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(Anti-) Sommer-Spezial: Den Sommer zum Winter machen

Reisetipps zum Powdern auf der Südhalbkugel

02.07.2012

Spanien hat mal wieder einen Titel im internationalen Fußball-Ländervergleich errungen, man schwitzt bereits beim Gedanken an körperliche Bewegung und an seinen freien Tagen pendelt man zwischen Strandbar, Eisdiele und klimatisierten Räumen. Untrügliche Anzeichen für eine sehr schneearme Jahreszeit, – die alltagssprachlich Sommer genannt wird. Diesen Zustand kann man ertragen, oder eben auch nicht. Eine Anleitung zur Sommerflucht?!

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Lea Hartl
Rob,Grahame
terrainBusbahnhof in Mendoza

Spanien hat mal wieder einen Titel im internationalen Fußball-Ländervergleich errungen, man schwitzt bereits beim Gedanken an körperliche Bewegung und an seinen freien Tagen pendelt man zwischen Strandbar, Eisdiele und klimatisierten Räumen. Untrügliche Anzeichen für eine sehr schneearme Jahreszeit, – die alltagssprachlich Sommer genannt wird. Diesen Zustand kann man ertragen, oder eben auch nicht. Eine Anleitung zur Sommerflucht?!

Spanien hat mal wieder einen Titel im internationalen Fußball-Ländervergleich errungen, man schwitzt bereits beim Gedanken an körperliche Bewegung und an seinen freien Tagen pendelt man zwischen Strandbar, Eisdiele und klimatisierten Räumen. Untrügliche Anzeichen für eine sehr schneearme Jahreszeit, – die alltagssprachlich Sommer genannt wird. Diesen Zustand kann man ertragen, oder eben auch nicht. Eine Anleitung zur Sommerflucht?!

Der Sommer ist für viele wohl die schönste Jahreszeit: Leidenschaftliche Skifahrer, Snowboarder und Rodler ausgenommen. Wer sich allerdings zu dieser Spezies zählt, dem bleiben nur wenige Alternativen: Zuhause bleiben und jammern bzw. die Hitze ertragen, ausweichen auf andere Sportarten und Tätigkeiten – wo kämen wir denn da hin! –, oder die Flucht nach vorne antreten. Dank der Erfindung der Luftfahrt und der Entdeckung von Südamerika durch Columbus, – unser Heimatplanet ist seit spätestens Columbus erwiesenermaßen rund – herrscht während dem Sommer der Nordhemisphäre auf der Südhalbkugel der Winter! Lange Rede kurzer Sinn: hier nun einige Reisetipps, Wissenswertes und Reisestories, die Appettit auf den Südhalbkugel-Winter machen können.

Reisetipp – Material

Zu den üblichen Reiseutensilien und der obligatorischen Ski- bzw. Skitourenausrüstung gehört eine ordentliche Ski-Reisetasche mit Rollen für den Skitransport mit dem Flugzeug (Beispiel: Evoc Snow Gear Roller). Wer mit günstigen öffentlichen Verkehrsmitteln statt teurem Mietwagen unterwegs sein will, wird diesen Tipp vor Ort zu schätzen lernen. Insbesondere für Südamerika gilt: nur mit erprobtem und haltbarem Equipment anreisen. Ersatzteile finden sich kaum in ordentlicher Qualität und noch seltener in moderner Anmutung.

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Unendliche Weiten: die Südamerikanischen Anden locken im Sommer der Nordhemisphäre add_circle
Marius Schwager
Dani, Manu
terrainVulkan Lanin, Chile
Unendliche Weiten: die Südamerikanischen Anden locken im Sommer der Nordhemisphäre

Reisetipp – Zeitraum

Powder findet man am ehesten, je nach geographischer Lage zu unterschiedlichen Zeiten im Sommer. In Südamerika erstreckt sich die Powder-affine Zeit meist von Anfang August bis Mitte September. Insbesondere der jährlich gegen Ende August eintreffende „Santa Rosa“-Sturm wird bei Südamerika-Erfahrenen Freeridern als lohnend gehandelt. Die Skitourensaison geht bis etwa Ende Oktober. Ähnliche Zeitspannen sind für Neuseeland empfehlenswert. Wer in Australien powdern gehen will, dem sei das Mitführen eines Glücksschweins oder gute Kontakte in die Unterwelt empfohlen.

Reisetipp – Länderspezifisches beachten

Ein Blick in die Einreisebestimmungen für die Zielländer schadet auch Freeridern nicht. Im Speziellen sollten Mietwagenbedingungen und Einreisebestimmungen für Argentinien/Chile beachtet werden. Kenntnisse der Landessprache sind sinnvoll – mit Englisch kommt man in Südamerika nicht sonderlich weit, in Neuseeland hingegen schon.

Neuseeland

Informationen zu den Skigebieten, Clubfields und Reisetipps findet ihr in folgenden Artikeln:
Neuseelands Clubfields - Wetter und Co.

Neuseeland - Reisen und Bewegen

Die Skigebiete Neuseelands

Südamerika – Chile und Argentinien

Mit 7500 Kilometer Länge (Nord-Süd) und einer Ausdehnung von bis zu 600 Kilometer (Ost-West) sind die Anden das längste Gebirge der Erde. Dass hier naturgemäß allerhand Berge zu entdecken sind, dürfte sich jedem sofort erschließen. Obwohl auch nördlich der Achse Santiago de Chile-Buenos Aires viele große Berge stehen, liegt das skifahrerisch interessante Gelände südlich davon. Entlang der Nord-Süd-Grenze zwischen Chile und Argentinien liegen rund 50 Skigebiete (Übersicht) verteilt.

Die Skigebiete unterscheiden sich durchweg von den alpinen Resorts, teilweise dramatisch. Einige Gebiete bestehen aus bis zu 3 Liften, andere sollen scheinbar an die Retortenstationen der Alpen erinnern. Die Qualität des Skifahrens (Lifte, Hotels, Skipisten, Geländereichtum) ist fast durchweg geringer als in den Alpen und zudem vergleichsweise teuer. Dennoch sind einige Gebiet auf Augenhöhe mit kleineren Alpen-Skigebieten. Für Freerider sind folgende Resorts besonders empfehlenswert:

  • Bariloche, Cerro Catedral: Angemessene Liftanzahl und allgemein recht modern, gutes Freeridegelände mit und ohne Laufen, gute touristische Infrastruktur (Tageskarte ca. 45.- Euro), sehr gute Tourenmöglichkeiten inklusive Berghütten in der Region.
  • Termas de Chillan: Ausreichend großes Skigebiet, Infrastruktur ebenso ausreichend, sehr niederschlagsreich, Schwefelquellen für das besondere Extra, interessantes Tourengebiet, unter der Woche gutes Preis-Leistungsverhältnis (Tageskarte ca. 30.- Euro).
  • Las Lenas: Retortenort, eher schneearm, dennoch sehr beliebt bei Freeridern wegen dem trockenen Schnee, relativ teuer (Tageskarte um 60.- Euro), interessantes Tourengebiet.
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Jonas Blum
Fabian Lentsch
terrainBariloche, Cerro Catedral
  • Santiago (La Parva, El Colorado, Valle Nevado): Naherholungsgebiete für die Upper Class Santiagos, relativ teuer (Tageskarte ca. 50.- Euro), gut erreichbar mit Sammeltaxi aus Santiago (internationaler Flughafen), drei kleinere aber recht moderne Skigebiete, meist schneearm, der beste Freeriderun (Richtung Santa Teresa) ist seit 2011 leider verboten (Angabe ohne Gewähr).
  • Ushuaia, Cerro Castor: kleineres Gebiet und oft windig, aber Skifahren und Skitouren am „Ende der Welt” ist ein einzigartiges Erlebnis.

Gerade für Skitourengeher sind die Anden – im Gegenteil zu den Skigebieten für die Freerider – ein wahres Paradies. Unzählige Berge, Hänge, Couloirs, Vulkane und Gletschermassive warten geradezu auf Tourengeher. Die großen unerschlossenen Regionen in den Anden sind der große Pluspunkt Südamerikas. Nachteile dieser Wildheit ist der oft schwierige Zugang zu den Touren. Riesige Privatgrundstücke versperren teils den direkten Weg, Straßen sind selten und teilweise in schlechtem Zustand und eine organisierte Rettung ist reines Wunschdenken. Wer diese und ähnliche Hindernisse als Herausforderung empfindet, dem sei das folgende Guidebuch als Ideengeber und Lektüre empfohlen: Chili – Argentine, topo de ski alpinisme von Frederic Lena. Hier finden sich anregende Ideen zu ersten Tourenschritten in Südamerika und viele Infos zu lohnenden Tourenzielen. Preis 38.- Euro zzgl. Versand. Zum Buch

Lesestoff – officially PG-approved

Ski-Abenteuer Patagonien

Winter in Argentinien

Skibergsteigen in Bolivien

Mit Schwefeltouristen auf den Villarica

Freeridetrip Südamerika | Fahrer-Blog

Lea Hartls Argentien-Roadtrip 2010

Heading to Chile - Fototrip mit Michael Neumann

Nach dem Winter, vor dem Winter: Argentina!

Mehr Bilder des Autors aus dem Winter im Sommer (unter anderem) unter mountainmoments.de

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Kommentare
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romarius 27.04.2018 | 13:28 Uhr

mehr Fotos vom Autor: www.mountainmoments.de