20.03.2017

Skitourenbindungen - Gewinnspiel mit Fritschi

Pin oder Rahmen – Ist das überhaupt noch eine Frage?

In den letzten Jahren hat sich das Skitourengehen stark gewandelt. War die „Königsdisziplin“ der Wintersportarten vor 10 Jahren noch großteils in der Hand der Bergbewohner, fand im Frühjahr statt und war vor allem etwas für Frühaufsteher, gibt es heute so viele Facetten, dass wir sie gar nicht alle aufzählen können. Von Freeridern, die oft nur kurze Aufstiege mit Fellen zurücklegen, um an bestimmte Lines zu kommen, über „klassische“ Skitourengeher, denen es um das Natur- und Gipfelerlebnis geht, bis hin zu den immer zahlreicher werdenden „Speed“-Tourengehern, bei denen der Fitnessgedanke im Vordergrund steht. Diese Entwicklung führte in den letzten Jahren zu einer wahren Materialvielfalt, die auch vor den Bindungen nicht halt machte.

Lorenzo Rieg Juho Karhu, Simon Pfandler Paznauntal

Seit vielen Jahren sind zwei Systeme für Skitourenbindungen auf dem Markt: Das Rahmen- und das Pin-Bindungssystem. Sie unterscheiden sich grundsätzlich in der Art, wie die Schuhe in der Bindung sitzen, und bringen spezifische Vor- und Nachteile mit sich. Rahmenbindungen werden wie Alpinbindungen mit Vorder- und Hinterbacken am Skischuhrand fixiert. Zum Aufsteigen wird die gesamte Bindung mittels ihres „Rahmens“ bei jedem Schritt mitsamt dem Schuh angehoben. Beim Pinsystem wird der Skischuh am Vorderbacken (und meist auch am Hinterbacken) mithilfe von speziellen Inserts und an zwei „Metallpins“ in der Bindung fixiert - daher auch der Name. Zum Aufsteigen wird der Hinterbacken weggedreht, -geklappt, oder -geschoben – der Schuh ist somit nur vorne fixiert. So muss nicht bei jedem Schritt die gesamte Bindung angehoben werden, was einiges an Energie spart.

Bis vor einigen Jahren hatte die Firma Dynafit aufgrund ihres Patents die Nase im Markt für Pinbindungen ganz vorn. Das bedingte nicht nur die begrenzte Auswahl an Skitourenbindungen, sondern limitierte auch die Schuhmodelle mit passenden Inserts. Seit dem Auslaufen des Patents im Jahr 2012 hat sich das Angebot aber vervielfacht. So bieten nicht nur zahlreiche Hersteller verschiedenste Typen von Bindungen an, auch Schuhmodelle sind mittlerweile so vielfältig, das wohl jeder Skitourengeher einen passenden Schuh finden sollte!

Lorenzo Rieg Steffen Kruse Krippenstein

Vor- und Nachteile von Rahmenbindungen

Als ich Anfang des Jahrtausends mit dem Skitourengehen angefangen habe, war die Rahmenbindung (bzw. die Fritschi Diamir) das Maß aller Dinge. Gerade wenn man Wert auf die Abfahrt legte gab es schlicht und einfach keine stabilen Schuhe mit Inserts für Pin-Bindungen. Und obwohl sich die Innovationen in den vergangenen Jahre eigentlich alle bei den Pinbindungen abgespielt haben, sind Rahmenbindungen noch nicht überholt. Sie bieten trotz des bauartbedingten Gewichtsnachteils (und der Tatsache, dass bei jedem Schritt einiges an Extragewicht bewegt werden muss) doch einige unbestreitbare Vorteile. Zum einen kann so gut wie jeder Skischuh in Rahmenbindungen verwendet werden. Zum anderen besitzen sie eine einstellbare Sicherheitsauslösung, die mit der einer Alpinbindung vergleichbar ist. Auch ist die Bedienung von Rahmenbindungen wie etwa der Ein- und Ausstieg, das Verändern der Steighilfe sowie das Umschalten zwischen Geh- und Skimodus in der Regel recht einfach. Zudem gibt es einige Modelle, die dank maximalem Z-Wert von 16 auch für sehr schwere und aggressive Fahrer bestens geeignet sind.

Vor- und Nachteile von Pinbindungen

Die mittlerweile in verschiedensten Varianten erhältlichen Pinbindungen haben alle gemeinsam den Vorteil, dass sie leichter sind und einen günstigen Drehpunkt beim Gehen bieten. Hinzu kommt eine sehr direkte Kraftübertragung und eine niedrige Standhöhe am Ski. Allerdings gibt es (mit Ausnahme der Modelle von Fritschi und Trab) keine definierte Sicherheitsauslösung am Vorderbacken. Und obwohl die Auswahl an passenden Skitourenschuhen mittlerweile beträchtlich ist, kann eben doch nicht jeder Schuh verwendet werde. Während Pinbindungen im Leichtgewichts- und Skitourenrennbereich nach wie vor alternativlos sind, werden mit Modellen wie etwa der Dynafit Beast heutzutage auch Alternativen für den harten Freeride-Einsatz angeboten.

Fazit: Welches System ist nun besser?

Nach wie vor gilt auch für Skitourenbindungen: Alles hat Vor- und Nachteile. Pinbindungen sind „in“ (und das zu Recht), allerdings haben auch Rahmenbindungen durchaus noch eine Daseinsberechtigung, vor allem aufgrund der besseren Auswahl an Schuhen, der einfachen Bedienung und der Sicherheitsauslösung.

Wann überzeugt eine Rahmenbindung?

Gerade für eine schwerpunktmäßige Nutzung im Skigebiet mit nur gelegentlichen Aufstiegen, bei problematischen Füßen oder entsprechenden Skischuhbedürfnissen ist eine Rahmenbindung zu empfehlen. Wer die Stabilität, maximale Kraftübertragung und den hohen Z-Wert einer starken Alpinbindung sucht, oder sowieso nur kurze, liftunterstütze Touren gehen möchte, findet mit Modellen wie der Fritschi Freeride, Marker Duke oder Salomon Guardian empfehlenswerte Bindungen die sich seit Jahren bewährt haben. 

Wann überzeugt die Pinbindung?

Für lange Touren, bei denen das Gewicht und die Aufstiegsperformance eine Rolle spielen, führt an einer Pinbindung wohl kaum noch ein Weg vorbei. Viele der neueren Pin-Modelle machen auch eine schnellere Fahrweise mit und sind voll Action-tauglich - allen voran die Dynafit Beast-Modelle. Mit der Vipec (und ab nächster Saison der Tecton) Bindung von Fritschi (sowie den Exoten von Trab) gibt es mittlerweile auch Bindungen mit voll einstellbarer, definierter Sicherheitsauslösung, welche somit gegenüber Rahmenbindungen wirklich kaum noch Nachteile haben.

Lorenzo Rieg Lea Hartl Ötztal

Gewinnt jeweils eine Rahmen- und eine Pinbindung unseres Partners Fritschi

Fritschi FR Pro

Unser Partner und Experte für beide Bindungssystem stellt uns eine Diamir Vipec 12 und eine Diamir Freeride Pro (jeweils mit 100er Stopper) zur Verfügung. Wenn ihr eine der Bindungen gewinnen wollt, sendet uns bis zum 9. April 2017 (23.59 Uhr) eine E-mail (info(at)powderguide(dot)com) mit den richtigen Antworten auf die folgenden drei Fragen unter der Angabe eures Namens und einer Versandadresse. Bitte gebt in der E-Mail folgenden Betreff ein: Gewinnspiel Skitourenbindungen. Wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen und jeder Teilnehmer kann nur einmal an der Verlosung teilnehmen. Unter allen Einsendungen mit den richtigen Antworten werden die beiden Bindungen verlost.

1. Wie heißt die neue Bindung von Fritschi, die nächsten Winter auf den Markt kommt?

2. Was verhindert bei der Vipec 12 ungewollte Auslösungen?

Fritschi Vipec 12

3. Was ist der Schlüssel für eine definierte Auslösung bei der Freeride Pro?

Tipp: Für die Beantwortung der Fragen müsst ihr diesen Artikel gelesen haben oder mal hier vorbei schauen! 

 

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Kommentare / Diskussion

Antworten: 3

Letzter Beitrag: 10.04.2017

Knaller, da kann der Junior sich über seine erste Tourenbindung freuen, wa?
Wohoooo! :) Danke
Die Losfee hat unter den vielen Einsendungen die zwei Gewinner gezogen:

Max Elias kann sich über die Fritschi FR Pro freuen und Cornelia Reindl über die Fritschi Vipec 12! Herzlichen Glückwunsch!! Die beiden werden per Mail informiert!

Euer PG-Team
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