20.02.2017

Contestgeschehen 9 2016/17 | Chamonix Event in Andorra nachgeholt

Gute Ergebnisse für Lorraine Huber und Manuela Mandl beim zweiten FWT Stopp in Andorra.

Bei strahlendem Sonnenschein fand vergangenen Mittwoch in Andorra der Nachhol-Event für den ausgefallenen Stopp der Swatch Freeride World Tour (FWT) in Chamonix statt. Beim sogenannten „Swatch Freeride World Tour Chamonix-Mont-Blanc Staged in Vallnord-Arcalís“ siegten Lorraine Huber (AUT) und Leo Slemett (FRA) auf Ski sowie Marion Haerty (FRA) und Christoffer Granbom (SWE) auf dem Snowboard. FWT-Newcomerin Manuela Mandl holte Platz drei. Am Sonntag konnte auch noch der 2*FJT Silvretta Montafon stattfinden!

Der FWT-Circus gastierte diesmal etwas länger in Andorra, es mussten schließlich zwei Stopps ausgetragen werden. Kollege Jörg Angeli von Prime Skiing war vor Ort und liefert mit seiner Dokumentation Einblicke zu den aktuellen Verhältnissen in Andorra. Er begleitete die deutschsprachigen FWT-Fahrer (und auch nicht FWT-Fahrer) nach dem ersten Tourstopp:

Nach den Schneefällen der vorangegangenen Tage waren die Bedingungen für die Fahrer nicht einfach, da eine leichte Kruste auf der Schneedecke die Abfahrt erschwerte und die warmen Temperaturen den Schnee auf dem sonnenexponierten Face ganz schön aufweichten. Dennoch zeigten die Rider am Baser Negre (2700 m) eindrucksvolle Runs.

Snowboard Herren

www.freerideworldtour.com T. Lloyd

Der Auftakt gehörte am Mittwoch den Snowboardern. Der Sieg ging an Christoffer Granbom (SWE), der eine flüssige Fahrt mit mehreren hohen und sicher gelandeten Sprüngen zeigte. Zweiter wurde Titelverteidiger Sammy Luebke (USA) vor Davey Baird (USA). FWT-Newcomer Thomas Feurstein aus Schruns (AUT), der beim Saisonauftakt mit Rang zwei überzeugt hatte, glänzte mit origineller Linienwahl, stürzte aber leider nach einem hohen Cliffdrop und musste sich mit dem achten Platz begnügen. In der Gesamtwertung liegt Titelverteidiger Sammy Luebke weiter in Führung, Thomas Feurstein ist Fünfter.

Snowboard Damen

Marion Haerty (FRA), die bereits in der Vorsaison mehrmals das Podium erreicht hatte, feierte heute in Andorra ihren ersten Sieg auf der FWT. Platz zwei ging an Shannan Yates (USA). FWT-Neuling Manuela Mandl (AUT), die beim Saisonauftakt ein paar Tage zuvor gestürzt war, gelang eine Reihe sauberer Sprünge, für die sie 66 Punkte erhielt – Platz drei für die Wienerin. Die Zweitplatzierte des ersten Events, Nicola Thost (GER), zeigte einige Unsicherheiten und musste sich mit 52,33 Punkten sowie Platz acht zufriedengeben.

Alle acht Snowboarderinnen liegen in der Gesamtwertung eng zusammen. Es führt Anne-Flore Marxer (SUI) mit 4300 Punkten. Nicola Thost ist mit 3330 Punkten Vierte, während Manuela Mandl mit 3110 Punkten Platz acht belegt.

Bildergalerie vom Tourstopp: (noch mehr schöne Bilder auf Facebook)

Ski Damen

www.freerideworldtour.com

Lorraine Huber aus Lech am Arlberg (AUT), beim Saisonauftakt nur Neunte, gelang eine flüssige, schnelle Linie mit mehreren Sprüngen und einem hohen Cliffdrop. Sie erhielt 75 Punkte und sicherte sich damit ihren ersten FWT-Sieg seit 2014. „An den nächsten Event in Fieberbrunn denke ich jetzt noch nicht, aber ich werde wohl ähnlich fahren wie heute und mich auf die Sprünge konzentrieren. Ich habe viel an meiner Technik sowie an meiner körperlichen und mentalen Stärke gearbeitet und will jetzt zeigen, was ich kann“, sagte sie bei der Siegerehrung. Zweite wurde Kylie Sevell (CAN) vor Jaclyn Paaso (USA). Arianna Tricomi (ITA) hatte einen starken Run, stürzte aber leider ganz kurz vor dem Ziel und musste so auf eine gute Platzierung verzichten.  

Titelverteidigerin Eva Walkner aus Kuchl (AUT) setzte eine Serie von Sprüngen in den Hang und erhielt 68,33 Punkte. Nach dem fünften Platz beim ersten Event der Saison steigerte sie sich damit auf Platz vier. Nadine Wallner aus Klösterle am Arlberg (AUT) wurde mit 62,33 Punkten Sechste. Die Gesamtwertung führt nach den ersten zwei Events nun Jaclyn Paaso an. Lorraine Huber ist Vierte direkt vor Eva Walkner, Nadine Wallner liegt auf Platz acht.

 

Ski Herren

Seinen ersten Sieg auf der FWT feierte der 23-jährige Léo Slemett (FRA). Mit einem 360, einem Double Air und einem Backflip verwies er Titelverteidiger Loïc Collomb-Patton (FRA) auf Platz zwei. Dritter wurde Yann Rausis (SUI).

www.freerideworldtour.com T. Lloyd Leo Slemett

Fabio Studer (AUT) meldete sich nach Rang 25 im Auftakt-Event mit einem sehenswerten Cork 360 zurück. Der Koblacher erhielt jedoch Abzüge bei der Kontrolle und landete mit 72,33 Punkten auf Platz 9. Der Münchner Benedikt Mayr (GER) stand in seinem Run einen Backflip und einen 360, was ihm 66,33 Punkte und Platz zwölf einbrachte. Felix Wiemers aus Biedenkopf (GER) landete einen Backflip und einen hohen Cliffdrop, hatte aber Probleme bei einem weiteren Sprung und musste sich mit 60,66 Punkten und Platz 16 begnügen. Stefan Häusl (AUT) konnte nach seinem Sturz im ersten FWT-Contest vor einer Woche nicht starten. Für den Strengener ist nach einem Kreuzbandriss die Saison beendet – seine erste schwere Verletzung seit zehn Jahren.

In der Gesamtwertung führt Leo Slémett. Fabio Studer ist 13., Bene Mayr 16. und Felix Wiemers liegt auf Rang 19. Die meisten deutschsprachigen Fahrer haben somit schon mehr als ein „Streichresultat“, denn zwei aus drei Resultaten zählen für die Gesamtwertung. Daher werden sie sich schwer tun beim nächsten Tourstopp in Fieberbrunn, wo von 23 auf 12 Fahrer ausgesiebt wird, weiter in der Tour zu bleiben. Dort wird am 6. März 2017 mit dem dritten Stopp die Tour fortgesetzt. Danach kommen nur die besten zwei Resultate der ersten drei Events in die Wertung.

Den Live-Replay mit Tags zu den einzelnen Teilnehmern findet man auf www.freerideworldtour.com im Bereich „Results“ und hier gehts zu den aktuellen Rankings. Highlights der Siegerruns im Video.

Eine Woche vor dem 3* FWQ im Montafon waren die Juniors wieder am Start. Der Contest wurde auf Sonntag den 19.2. verlegt, um frischen Schnee und bestes Wetter mitzunehmen. Bis jetzt sind nur die Ergebnisse bekannt:

 

Am kommenden Wochenende wartet dann ein FWT-freies Wochenende auf uns, während bei den Qualifieren beim 3* im Montafon und beim 2* am Goldeck in Kärnten gefahren wird.

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