04.03.2011
Martin Hesse

Der 1. Stopp des Utah-Roadtrips 2011

Park City - The Canyons

Jessica Haupt Martin Hesse Park City, USA

Riesige Vorfreude auf unseren Trip nach Utah, der Heimat des legendären Champagne-Powders. Monatelang mussten wir warten, endlich war es soweit. Gut ein Jahr nachdem wir Silverton im Südwesten Colorados verlassen hatten, sitzen wir wieder im Flieger in Richtung USA. Auf 1350 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, ist die Olympiastadt von 2002 der ideale Ausgangsort für einen Roadtrip durch die Skigebiete rund um den großen Salzsee.

Mit Park City Resort, The Canyons und Deer Valley verfügt der Hauptaustragungsort der Olympischen Winterspiele über drei Skigebiete. Noch leicht vom Jetlag geschwächt, sind wir dennoch natürlich bereits früh Morgens beim Frühstück und machen uns schnell auf den Weg. Schließlich sind wir um 9 h an der Baselodge von „The Canyons“ mit Jonathan Cheever, der aktuellen Nummer zwei im Boardercross Worldcup verabredet. Jonathan wollte es sich nicht nehmen lassen, uns die bestens Runs seines Heimat-Gebiets zu zeigen.

Jessica Haupt Jonathan Park City, USA

Der Orange Bubble Express bringt uns in null Komma Nichts ins Skigebiet, wo der Murdoch Peak unser erstes Ziel ist. Im gleichnamigen Bowl machen wir erste Bekanntschaft mit dem weltweit hoch gerühmten Utah-Powder. Und in der Tat, durch die trockene, kontinentale Luft ist der Schnee äußerst fluffig, auch wenn wir offensichtlich mindestens einen Tag zu spät gekommen sind. Nach heftigen Schneefällen letzte Woche, sind inzwischen die meisten Hänge ausgefahren. Aber zum Glück haben wir ja Jonathan, der genau weiß, dass in den Condor Woods und im Devil’s Friend Run noch Pulverschnee zu finden ist.

Jessica Haupt Martin Hesse Park City, USA

Gegen Mittag zieht es zur anderen Seite des Skigebietes. Als drittgrößtes Skigebiet der USA ist „The Canyons“ für seine Weitläufigkeit bekannt. Einige Sessellifte später stehen wir oben an der Bergstation des Ninety-Nine-90. Der nach seiner Höhe benannte Berg stellt auch gleichzeitig den höchsten Punkt des Skigebiets dar. Schnell schultern wir die Ski und steigen in zehn Minuten zum Gipfel empor. Entlang des breiten Gipfelkamms gibt es links und rechtsseitig des Gipfels jede Menge mögliche Lines.

Mit Anlauf schießt Jonathan über die Wechte in den Hang hinein. Zunächst halte ich das Ganze noch fototechnisch fest, dann bin ich an der Reihe. Ein kleiner Sprung und schon geht es los. Schwung für Schwung pflügt mein neuer Watea-Ski durch das federweiche Weiß. Bei jedem Turn spritz der Pulverschnee an meinem Kopf vorbei. Was für ein Gefühl. Herrlich. Bei dem episch breiten Hang muss ich nicht einmal groß überlegen, wo ich am besten lang fahren sollte. Stattdessen lasse ich es einfach laufen. Klar, dass wir noch ein zweites Mal den Gipfel erklimmen. Diesmal traversieren wir nicht soweit heraus sondern stechen direkt hinein in das Red Pine Bowl und durch die lichten Bäume der „Magic Line“ hindurch gen Tal.

Erledigt, aber glücklich verabschieden wir uns von Jonathan und schlendern ein wenig durch die Main Street. Morgen geht es weiter. Dann ist Deer Valley angesagt. Eines von drei Skigebieten in den USA, in denen Snowboarder draußen bleiben müssen. Wir sind gespannt.

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