19.03.2017

Gear of the Week | Suunto Movescount Heatmap

Der heisse Scheiss in den Bergen als interaktive Karte

Du bist in einer Gegend gelandet, in der du noch nie warst und hast keine Ahnung, welche Touren machbar sind? Du planst eine Skitour, aber die Routenbeschreibung ist mehr als dürftig? Du bist gern allein am Berg und willst den Massen ausweichen? Oder willst du einfach nur herausfinden, an welcher Parkbank in deiner Stadt die meisten heissen, spandexbekleideten Chicas oder Chicos vorbei joggen? Dann solltest du einen Blick auf die Heatmaps der GPS-Uhrenhersteller werfen.

movescount.com Die Suunto Movescount Heatmap zeigt: Mountaineering ist hot in Tirol –auch auf den Strassen und Autobahnen rund um Innsbruck


Eine GPS-Outdooruhr gehört ja bekanntermassen für den Bergsportler von Welt dazu, the gentleman's attire für den aktiven Outdoor Hipster, sozusagen. Damit vermessen werden kann, was messbar ist. Und wir stolz uns oder anderen verkünden können, wie viele Höhenmeter oder Kilometer wir heute wieder gemacht haben. Viele Anwender laden dies Daten ihrer GPS-logs dann auch auf die Portale der Uhrenhersteller hoch, welche sie wiederum zu Heatmaps der jeweiligen Aktivitätskategorien zusammen fassen.

Suunto macht das z.B. im hauseigenen, frei zugänglichen Movescount-Portal. Andere Hersteller machen das ebenfalls, nur muss man sich dort oft anmelden oder gar ein Produkt aus dem Hause besitzen, um die Heatmaps sehen zu können.

map.geo.admin.ch Der Overlay mit der Topo-Karte zeigt sehr gut, wie hilfreich und präzise die Informationen aus der Heatmap sind. So werden die drei Aufstiegsvarianten im unteren Teil (Direktissima durch den Wald zu Fuss, der steile Anstieg über die Wiese oder die körnersparende Variante über den Wanderweg) gut deutlich.

Die Heatmaps sind nach Aktivitäten filterbar, so dass man sich beliebte Mountainbikerouten, Skitouren oder Joggingstrecken problemlos anzeigen lassen kann. Das Tool eignet sich hervorragend für verschiedene Sachen, die das Freeriderherz bewegen. Man will mal Skitouren im Schweizer Jura ausprobieren? Kein Problem, ein Blick über die Heatmaps zeigt schnell, welche Bereiche des Juras attraktiv zu sein scheinen, und in welchen gar nichts los ist. Beliebte Skitouren lassen sich so einfach finden und nachvollziehen –oder eben auch vermeiden. Oder man will eine Tour machen, weiss aber nicht genau, wie die Route verläuft? Die Chancen stehen gut, dass sich die Aufstiegsroute mit Hilfe der Heatmaps nachvollziehen lässt.

Alles in allem ein überraschend sinnvolles Recherchetool des digitalen Zeitalters, in dem auch die Berge (leider?) keine Geheimnisse mehr haben.


Relevante Links:
http//:www.movescount.com
https://www.map.geo.admin.ch

 

Ähnliche oder weiterführende Artikel:

Tourenplanung mit White Risk: Erfahrungsbericht
Gear of the Week | map.geo.admin.ch von Swisstopo
Materialtest | Suunto Ambit3 PEAK Black (HR)
Um Community-Funktionen zu nutzen, musst Du angemeldet sein. Jetzt kostenlos registrieren!

Kommentare / Diskussion

Antworten: 4

Letzter Beitrag: 20.03.2017

Übrigens war der Hinweis auf das Mountaineering auf Tiroler Autobahnen in der Titelbild-Legende genau dazu da, diese nötige Skepsis zu unterstreichen.
Trotzdem finde ich es häufig spannend, auf den Heatmaps zu sehen, welche Touren so gemacht werden.
@meimei77:
Natürlich sind Heatmaps mit Vorsicht zu geniessen -wie jede Info zu Touren und Routen. Das gilt genauso für Tourenbeschriebe aus einem Blog oder anderen Weiten des Internets.
Die Waldvariante (der Normalweg im Sommer) ist übrigens durchaus beliebt bei Leuten, die bei wenig Schnee (im Wald oft nahezu keiner) den ersten Teil zu Fuss aufsteigen -und auch absteigen, wenn der Schnee nicht mehr bis in’s Tal reicht. Ich wüsste auch nicht, warum man das machen will, gesehen hab ich es aber häufiger.

@uli_b: per Hand in Photoshop
Interessantes Tool. Wie hast Du denn die Überlagerung auf die Schweizer Landeskarte gemacht?
Sali Zämme,
die Beispieltour (Mutteristock) zeigt wieso man vorsichtig sein sollte mit Heatmaps. Aufstiegsvariante Wald wird gemacht wenns genung Schnee ( Steil/rauh) hat vom Start weg und ist nichts für Anfänger. Zu Fuss lohnt sich nicht da man mit Variante Wanderweg etwa eine halbe Stunde länger unterwegs ist als Waldaufstieg mit Splitboard/Ski am Fuss. Den Wiesenaufstieg gibt es eigentlich gar nicht. Die Wiese ist die meistbegangene Abfahrtsvariante der Tour und keine Aufstiegsvariante.
Neuen Kommentar erstellen: X

User-Fotos alle

fabio_bellamonte Fabio Zentralschweiz Uploaddatum: 19.03.2017 Pulverdusche
Einmal kühl duschen, bevor der nächste Wärmeeinbruch kam
PowderGuide Partnershop

Der Moment – aktuelles Fotoalle

Lorenzo Rieg Lea Hartl Arlberg Uploaddatum: 14.01.2017 Der Winter kommt in Schwung...