11.12.2012
Lorenzo Rieg, Marius Schwager

Freeridetour der Woche | Rendl-Winterklettersteig

Klettersteig in Kombination mit Freeriden

Lea Hartl Marius Schwager Winterklettersteig Rendl

Der einzige Winterklettersteig Tirols ist trittfesten Freerider durchaus zu empfehlen. Nach einem verhältnismäßig kurzen, dafür luftig-schönen Klettersteig warten verschiedene lange Abfahrtsmöglichkeiten bis ganz ins Tal.

Aufstieg

Lorenzo Rieg Marius Schwager Winterklettersteig Rendl

An der Bergstation des Riffel II-Sesselliftes im Rendl-Teilgebiet schnallt man die Ski auf den Rucksack und geht zu Fuß einige Schritte nach SO auf den Grat, der zur Vorderen Rendlspitze führt, zu. Der Einstieg des Klettersteigs befindet sich direkt am Beginn des Felsgrates. Nach dem Anlegen von Gurt und Klettersteigset steigt man über den Klettersteig dem Gratverlauf folgend zur Vorderen Rendlspitze (2816 m) auf. Bis auf wenige Passagen klettert man mit Hilfe des Stahlseiles im Fels. Nur selten geht man, teilweise ohne Seil, auf einem Schneegrat. Nach der Hinteren Rendlspitze führt der Klettersteig hinunter zur Roßfallscharte (2732 m), wo Gurt und Klettersteigset verstaut und die Ski angezogen werden.

 

Abfahrt

Die lohnendste Abfahrt führt von der Scharte zunächst nach O, dann kurz nach SO ins Malfontal, dem man bald nach NO zur Hinteren Malfonalpe (1.825 m) folgt. Von dort weiter dem Talverlauf nach N über die Vordere Malfonalpe (1.688 m) bis ins Tal nach Pettneu folgen. Das unterste Stück der Abfahrt legt man dabei auf einem Forstweg zurück. Sobald dieser endet, kann noch über eine Wiese zu den ersten Häusern abgefahren werden, bevor man die Straße bis zum Freizeitzentrum hinuntergeht wo sich die Bushaltestelle befindet. Von hier geht es mit dem Skibus schnell zurück nach St. Anton.

Marius Schwager Panoramablick von der Vorderen Rendlspitze ins obere Malfontal Winterklettersteig Rendl

Alternative

Von der Roßfallscharte kann anstatt nach Osten auch nach Westen ins Moostal abgefahren werden. Im Talboden folgt man dem Talverlauf nach N, bis man auf einen Forstweg an der rechten Talseite gelangt. Dieser geht leicht bergauf, man erreicht aber mit einem kurzen Aufstieg (etwa 10 Minuten) die Talstation des Maaß-Sesselliftes. dem man zur Talabfahrt folgen kann, die einen schnell nach St. Anton zurückbringt. Da große Teile dieser Variante auch von den Liften erreicht werden können, ist sie freeridetechnisch oft wenig lohnend. Allerdings stellt sie eine Kurze Alternative zur langen Abfahrt nach Pettneu dar.

Der Klettersteig kann anstatt bis zur Roßfallscharte auch nur bis zur Vorderen Rendlspitze (2816 m) gegangen werden, von wo man entweder nach SO zur beschriebenen Abfahrt durchs Malfontal gelangt, oder sehr steil und unübersichtlich nach N abfahren kann. Letztere Variante lohnt allerdings nur wenn man anschließend mit Fellen entweder auf die Rendlscharte (2551 m) oder Hochkarspitze (2836 m) steigt und ebenfalls über das Malfontal abfährt, da einem sonst nur die meist komplett verspurte Skiroute „Hinteres Rendl" bleibt.

TIRIS

Information

Schwierigkeit (5-stufige Skala): ****

Besondere Gefahren: Klettersteig, entsprechende Ausrüstung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kenntnisse erforderlich!

Durchschnittliche Steilheit/Maximale Steilheit: 30°/ 35°

Exposition: O-N / W / N

Höhenmeter Start und Ziel: 2.645 m | 1.284 m bzw. 1.222 m

Höhenmeter bergauf und bergab: ca. 160 m | ca. 1.510 m

Dauer: 3-4 Stunden

Beste Jahreszeit: Januar – März

Unterkunft: Piltriquitron – Skiers Lodge St.Anton www.piltriquitron.com +43 (0) 650 767 49 13

Adressen: Tourismusverband St. Anton am Arlberg +43 (0) 5446 23 520

Sonstige Empfehlungen: Einzelne Bergfahrten erhältlich, Klettersteig nach Schneefällen teilweise zunächst gesperrt!

Buchtipp: Diese Tour ist im Buch „Powderguide Tirol – Die besten Freeride-Touren" nachzulesen Buch bestellen

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Kommentare / Diskussion

Antworten: 3

Letzter Beitrag: 07.01.2017

@Lorenzo: Er meint wahrscheinlich, ob es unten raus läuft oder ob man viel laufen, schieben muss. Die Antwort ist wahrscheinlich (ohne die Tour gemacht zu haben): Kommt auf die Bedingungen an ;)
Naja, ich wüsste jetzt nicht warum das mit einem Snowboard nicht gehen sollte. Auf dem Klettersteig müssen Ski (oder eben Snowboard) ja sowieso auf den Rucksack...
Weiß jemand ob diese Tour für Snowboarder geeignet ist? Sieht verdächtig nach Hatscherei aus. Gruß Ralf
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