalhütte sind zwar gebucht, aber dennoch ein eher knapp bemessenes Zeitfenster bis zur Dunkelheit. Schließlich befinden wir uns im hochalpinen Gelände. Bergauf gehts fast ausschlielich wieder nur mit Bike-Schieben und Tragen, und Bergab kanns schließlich auch mal länger dauern.

 

An der letzten Alm zeigt die Wanderkarte links vom Bach sollte es am Hang entlang hoch zum Pass Furtschöl gehen - tut es auch. Nur zeit der Pfeil geradeaus und rechts vom Bach. Also eben rechts vom Bach dem erkennbaren Weg entlang. Christian folgt diesem markiertem Weg eisern, mir kommt das ein wenig seltsam vor. So beschließe ich über die steil Almwiese linker Hand den Hang hinaufzusteigen. Funktioniert ganz ordentlich, dank der eingetretenen Spuren von Pferden und Kühen. Bei Christian unten scheint dagegen das Ende erreicht, der Weg hört plötzlich auf, ein Weiterkommen würde bedeuten über atuogroße Felsbrocken zu klettern.

Wir können uns auf diese Entfernung mit dem rauschendem Bahc nur per Hamdzeichen verständigen. Christian winkt mir ab und macht sich auf den Rückweg, ich hingegen zeige ihm an, dass ich es weiter probiere. Nur eine Kuppe weiter oberhalb stehe ich plötzlich auf einem alten Weg mit frischen Wanderspuren, und sehe ca 50hm oberhalb eine frische Wegmarkierung.

Glück gehabt! Noch weitere 4-500hm schieben und ich erreiche in strammen Schrittes in gut 1 Stunde auf frisch ausgebauten Weg inmitten von purem Geröll die Passhöhe.

 

Mitlerweile ist 20 Uhr, also schnell die Schoner und Jäckchen angezogen und ab gehts. Etwa 80% sind bis zur Jamtalhütte auf wechselnd Geröll und alpinem Wanderweg für mich fahrbar. Ich gehe nun kurz vor Einbrechen der Dunkelheit keinerlei Risiko mehr ein, und schiebe/trage das Bike lieber einmal zu viel über die kurzen Steilstücke und Absätze.

 

30 Minuten später erreiche ich die Jamtalhütte. Hier muss ich erstmal allen Gruppen erklären wie das mit dem Bike so funktioniert in dem Gelände etc. Ausnahmslos alle finden solche Aktionen richtig töfte, gleichwohl erkenne ich die verschiedenen Kletter-, Hochtouren- und Bergsteigeraktivität ebenso bewundernd an.

 

Für den Weiterweg stellt sich der Hüttenwirt persönlich bei mir vor und gibt mir reichlich wichtige Infos. Super Sache! Er bekräftigt dass mein Plan A, der über die Gletschner Scharte führen würde dank der Gletschmelze prinzipiell kein Problem wäre, dass ich aber verrmutlich die Hälfte runtertragen müsste, selbst bei bester Bikebeherrschung.

Also höre ich nach geruhsamer im komfortablen 6er Lager (mit fließend Wasser!) auf seinen Tipp und genieße den aussichtsreichen Trail entlang des Tals nach Galtür.