17.12.2011

Skiwerkstatt | Die demontierbare Bindung

Bindungswechsel leicht gemacht

Alpin-, Touren- oder keine Bindung? Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Demontierbare Bindung? Also eine Bindung zum Abnehmen? Da drängt sich doch direkt eine Frage auf: Warum zur Hölle?

Vorteile gibt es einige: Die einfache Demontage zum Transport, z.B. bei Flugreisen; die Mehrfachverwendung teurer Bindungen auf mehreren Ski; aber auch – sofern man gewillt ist, mehrere Sätze Löcher zu bohren – die Möglichkeit, mehrere Montagepunkte zu nutzen oder zwischen Alpin- und Tourenbindung auf demselben Ski zu wechseln. Zugegeben, eine ziemliche Nischenanwendung für angefressene Schnee-Junkies und Tech-Nerds. Aber sind wir das nicht alle ein bisschen?

Doch wie lässt sich eine demontierbare Bindung realisieren? Ganz einfach, in dem man die geliebten Latten mit Inserts für die gewünschte Bindung versieht. Ähnliche Methoden werden im Fachgeschäft angewandt, wenn Bindungsschrauben herausgerissen wurden. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie das Ganze realisiert wird. Die einfachste Variante sind Einschlag-Inserts, die allerdings nicht besonders vertrauenerweckend sind. Aus dem Snowboard-Bereich gibt es Inserts, die belagsseitig eingesetzt werden, wodurch jedoch die Montage verhältnismässig aufwändig ist. Als praktischste Lösung haben sich Muttern zum Einschrauben erwiesen, von denen wir euch hier zwei Systeme vorstellen möchten.

Verschiedene Insert-Typen: Binding Freedom Inserts, RAMPA-Muffen und nicht empfehlenswerte Einschlagmuffen (v.l.n.r.)

Grundsätzlich ist das Einsetzen von Bindungsinserts kein Hexenwerk, verlangt jedoch in jedem Fall präzises Arbeiten und handwerkliches Geschick. In jedem Fall ist es empfehlenswert, wenn man bereits Erfahrung mit der selbst durchgeführten Bindungsmontage hat. Es kann hilfreich sein, wenn – wie in diesem Fall – die gewünschte Bindung schon erfolgreich normal montiert war, aber bei sauberer Arbeitsweise ist eine direkte Neumontage mit Inserts kein Problem. Im Zweifelsfall einfach zuerst eine Testmontage auf einem Holzrest durchführen.

Das Rundum-Sorglos-Paket von Binding Freedom (Küchentisch-tauglich)

Das 3-in-1 Tool und der Guide Block von Binding Freedom

Jon hat inzwischen aus einer im TetonGravitiyResearch Forum entwickelten Idee ein Business aufgebaut, und bietet auf www.bindingfreedom.com nahezu alles rund um die Insert-Montage an (sogar Repair-Kits sollte man die Montage vermasseln oder die Inserts ausreißen). Der Versand erfolgt schnell und problemlos und die Montage gestaltet sich dank der nützlichen Tools einfach. Besonders effektiv ist das System bei bereits existierenden Löchern für normale Bindungsschrauben.

Bevor es losgeht, werden erst einmal die Inserts mittels Aceton sauber entfettet, sonst gibt's später unliebsame Überraschungen. Nun wird mit Hilfe des schmalen Dorns des 3-in-1-Tools der Guide Block mittig über den alten Löchern platziert und mit einer Klemme fixiert (sie Bild rechts & Galleriebild 1, unten). Dann wird mit dem Insert-Bohrer mit Höhenanschlag ein 9,5 mm tiefes Loch gebohrt (siehe Galleriebild 2, unten). Anschließend wird mit dem dicken Ende des 3-in-1-Tools das große Loch des Guide Blocks zentriert (Galleriebild 3, unten) und mit Hilfe eines Gewindeschneiders das Gewinde für die Inserts vorbereitet (Galleriebild 4, unten).

Nun sollten die Bohrlöcher entgratet (siehe Galleriebild 5, unten), sowie ausgeblasen und ausgeklopft werden, damit sie frei von Staub und Rückständen sind. Jetzt gilt es, 2-Komponenten-Epoxidkleber anzurühren (Galleriebild 6, unten). Muttis Ceranfeld ist bei der Küchentisch-Montage dazu die optimale Unterlage: Rückstände lassen sich einfach abkratzen. Als Kleber sollte 24 h Epoxid verwendet werden; in diesem Fall wurde Uhu Endfest 300 genutzt. Das Epoxyd nun mit einem Streichholz oder Zahnstocher in die Löcher streichen (Galleriebild 7, unten). Zwei bis drei Tropfen sind genug, schliesslich soll zwar das Insert gut benetzt sein, aber auch nichts bei der Installation hinaus drücken. Danach wird der Guide Block wieder in Position gebracht (es geht auch ohne) und mit Hilfe des 3-in-1-Tools die Inserts eingeschraubt (Galleriebild 8 & 9, unten). Hierbei ist es hilfreich, mit dem Tap Handle Druck von oben auszuüben, während mit Hilfe eines Schraubenschlüssels das Insert eingeschraubt wird.

Gallerie: Die Montage von Inserts mit dem System von Binding Freedom

Jetzt den Ski nur noch mindestens über Nacht in eine warme Ecke neben der Heizung stellen, damit das Harz gut aushärten kann und schon ist der Ski bereit, immer wieder wechselnde Bindungen einzugehen.

Fazit

Das Binding Freedom System bietet alles, was man zur Insert-Installation braucht und macht sie zu einer einfachen Sache. Ein kleiner Nachteil ist die geringe Ausprägung des Aussengewindes. Man schafft es relativ schnell, durch Schludern beim Gewindeschneiden oder übermotivierten Krafteinsatz ein durchdrehendes Insert zu erschaffen. Mit etwas Vorsicht und durchschnittlichem handwerklichem Geschick ist aber der Weg zur Flexibilität in der Bindungsnutzung frei.

Natürlich hat das seinen Preis. Der gravierendste Nachteil ist allerdings im amerikanischen Unverständnis gegenüber dem Metrischen System begründet. Die Inserts haben ein 5-16/18 Gewinde und benötigen dementsprechende Werkzeuge. Allein einen passenden Innensechskant zur Verstellung des Höhenanschlags des F-Bohrers (metrisch 6,5 mm tut es auch) zu finden, kann ein Abenteuer sein. Zum Glück ist Torx ja auch sechseckig. Glücklicherweise ist das Innengewinde metrisch (M5) und somit die Suche nach den passenden Bindungsschrauben einfach. Diese gibt es allerdings auch gleich für ausgewählte Bindungen im vorsortierten Set zum Mitbestellen.

Man legt sich also mit dieser Investition ziemlich fest und wird damit nur die von Binding Freedom vertriebenen Inserts installieren können und nutzen wollen.

Die Budget-Alternative mittels RAMPA-Muffen (Werkstatt-tauglich)

Verschiedene Werkzeuge zum Setzen der Inserts: 3-in-1 Tool von Binding Freedom, doppelt gekonterte Schraube, selbst gebasteltes Setzwerkzeug aus Schraube und Muttern und modifizierter Schlitzschraubendreher (v.l.n.r.)

Die Montage von Einschraub-Muffen als Inserts ist schon lange in Skibastler-Kreisen beliebt. Sie erfordert deutlich mehr intellektuelle und auch handwerkliche Eigenleistung, ist dafür aber deutlich günstiger. Hier haben sich Muffen der Firma RAMPA vom Typ C mit 8 mm Länge und Außendurchmesser sowie einem M5 Innengewinde bewährt.

Bevor es losgeht, braucht es ein wenig Bastelei, um die nötigen Werkzeuge herzustellen (siehe Bild links). Ein einfaches Werkzeug zum Setzen der Inserts besteht aus einer Schraube, die sich gut in ein Bohrfutter spannen lässt, sowie ein bis zwei Muttern, um das Insert zu kontern. Da hiermit die Muffe aber gern gleich wieder heraus gedreht wird, empfiehlt sich ein Werkzeug zum Muffeneindrehen. Hierzu kann man entweder einen 7 mm breiten Schraubendreher modifizieren, oder man feilt eine Mutter so zurecht, dass in der Mitte ein Grat stehen bleibt, der in die Muffenschlitze greift, und schraubt sie auf eine Schraube, von der die ersten Gewindeumdrehungen rund gefeilt worden sind. Ist man so gewappnet, kann es los gehen.

Vorbohren der Löcher für die RAMPA-Muffen mittels Standbohrmaschine

Zur Montage wird natürlich zuerst einmal wieder gebohrt. Und zwar mit einem 6,5 mm Bohrer (siehe Bild rechts). Dabei ist es egal, ob existierende Löcher aufgebohrt werden, oder direkt neue gebohrt werden. Wichtig ist lediglich, dass man gerade Löcher mit einer Tiefe von 9-9,5 mm bohrt. Präzise an der richtigen Stelle sollten sie natürlich auch sitzen. Hierzu eignet sich am besten eine Standbohrmaschine mit einstellbarem Höhenanschlag. Wer Freihand arbeitet, sollte die nötige Geschicklichkeit mitbringen. Oder sich selber eine Bohrlehre basteln.

Danach werden die Bohrlöcher entgratet und leicht angesenkt (siehe Galleriebild 1, unten). Nun könnte man natürlich die Muffen direkt montieren (s.u.), aber besser kontrollierbar ist es, dieses in zwei Schritten zu tun. Eine Muffe wird mit den Schlitzen nach unten auf eine Schraube geschraubt und mit Muttern fest gekontert. Dabei sollten die ersten mm des Innengewindes mindestens bis Schlitzhöhe frei liegen. Die Schraube wird nun in das Bohrfutter einer Handbohrmaschine gespannt. Diese sollte sehr langsam laufen können und einen Rückwärtsgang haben. Mit Hilfe dieses Werkzeugs wird nun das Gewinde für die Muffen in die Bohrlöcher geschnitten (Galleriebild 2, unten). Danach werden die Bohrlöcher sauber ausgeblasen (Galleriebild 3, unten) und das eigentliche Setzen der Inserts kann beginnen.

Dazu wird zuerst einmal 24h Epoxid angerührt. Hier hat sich die L-Harz & Härter-Kombination von R&G bewährt, da das Epoxid schön dünnflüssig ist. Es hat sich auch bewährt, das Harz direkt vor der Anwendung anzuwärmen. Dies erhöht die Fluidität, verringert aber die Verarbeitungszeit. Nun wird das Harz – am besten mit Spritze und Nadel – in die Bohrlöcher gebracht (Galleriebild 4, unten). Dabei ist drauf zu achten, dass die Lochwände, vor allem aber der Boden sauber benetzt sind, das Loch aber nicht mit Epoxidharz gefüllt wird. Nun gilt es, einige Minuten zu warten, um dem Harz Zeit zu geben, in das Holz einzuziehen. Es sollte wenig flüssiges Harz im Loch verbleiben. Überschüssiges Harz kann mit Wattestäbchen entfernt werden. Dies ist wichtig, da die RAMPA-Muffen an beiden Enden offen sind, und somit Harz in das Innengewinde gedrückt werden kann.

Nun werden die Muffen mit dem selbst gebastelten Werkzeug eingeschraubt (Galleriebild 5 & 6, unten). Sie sollten dabei bündig mit dem Topsheet des Skis abschliessen und keine deutlichen Erhebungen spürbar sein. Ist doch Harz in das Innengewinde gedrungen, kann man es notdürftig entfernen, in dem man eine Schraube immer wieder hinein schraubt und danach (am besten mit Aceton) abwischt. Auch kann man nach dem Aushärten mit einem Gewindeschneider das Gewinde frei schneiden.

Gallerie: Das Setzen von RAMPA-Muffen als Inserts & die Montage der demontierbaren Bindung

Nun gilt es nur noch, das Epoxid aushärten zu lassen. Am besten an einem warmen Ort neben der Heizung.

Theoretisch kann man die Muffen auch in einem Arbeitsschritt setzen. Dazu werden die Löcher direkt nach dem Bohren und entgraten mit Harz versehen und anschließend die Muffe wie zum Gewindeschneiden eingebohrt. Ist die Muffe nun ganz eingeschraubt, werden die Muttern an der Schraube gelöst und anschließend die Schraube herausgeschraubt. Die zweischrittige Methode bietet aber mehr Sicherheit und Kontrolle.

Fazit

Bindunsginserts mittels RAMPA-Muffen zu setzen, ist zwar kostengünstig, erfordert aber einiges an handwerklichem Geschick und eine gut ausgestattete Werkstatt. Weiterhin haben die Muffen mit ihrer Öffnung nach unten eine Schwachstelle, durch die Wasser in den Kern eindringen könnte, wenn die Verklebung nicht sauber durchgeführt wird. Im Gegenzug ist das Gewinde gut ausgeprägt und hält bombig im Holz.

Zusätzlich halten sich die Investitionskosten in Grenzen, die Nachbeschaffung ist leicht und mit Übung ist das Setzen der Inserts kein Hexenwerk. Die Kosten sind auch dann tragbar, wenn man nicht vorhat, viele Ski mit Inserts auszustatten.

Alternativen

Alternativen sind leider rar. Einschlagmuttern, welche Topsheet-seitig eingebracht werden, scheiden aufgrund berechtigter Zweifel an der Festigkeit, speziell, wenn es um's ausreissen geht, aus. Belagseitig eingebrachte Inserts sind sicherlich haltbar, aber sehr kompliziert in der Montage und erfordern zusätzliche Belagsarbeiten. Der Skiwerkstatt-Fachhandel bietet Einschraub-Inserts aus Messing an. Diese haben jedoch keine Vorteile gegenüber RAMPA-Muffen, sind meist teurer und für Bindungsschrauben ausgelegt, statt für Maschinengewinde. Damit ist die wiederholte Montage nur bedingt empfehlenswert.

Eine erwähnenswerte Alternative stellen die Montageplatten von Binding Freedom dar. Dieses sind Aluminiumplatten, die normal auf den Ski geschraubt werden und in der Regel für zwei spezifische Bindungstypen (eine Alpin-, sowie eine Tourenbindung) passen. Es braucht nicht mehr handwerkliches Geschick als zu einer einfachen Bindungsmontage und man bohrt nicht elendig viele Löcher in den Ski. Nachteilig ist das leicht erhöhte Gewicht durch die Platte sowie das Plus an Standhöhe. Außerdem sind die verfügbaren Bindungskompositionen limitert.

Montage der Bindung

Hat man einmal die passenden Maschinenschrauben, ist die Bindungsmontage kein Hexenwerk. Schrauben gibt es im gut sortierten Eisenwarenladen (oder als bindunsgspezifisches Komplett-Set bei Binding Freedom). Sie sollten die gleiche Kopfform wie die originalen Bindungsschrauben haben, aber 1-3 mm kürzer sein.

Zur Montage wird ein wenig Schraubenkleber für wiederlösbare Verbindungen aufgebracht (Galleriebild 7, oben) und die Schrauben nachher handfest angezogen (Galleriebild 8, oben). Nun hat man einen Ski mit einer Bindung, die man jederzeit entfernen kann (Galleriebild 9, oben). Oder bei dem man den Bindungstyp wechseln kann -entsprechende Ausstattung mit Inserts vorausgesetzt (Galleriebild 10, oben).

Bezugsquellen

Binding Freedom Inserts, Installationstools, Bindungsschrauben oder Montageplatten: www.bindingfreedom.com

RAMPA-Muffen: In größeren Mengen direkt von RAMPA oder in kleineren Mengen von Pfahl Verbindungstechnik

Werkeuge zur Skimontage und Zubehör: Ski-Man, Ski-Man Schweiz, Reichmann, Maislinger-Snoli 

Zum Forum: Bindungsmontage und alles drum herum (hier sind auch die Bohrschablonen zu finden)

Ähnliche oder weiterführende Artikel:

Skiwerkstatt | Bindungsmontage
Skiwerkstatt | Bindungseinstellung
Skiwerkstatt | Felle zuschneiden & pflegen

Links:

www.bindingfreedom.com/
www.rampa.com/
www.pfahl-verbindungstechnik.de/
www.inox-schrauben.de/
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Kommentare / Diskussion

Antworten: 46

Letzter Beitrag: 26.09.2017

Dann viel Erfolg bei der Montage und viel Spass auf Tour!

Bei Fellen sind die Unterschiede nicht so wahnsinnig. Mit Markenfellen (BlackDiamond, Colltex, G3, Kolha etc.) kannst Du nicht so viel falsch machen. Das Vacuum Base kenne ich persönlich nicht, aber zu Fellen findest Du einige Materialtests hier auf Powderguide
Hallo Knut,
und vielen Dank für deine schnelle Antwort und die Tips!

Ich habe auch noch einen alten Mantra an dem ich noch ein zwei Tests machen kann. Die ersten Inserts habe ich schon mit Epoxy eingeklebt, ziemliche Fummelarbeit, aber sie machen jetzt nach dem Aushärten eine gute Figur. Dann werde ich mit deinen Tips mal daran machen und die restlichen Inserts in meinen Aura setzten.

Ich bin sehr gespannt auf die erste Tour, ich hoffe das dann alles hält und werde berichten.

Außerdem suche ich noch nach einem passenden Tourenfell für den gelegentlichen Gebrauch beim Freeriden, ich habe das Kohla Vaccum Base Multifit im Blick. Hast du zufällig Erfahrung oder kannst mir ein ganz anderes Fell empfehlen?
Hi Aura

Danke für die netten Worte!

Das sind in der Tat Schwierigkeiten, die bei der Rampamuffenmontage gerne mal auftreten.

Um zu gewährleisten, dass sich die Muffen nach dem Setzen nicht wieder aus drehen, hilft es, sie Schraube einzufetten. Wenn die Muffe trotzdem mit heraus kommt, einfach mit einem Schraubenschlüssel die Kontermuttern vor dem Rausdrehen lösen. Leider etwas umständlich.

Das Problem liegt aber sicher auch daran, dass die Muffen dank der Titanaleinlage viel Kraft zum Setzen brauchen und daher sehr fest auf die Schraube gedreht werden.

Ich habe das letzte Mal einen alten Mantra mit Muffen versehen, da war nicht dran zur denken, die Muffen sauber durch die Titanaleinlage zu drehen. Ich hab die Titanaleinlage mit dem Senker ezwas aufgebohrt und direkt gesetzt, ohne ein Gewinde vorzuschneiden.
Loch gebohrt, abgesenkt, Epoxy rein und Muffen gesetzt. Hält bombenfest.
Hallo zusammen,

nach der letzten Saison war mein alter Ski nun wirklich nicht mehr zu retten, zu wenig Schnee, zu viele Steine... Aber die Bindung wollte ich retten und bin auf diesen genialen Beitrag gestoßen!

Der neue Ski ist ein Völkl Aura, meine Alte Bindung eine Marker Baron. Dank Standbohrmaschine und Knut´s Bindungsschablone sind die Löcher (d=6,5mm, oben bis Unterkante Titanal entgratet) sauber im Ski. Ich habe mich übrigens für die Bindungsmontage mit Rampamuffen (M5 8X8) entschieden. Und hier liegt mein Problem :D Durch den Aufbau des Völkl Aura (Titanallage ca. d=1,5mm unterhalb des Topsheats) habe ich Probleme beim Gewindeschneiden mit/ für die Muffen. Zum setzten der Muffen benutze ich die Schraube mit gekonterten Muttern. Hierbei drehen sich die Muffen meist so fest auf die Schraube, dass ich sie wieder rausdrehe. Das ist ja erstmal ohne Epoxy so gewollt, aber beim Einkleben passiert das gleiche. Auch ein nachträgliches Setzen mit dem Schraubenzieher funktioniert nicht reibungslos, da die Muffe sich im Titanal verkantet und dann verbiegt (das wäre um ein Haar schief gelaufen...). Ich überlege die oberen 3 mm der Bohrlöcher auf volle 8mm breite bis Unterkante Titanal auszubohren und es dann erneut zu versuchen... Ich habe aber Bedenken da dann die Muffen nur noch 5mm Verbund zum Holzkern haben, ansonsten wären es ja 8mm. Vielleicht hatte ja jemand von euch bereits ein ähnliches Problem und weiss eine bessere Lösung? Ich wäre dankbar für Ideen :)

Pray for Snow! Eure Aura
Weiß jemand zufällig einen Laden in Innsbruck wo man solche Rampa-Muffen oder ähnlich brauchbares bekommt? EDIT: Hat sich erledigt, bestelle sie doch via Internet
He, was nen Zufall. Sauber, danke für die Rückmeldung. Keine Toleranzprobleme, keine Abweichungen, nichts?
Passt und kam zum richtigen Zeitpunkt, Danke
So, neue Schablonen für Duke EPF und Salomon Guardian/Atomic Tracker Bis jetzt aber noch nicht getestet, daher mit Vorsicht zu geniessen. Rückmeldungen werden dankbar entgegen genommen.
ok, danke!
Schau Dir doch mal die im ersten Beitrag verlinkte Anleitung an. Ist zwar für Vertical und Speed, aber ich glaube, bei der Radical hat sich da nicht so viel geändert.
so, erstes Paar Ski sind mit Inserts bestückt. Jetzt müssen sie nur noch in der Praxis getestet werden... Das wichtigste ist ist m.M.n. das erstellen von geeignetem Werkzeug, damit man die Inserts schön setzen kann. Da ich demnächst noch einen Ski mit ner Dynafit FT Radical montieren will, bräuchte ich noch ne Anleitung zum Einstellen einer Dynafit Bindung. Kann mir da jemand helfen? Tipps, Tricks, wichtig zu beachten usw. gruss Volker
Das ist mehr oder weniger normal bei Bindungen mit automatischer (manchmal auch fixer) Vorderbackenanpassung. Da ein Alpinschuh eine glatte Plastickfläche an der Kontaktfläche mit der Sohlenauflage der Bindung aufweisen muss, beeinflusst die Reibung den Z-Wert nicht so stark, dass dieser problematisch würde.
Hallo zusammen, vielen dank für die ausführliche Anleitung die mit ihren vielen Hinweisen und Links sehr hilfreich war! Ich habe allerdings noch eine für meine Bindung spezielle Frage: Ich habe eine squire shizo, nachdem ich sie montiert hatte habe ich den anpressdruck eingestellt und mir mal den anpressdruck (redet man hier auch von anpressdruck?)der vorderbacken angesehen. Bei allen meinen alten Bindungen konnte ich ich durch eine schraube die höhe der Vorderbacken verstellen. Dies ist hier nicht mehr möglich (zu mindestens habe ich nicht raus gefunden wie). Ich habe natürlich auch gelesen das dies speziell bei Alpinbindungen nicht immer möglich ist. Trotzdem habe ich mal aus Spass den papierstreifen test gemacht... und bin durchgefallen. Das Papier war nicht ohne zu zerreißen zwischen bindung und Schuh weg zu bewegen. Wohlgemerkt bei einem normalen Alpinen Skischuh. Hat hier jmd, ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. kennt sich einer mit der squire bindung aus uns kann mir bestätigen das ich die Stellschraube nicht nur einfach übersehen habe? Vielen Dank für eure Antworten...
Hab ihn leider noch nicht im Schnee gehabt. Der Skiservice-Typ meinte, mit nem normalen 4.1 Bohrer würde das nicht funktionieren, weil die Schrauben sich nicht von selbst in das Material schneiden könnten. Er müsste das Gewinde nach dem Bohren mit nem Gewindeschneider reinschneiden. Klingt für mich auch nachvollziehbar. Hab beim Abholen nicht nochmal danach gefragt, wie er es jetzt genau gemacht hat. Hat auch nicht mehr gekostet als ne normale Montage. Kannst ja mal dann versuchen, ob du die Schrauben so auch rein bekommst. Vll. klappts ja.
^^äh wir checken unsere alten Beiträge demnächst mit der Systemumstellung eh... @Splat: schon eingesetzt im Schnee, das Stück? Bin da auch gerade dran an so einem Ja 4,1 Bohrer ganz normal. Schmaleren bohrer wirst die Schrauben nicht ganz reinbekommen da ja Metall nicht ganz so dehnbar ist wie Holz
Wieso funzt der Link zum Bindungeinstellen nicht mehr? Wo ist die Skiwerkstatt hin?
War mir dann auch wirklich zu kritisch das selbst zu montieren...zum Glück. Wär wohl ziemlich schief gegangen. Glücklicherweise habe ich eine der besagten wohl informierten Skiwerkstätten an der Hand Der Typ hat Jahre lang für irgendein Rennteam gearbeitet. Du hattest Recht mit deiner Vermutung. Da müssen Gewinde in die Platte geschnitten werden. In den Ski selbst wird nicht gebohrt.
Die Platte sieht ja so dick aus, dass man da fast Löcher mit Gewindebohrung für Maschinenaschrauben reinhauen könnte Auch sehen die Schraubenlöcher so aus, als wäre es so gedacht, dass die Platte über dem Ski flexen kann. In dem Fall könnte eine Montage durch die Platte übelst ausgehen. Vielleicht lieg ich aber falsch. Wirklich helfen kann ich nicht. Da hilft nur Hersteller oder wohl informierte Skiwerkstatt (ein rares Gut ) würd ich sagen.
hab mir bei ebay einen GS-Ski gekauft, der diese Platte montiert hat: http://www.cerozwozwo.de/Sigi/IMG_0176.jpg Auf dem Ski stehen zwar die Angaben 4,1mm x 9,0mm, allerdings bezieht sich das wohl auf eine flache Montage direkt auf dem Ski. Auf der Platte sind keine Angaben mehr. kann mir jemand sagen, ob man da bei der Montage irgendetwas besonderes beachten muss? Oder kann ich das Teil einfach mit den üblichen Bindungsschrauben und einem 4,1mm Bohrer montieren. Kleber? Das Material ist denk ich Aluminium.
Klar, wenn sie sauber eingeklebt werden, funktionieren vermutlich auch diese Inserts. Ich persönlich finde aber schon das Aussengewinde der Binding Freedom Inserts eher auf der schwach ausgeprägten Seite, und dieses sieht nochmal deutlich schwächer aus. Ich kenne zwar den Gewindetyp nicht, aber die Zeichnung ist ja recht eindeutig.
Dann werden es wahrscheinlich doch die Rampa Muffen..
Das Problem an diesem Gewinde wird das Aussengewinde sein. Dies ist für einen Ski zu gering ausgeprägt und wird dir wahrscheinlich ausreissen. Einsatzgebiet ist ja vor allem im Metallbereich! Der Vorteil eines verschlossenen Bodens hätte es... Gruß
Hallo! Da ich heuer auch eine demontierbare Bindung haben will, suche ich nach den geeigneten Inserts. Dabei sind mir diese aufgefallen: http://www.kerbkonus.de/proddb/tecsh...ng=de&pgc=3570 Ein würde so eine Gewinde funktionieren? Das Vorteil gegenüber den von Rampa sehe ich darin, dass das Boden verschlossen ist. LG Jiri
Hi Knut, hab leider keine Rechte um auf die Seite zuzugreifen. Die Diskusssion ist aber sicher auch für Nicht-Admins oder -Moderatoren interessant ;-) Gruß, Hannes
Die Diskussion rund um die Reparatur ausgerissener Kanten ist jetzt hier zu finden: http://www.powderguide.com/forum/showthread.php?t=3704
Servus Knut, vielen Dank für diesen super Artikel! Wenn sich die Bohrungen für zwei verschiedene Bindungen in die Quere kommen, die zweite Bindung lieber weiter vorne oder weiter hinten anordnen? Besten Dank
Ok, danke für die Aufklärung. Eine rechtlich verbindliche Bestätigung irgend einer Art brauche ich nicht - die schützt mich auch nicht vor Verletzungen. Ich will nur ausschließen, daß irgendwas oberfaul ist. DIe Schi können ohnehin mal wieder einen Service vertragen. Da bitte ich den Händler schnell mal die Auslösewerte zu checken.
Man kann die hinteren Auslösewerte schon mit einer Maschine überprüfen. Da die Bindung aber nicht genormt ist, dürfen Händler keine Bestätigung der korrekten Einstellung (theoretisch auch nicht mündlich) geben, da damit eine Garantiegrundlage suggeriert wird, die eben einer genormten Grundlage verlustig geht. In den meisten deutschsprachigen Ländern sehen die Händler das noch halbwegs locker, weil die Rechtsprechung nicht so wirr ist, aber in angelsächsischen Ländern ist das problematisch. Und ein "Bindungs-TÜV" Aufkleber, wie ihn viele Sportketten nach dem Testen aufkleben, wird dann auch schon hierzulande rechtlich problematisch.
Hmm, geht nicht? Auch gut! Wundert mich, die Dynafit-Anleitung schreibt eigentlich was anderes. Aber wenn Ihr das sagt ,,
ne, mach doch mal. Der staatlich lizenzierte Fachverkäufer wird dann vmtl ins Schwitzen kommen (weil es eben nicht wirklich gehen wird mit der Dynafit). Und lass die GoPro nebenbei laufen! hihihi
Ne Dynfait auf nem Prüfgerät testen lassen? Das macht wenig Sinn, da die Bindung nichtmal der ISO-Norm entspricht.
So, ich habe das heutige Schönwetterfenster zu einer (ausgiebigen) Testtour meiner frisch montierten Bindung genutzt. Funktioniert perfekt! Jetzt hoffe ich mal, daß die Schrauben trotz des knappen Abstand zu den alten Löchern halten. Noch ne Frage: würdet Ihr die montierte Bindung auf einem Bindungstester überprüfen lassen? Die Bindung selber ist neu - war ein Abverkaufsschnäüppchen. Ich habe die Bindung nach Tabelle eingestellt (+1 auf Tabellenwert, weil der Z-Wert aus der Tabelle zu oft Fehlauslösung ergibt, was im Steilgelände gar nicht lustig ist).
ne, kann ich nicht ich habe mich bislang immer an die Topsheetabschlüsse gehalten und hat immer geklappt (also nicht das skifahren, mehr die Montagegenauigkeit ). ich persönlich fänds nur eben sehr praktisch.
^^ "handfest" ein durchschnittlicher Bürotiger wird dabei u.U. leichte Schwielen an den Händen davontragen, ein Handwerker sollte sich leicht zügeln nicht Vollgas zu geben. Ein Verbesserungsvorschlag den ich nach gerade erfolgter Duke-MOntage (mit beiliegendem Bohrmuster) hätte: am oberen und unteren Rand eine MM-Skala, damit die Bohrschablone damit leicht mittig am SKi ausgerichtet werden kann. MIt erspart das einiges an Arbeit und die Montage wird gleichzeitg noch genauer. Also mittig eine "0" und seitlich weglaufend die Skala vorne und hinten jeweils. Ist besonders bei klassischen Sandwich-Ski mit geradem Topsheetabschluss geeignet. Capkonstruktionen gingen damit nciht so gut (BD Justice z.b.).
4-5 Nm ist richtig. Das ist aber nur Ingenieursdeutsch für "Handfest". Ich glaube, allerhöchstens eine Handvoll Leute hat ihre Bindung weltweit mit einem Drehmon^mentschlüssel angezogen. Einfach mit einem gescheiten Schraubendreher mit Schmackes anziehen. Keine Ratsche, kein Hebel, kein nix sonst und dann passt das eh.
VIelen Dank für die Antwort. Also, ich habe die Bindung jetzt montiert. Präzisionswerk mit Säulenbohrmaschine und Affenzirkus, um ja die Mittelline exakt hinzubekommen - unabhängige Messung an mehreren Punkten und mit der 2m-Richtlatte dann die Mittellinie gezeichnet. Wäre im Geschäft unbezahlbar! Aber dafür ist die Bindungung perfekt in Kombination mit dem Schuh ausgerichtet. Bei der vom Sporthändler montieren Bindung steht der Schuh nicht so perfekt ausgerichtet drin. Ein großes Lob an den Ersteller der Bohrschablonen! Ich habe sie auf Folie ausgedruckt und mit dem Zirkel ein kleines Loch in die Bohrlochmitten gestochen - das geht besonders präzise. Das kleine Loch kann man mit dem Körner "erspüren" - den Körner hätte ich nicht so genau in die Mitte plazieren können. Die Bohrschablonen habe ich am Schi ausgerichtet und mit Panzertape fixiert. Nochmal zu den Löchern: der Schi ist ein Atomic MX09 von 2005/06. Die alten und neuen Löcher sind diagonal versetzt und nicht senkrecht zur Schiaches nebeneinander. Die alten Löcher habe ich gestern mit Uhu Plus endfest 300 ausgegossen, Ich denke, das stabilisiert die Löcher schon. Noch eine Frage zum Anzugsmoment der Schrauben: da der Uhu Plus alle ist, habe ich die Schrauben noch nicht verklebt und endgültig festgezogen, Mit wieviel Nm gehören die denn angezogen? Ich hab irgendwo was von 4 bis 5 Nm gelesen.
Hallo, ich habe diesen tollen Thread über die Bindungsmontage gefunden. Ich habe günstig eine Dynafit-Bindung ergattert und kann jetzt endlich die mistige Fritschi von meinen Zweit-Tourenski runterwerfen. Dummerweise kommen sich die Löcher der Dynafit-Vorderbacken und der Fritschi in die Quere. Wenn ich den empfohlenen Mindestabstand von 10mm zwischen den Bohrlochmitten einhalte (der Wert wurde mir von einem Schimonteur genannt), kommt die Sohlenmitte 5mm hinter die aufgedruckte Schimitte. Merkt man die 5mm eigentlich? Die Bindung weiter nach vorne setzen wäre noch ungünstiger, da ich sie dann ca. 1,5 cm vor der Sollposition montieren muß. Herzliche Grüße, Bernhard
zum Löcher verschliessen: Bindungspfopfen kann man beim örtlichen Skihändler erfragen. Heißkleber, Epoxy und/oder Wasserfester Holzleim tuns zur Not auch. Ich machs meist mit den Pfropfen. Notfalls kurz im Verliehladen im Skigebiet gefragt und ein paar auf Vorrat haben.
Ich sag ja immer: Mainstream-Skifirmen haben keine Ahnung!
Der Hinterbacken lässt sich gemessene 35mm verstellen, das sollte auf jeden Fall reichen, oder? Zur Nomenklatur: So wie ich das bis jetzt mitgekriegt habe, ist -X hinter der Linie und +X vor der Linie. So sind zumindest alle Skis beschriftet, die ich habe: Beim Rossi S3 hats ne 0-Markierung, eine +5 (5cm weiter vorne) und eine -2 (2cm weiter hinten); beim Alpha 1 (um den es hier übrigens geht), hat es ne 0-Markierung, eine -2.5-Markierung (2.5cm weiter hinten) und eine -5 Markierung (weitere 2.5cm nach hinten). Bei meiner Zeichnung ist übrigens links vorne und rechts hinten Hätte das wohl noch erwähnen müssen. Danke auf jeden Fall für die vielen Hinweise.
Danke für die Antworten, Knut! Zu dem Punkt mit der Montageposition: Meine Überlegung war folgende: Wenn ich die Bindung für 340mm BSL montiere, dann kommt der Vorderbacken 5mm weiter vorne und der Hinterbacken 5mm weiter hinten zu liegen, als wenn ich für 330mm BSL montiere. Wenn ich dann diese längere Montage um 5mm nach hinten verschiebe, landet der Vorderbacken wieder am selben Ort wie bei einer 330mm Montage. Dann wär ich mit meinem kurzen Schuh (330mm) drin wieder auf dem Punkt 5mm weiter vorne... Grafisch: 330mm auf -2.5: ____|-------------------|-------------------|____ 340mm auf -2.5: __|---------------------|---------------------|__ 340mm auf -3: ____|---------------------|---------------------|____ Ich hoffe, das macht Sinn?! Aber ja, wenn ich nen Denkfehler gemacht habe, dann ists nicht so tragisch weil wohl nicht spürbar...
Ja, 3.5mm Metallbohrer passt bestens. Wenn ein Ski eine dicke Titanal-Schicht oder Carbon im Aufbau hat, würd ich eher den 4mm nehmen. Aber keine Holzbohrer. Wenn man nicht aufpasst, kömmt sonst die Zentrierspitze des Bohrers durch den Belag gedrückt... Hier scheint ein kleiner Denkfehler zu sein. Der Vorderbacken allein bestimmt die Montageposition, da er den vorderen Anschlag der Schuhsohle bestimmt. Wenn man den Hinterbacken dazu leicht versetzt, verschiebt man eigentlich nur die Schiene unter dem Backen in ihrem Verstellbereich. Wenn Du also auf -3 bohrst, dann bist Du da. Basta. Aber ich glaube nicht, dass zwischen -2.5 und -3 ein wirklich spürbarer Unterschied sein wird. Epoxy allein geht. Kann aber u.U. beim altern brüchig werden. Ich würd mir aber weniger Mühe machen und was einfacheres nehmen. Heisskleber geht z.B. bestens, wenn man eine Pistole hat. Oder Golf-Tees mit etwas Leim hinein Schlagen und abschneiden.
Wieder zurück zum Thema Bindungsmontage; Ich hab ein paar blutige Anfängerfragen: zum Thema Bohrerwahl: Ich will nen Armada-Holzkernski mit ner Rossignol-Bindung zusammenbringen. Auf dem Ski steht nichts zur Bohrerwahl, also nehm ich an, dass ein 3.8mm Holzbohrer ok wäre. Im Baumarkt gibts aber nur 3mm und 4mm Holzbohrer und 3.5mm Metallbohrer... Welchen nehm ich jetzt? Ich hätte instinktiv den 3.5mm Metallbohrer genommen, ist das ok so? zum Thema Sohlenlänge/Montagepunkt: Im Ski hat es bereits ein Set Löcher, und meine Wunschposition (330mm BSL auf -2.5) ist blockiert. Wenn ich den Hinterbacken um 1cm nach hinten verschiebe, würde es passen. Ist es somit in Ordnung, wenn ich für 340mm auf -3 bohre? Mein Schuh (330mm) würde dann genau auf -2.5 stehen, wenn ich den Hinterbacken via Anpressdruckschraube um 1cm nach vorne schiebe (Verstellbereich ist gemessene 35mm). Das sollte so passen, oder? zum Thema Löcher verschliessen: Wie verschliesse ich die bestehenden Löcher am besten? Bindungspfropfen hab ich keine. Soll ich die Löcher also nur mit Epoxy füllen? Bringt es was, wenn ich neben dem Epoxy noch ein wenig Holz (Zahnstocher, Streichhölzer) reinstopfe? Vielen Dank für Antworten schon mal im Voraus!
Vielen Dank an euch beide. Das sind ja schon mal Aussagen mit denen man etwas anfangen kann.
Knut hat ja bereits was zum Auslöseverhalten gesagt, damit muss man eben zurecht kommen bzw sich darauf einstellen. Ich fahre derzeit zu ca 80% mit dem Techsystem, hier ein paar Infos aus der Praxis: - man merkt das geringe Gewicht nicht nur beim Aufstieg, sondern auch bei der Abfahrt. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber hat man sich daran gewöhnt, will man nicht mehr zu schweren Bindungen zurück. Sehr direkt, sehr leicht, sehr manövierfähig. Springen und insb. Pillows werden richtig schön einfach zu fahren. Herr Hjorleifson lässt grüßen. - Auslöseverhalten: ich fahre vorne immer zu. Immer! Gleichzeitig fahre ich eine Idee vorsichtiger und lass eben die weniger sicheren Dinge eher weg (fragwürdige Cliffs und fragwürdige Straightlines z.b.). Ansonsten habe ich bislang keine Probleme zwecks AUslöseverhalten - Haltbarkeit: meine Dynafit Vertical hat erste Abnutzungserscheinungen gezeigt. Vorne nach ca 50 Tagen habe ich nun etwas Spiel und bin schon im verriegelten Mechanismus beim Aufstieg aus der Bindung gerutscht. Werde das mal einschicken bzw Dynafit meinte ich solle mal einschicken. Genutzt wurde die gute Bindung ca 50% auf einem 115mm Ski, danach auf 103mm. Denke dieser Powerbooster (oder wie das Teil heißt) sollte hier etwas helfen. Meine Plum habe ich ähnlich lange im Einsatz nun (fast nur Freeride d.h. Abfahrt), der Hinterbacken ist mir da allmählich leicht suspekt. Der Schuh liegt nirgends auf und es wackelt etwas hinten... - Vergleich: Onyx ist einiges schwerer als Dynafit/Plum, aber deutlich abfahrtsorientierter. Mir bei ca 80kg plus bis zu 10kg Rucksack reichen die Z12. Die Z10er auf einem Leihski hat mich nicht gehalten bei einigen kleineren Pillows letzte Saison. Ansonsten bin ich mit der Auslösung hinten zufrieden. Vorne löst es dann ja auch evtl aus, wenn der Schuh den Hebel nach vorne umklappt.
Ich finde sie, vor allem was das Auslöseverhalten am Vorderbacken angeht, deutlich besser. Ein weiterer Vorteil für mich ist der Bedienkomfort. Theoretisch ist sie auch auf breitere Ski ausgelegt worden. Dafür ist sie aber auch schwerer und es wurde bei der ersten Generation über Materialprobleme (unter anderem von mir) berichtet. Tests findest Du vom freak hier und von mir auf freeskiers.net. Ich persönlich ziehe sie für mich vor, will da aber keine Empfehlungen aussprechen, da die Vorlieben hier klar entscheiden.
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